HiFly führt den ersten plastikfreien Flug durch

nachhaltige Luftfahrt

26. Dezember 2018

Als weltweit erste Fluggesellschaft und als wichtiges Element für mehr Nachhaltigkeit in der Luftfahrt führte der Wet-Lease-Carrier HiFly den ersten Passagierflug ohne einen Einwegartikel aus Kunststoff an Bord durch.

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Der erste “kunststofffreie” Versuch mit einem von HiFlys Airbus A340 wurde am 26. Dezember von Lissabon auf dem Weg nach Natal in Brasilien durchgeführt.

HiFly-Präsident Paulo Mirpuri sagte vor dem Start: „Dieser historische Hi-Fly-Flug ohne Einwegartikel aus Kunststoff an Bord unterstreicht unser Engagement, Hi Fly innerhalb von 12 Jahren zur ersten” kunststofffreien “Fluggesellschaft der Welt zu machen.

“Wir nehmen diese Verpflichtung sehr ernst. Unser Unternehmen beruht auf Nachhaltigkeit. Wir arbeiten eng mit der Mirpuri Foundation zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Unternehmenspraktiken unserer Verantwortung gegenüber unserem Planeten entsprechen.”

„Bei jedem dieser Testflüge verhindern wir, dass rund 350 kg nahezu unzerstörbare Kunststoffe unsere Umwelt vergiften.”

„Weltweit starten täglich über 100.000 Flüge, und im letzten Jahr beförderten Verkehrsflugzeuge fast vier Milliarden Passagiere. Diese Zahl wird sich in weniger als 20 Jahren voraussichtlich wieder verdoppeln. Das Potenzial, hier etwas zu bewegen, ist also enorm groß.”

„Wir wissen, dass wir möglicherweise anfangs Kinderkrankheiten zu überwinden haben, aber wir sind zuversichtlich, diese Probleme in den kommenden Monaten zu lösen.”

“Aus den Rückmeldungen, die wir bisher von unseren Kunden und Passagieren erhalten haben wissen wir, dass diese Maßnahme für unsere Fluggesellschaft das Richtige ist.”

Pedro Ramos, Generaldirektor des Reiseveranstalters Alto Astral, der die Flüge zwischen Lissabon und Brasilien gechartert hat, sprach über die Begeisterung seines Unternehmens, an diesem wichtigen Branchenereignis teilzunehmen.

Zu den Einwegartikeln aus Kunststoff, die ersetzt wurden, gehören: Becher, Löffel, Salz- und Pfefferstreuer, Verpackungen für Bettwäsche, Geschirr, Getränkeflaschen und Zahnbürsten.

Zu den vielen Innovationen, die die Passagiere während des Fluges von den HiFly-Umweltexperten präsentiert werden, gehören ein Bambusbesteck, sowie eine Reihe von Papierverpackungen und Behälter, die nach ihrer Verwendung problemlos kompostiert werden können.

Quelle: HiFly


Treibstoff für klimaneutrales Fliegen

nachhaltige Luftfahrt

Verbundprojekt „PowerFuel“ bereitet am KIT Markteinführung von synthetischem Kerosin aus erneuerbarem Strom und Kohlendioxid aus der Luft vor

19.12.2018
Fliegen ist energieintensiv, gleichzeitig nimmt der Luftverkehr stetig zu – mit negativen Folgen für das Weltklima. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Firma Ineratec, ein Spin-Off des KIT, erproben jetzt gemeinsam mit weiteren Partnern aus Wirtschaft und Forschung die Herstellung von synthetischen klimaneutralen Kraftstoffen für den Luft-, Schwerlast- und Schiffsverkehr. „Wir brauchen dringend CO2-freie Mobilität“, sagt Professor Roland Dittmeyer, Leiter des Instituts für Mikroverfahrenstechnik (IMVT) des KIT. In Deutschland stammt rund ein Fünftel der klimaschädlichen Emissionen aus dem Verkehr. Abhilfe schaffen könnten Elektroan- triebe – sofern sie mit CO2-freiem Strom gespeist würden. Das Problem: In der Luftfahrt oder im Seeverkehr ist Elektromobilität nur bedingt tauglich. Die Lösung: Synthetische Kraftstoffe aus dem Treibhausgas CO2 und erneuerbarem Strom. Geplant ist die Gewinnung von CO2 aus der Umgebungsluft mit einer Direct-Air-Capture-Anlage der Firma Climeworks. Die Elektrolyse-Technologie, mit der durch Strom aus Wasser der benötigte Wasserstoff erzeugt wird, stammt von Siemens.
Im Projekt PowerFuel wird am KIT in einer von Ineratec entwickelten Pilotanlage CO2 mit Wasserstoff schließlich in Synthesegas umgewandelt. „Aus letzterem wird im Reaktor flüssiger Kraftstoff erzeugt“, sagt Ineratec-Geschäftsführer Tim Böltken. Durch dieses Power-to- Liquid-Verfahren lässt sich nahezu klimaneutraler Treibstoff wirtschaftlich herstellen. Die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen unterliegt naturbedingten Schwankungen. Durch den Einsatz der kompakten chemischen Reaktoren von Ineratec direkt vor Ort soll auf diese Schwankungen optimal reagiert werden und Strom, der bisher ungenutzt blieb in flüssigen Krafstoffen gespeichert werden. „Zudem haben unsere synthetischen Kraftstoffe im Vergleich zu konventionellem Benzin, Diesel oder Kerosin sogar bessere Verbrennungseigenschaften“, sagt Böltken. Die Qualität der synthetischen Treibstoffe sowie der Einsatz in verschiedenen Verkehrssektoren werden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Firma Aviation Fuel Projects Consulting untersucht und beurteilt. In der Pilotphase soll die Anlage 200 bis 300 Liter Kraftstoff am Tag produzieren.
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Kompakte Anlagen, mit denen sich überall klimaneutraler Treibstoff herstellen lässt, könnten die Verkehrswende beschleunigen. (Foto: KIT, PPQ)

Parallel zum Betrieb des Anlagenverbunds führen Siemens, Bauhaus Luftfahrt und die TU Hamburg Energiesystemanalysen des gesamten Anlagenverbunds durch, welche durch Simulationen basierend auf Strommarktmodellen unterstützt werden. Zusätzlich soll analysiert werden, wie der synthetisch erzeugte Kraftstoff in Verkehr gebracht werden kann. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
Details zum KIT-Zentrum Energie: http://www.energie.kit.edu Quelle: KIT
 

TU Braunschweig erfolgreich mit zwei Exzellenzclustern in Luftfahrt und Metrologie

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

27.09.2018

TU braunschweig: Exzellenzkommission entscheidet sich für Förderung der Forschungsvorhaben „SE²A“ und „QuantumFrontiers“. Die beiden Forschungsprojekte „QuantumFrontiers“ und „SE²A“ werden ab 2019 für sieben Jahre im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert. Die Exzellenzstrategie fördert Spitzenforschung an deutschen Universitäten und soll Deutschland als international konkurrenzfähigen Wissenschaftsstandort stärken. Am 27. September 2018 wählte die Exzellenzkommission die Exzellenzcluster „SE²A – Sustainable and Energy Efficient Aviation“ und „QuantumFrontiers“ der Technischen Universität Braunschweig aus 88 Förderanträgen aus.

„Wir freuen uns riesig über diese Entscheidung, die die hohe Qualität unserer Forschung in den beiden Schwerpunkten bestätigt. Allen Beteiligten, die seit fast einem Jahr unter Hochdruck an den Anträgen mitgearbeitet haben, danke ich im Namen des gesamten Präsidiums sehr! Ihre immense Arbeit hat sich ausgezahlt. Die Förderung wird der TU Braunschweig neue Schubkraft verleihen. Wir freuen uns, die wissenschaftlichen Aufgaben nun mit voller Energie angehen zu können“, sagt Professorin Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig.

Nachhaltige Luftfahrt

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „SE²A – Sustainable and Energy Efficient Aviation“ um den Projektsprecher Professor Jens Friedrichs, TU Braunschweig, wird Technologien für eine nachhaltige und energieeffiziente Luftfahrt entwickeln. Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt.

„Das ist ein toller Erfolg für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in unserer Region, die sich mit den Themen Luftfahrt, Energie und Mobilität beschäftigen. Dass die Luftfahrt vor dem Hintergrund von Klimaschutz und Mobilität vor großen Herausforderungen steht, ist allen Expertinnen und Experten klar. Darum ist es schon jetzt eine Auszeichnung, dass unsere Lösungsansätze von den internationalen Gutachtern als richtig angesehen werden“, sagt Professor Jens Friedrichs. „Ich freue mich sehr, dass die Arbeit mit unserem hervorragenden Team jetzt beginnen kann.“

„QuantumFrontiers“, vertreten durch die Sprecher Professor Karsten Danzmann, Professor Piet O. Schmidt (beide Leibniz Universität Hannover, LUH), Professor Andreas Waag von der TU Braunschweig, erforscht die Grenzen des Messbaren mittels Quanten- und Nanotechnologie und ist ein gemeinsames Vorhaben der Wissenschaftsallianz der TU Braunschweig und der LUH in enger Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).

Mehrere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Braunschweig sind außerdem im Exzellenzcluster „PhoenixD: Simulation, Fabrikation und Anwendung optischer Systeme“ vertreten, das ebenfalls erfolgreich war.

Die Exzellenzkommission besteht aus Mitgliedern eines internationalen Expertengremiums und den für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder. Das Expertengremium wurde von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) berufen.

Die beiden Exzellenzcluster der TU Braunschweig werden ab 1. Januar 2019 gefördert. Die Förderdauer beträgt sieben Jahre, nach einer erfolgreichen Wiederbewerbung kann eine zweite Förderperiode von ebenfalls sieben Jahren folgen. Für die 57 Exzellenzcluster sind dabei jährlich rund 385 Millionen Euro Fördermittel vorgesehen, die zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Sitzland bereitgestellt werden.
Die Entscheidung über die Exzellenzcluster ist zugleich eine der wesentlichen Grundlagen für den Wettbewerb in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten, die der Wissenschaftsrat durchführt: Universitäten mit mindestens zwei (bei Verbünden mit mindestens drei) Exzellenzclustern können bis zum 10. Dezember 2018 Anträge für die Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ einreichen. Über diese wird nach erfolgten Begutachtungen am 19. Juli 2019 entschieden.

Über „SE²A“ – Nachhaltige und energieeffiziente Luftfahrt
Den Luftverkehr auch zukünftig effizient zu gestalten und dabei die konkurrierenden Anforderungen an stetiges Wachstum und langfristige Umweltverträglichkeit zu erfüllen, ist die Herausforderung, der sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Luftfahrtforschung, Elektrotechnik, Energieforschung und Design mit dem Verbundvorhaben „SE²A“ stellen werden. Ihre Ziele sind die Senkung von Emissionen, die Verringerung der Lärmbelastung, die Gewährleistung der Recyclingfähigkeit von Lufttransportsystemen sowie die Entwicklung eines angepassten Luftverkehrs-Managements. Eine zentrale Aufgabe dabei ist die Entwicklung von Bewertungsmethoden für Luftfahrtsysteme im Hinblick auf eine sich vollziehende Energiewende. Diese sollen unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen und sozioökonomischen Methoden weiterentwickelt und um designwissenschaftliche Überlegungen ergänzt werden.

Die langjährige Zusammenarbeit der TU Braunschweig mit der LUH und dem DLR im Niedersächsischen Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) und dessen internationale Reputation wird im Cluster um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Elektrotechnik, Energieforschung und Design erweitert. Auf dieser Grundlage wird der Cluster die interdisziplinäre, koordinierte Forschung zum gesamten Luftverkehrssystem ausbauen und langfristige Lösungen für eine nachhaltige und energieeffiziente Luftfahrt vorantreiben.

Über „QuantumFrontiers“ – Licht und Materie an der Quantengrenze
Mit dem Verbundvorhaben „QuantumFrontiers“ wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Physik, dem Ingenieurwesen und den Naturwissenschaften durch die Erforschung der Quanten- und Nanotechnologien die Grenze des Messbaren verschieben und noch nie dagewesene experimentelle Präzision erreichen. Erforscht werden die Grundlagen der quanten- und nano-metrologischen Phänomene und die Entwicklung neuer Technologien, um ein neues metrologisches Fenster in die Welt des Kleinsten und des Größten zu öffnen. Mit der Forschungsallianz der TU Braunschweig und der LUH haben Forscher beider Universitäten ihre Zusammenarbeit im strategischen Forschungsbereich QUANOMET – Quanten- und Nanomesstechnik intensiviert. In enger Zusammenarbeit mit der PTB Braunschweig entstand so der gemeinsame Exzellenzclusterantrag „QuantumFrontiers“.

Maßgeblich beteiligt ist das Forschungszentrum für Nanometrologie der TU Braunschweig, das „Laboratory for Emerging Nanometrology“ (LENA).

Quelle: Technische Universität Braunschweig

Greener Skies Ahead 2018

Power-to-Liquid

PtL-Leitmesse in Deutschland

Bonn, Haus der Luftfahrt

Die 9. Internationale Konferenz “Greener Skies Ahead” zum Themenbereich Nachhaltige Luftfahrt findet am 13. November in Bonn statt. Auch in diesem Jahr steht die Konferenz ganz im Zeichen von Power-to-Liquid für die internationale Luftfahrt. Das Programm steht nun zum Download bereit.

Wie im letzten Jahr werden bekannte Experten zum Thema Power-to-Liquid referieren und insbesondere die enormen Potenziale und Chancen von PtL für die Luftfahrt erläutern.

Die Konferenz hat sich in den letzten drei Jahren zu einer Leitmesse für Nachhaltige Luftfahrt und PtL im deutschsprachigen Raum entwickelt. Von der Konferenz werden auch in diesem Jahr wichtige Impulse in Richtung Politik und Wirtschaft ausgehen und zu Umsetzungsprojekten von PtL-Produktionsanlagen anregen.

Die Anmeldung kann am einfachsten über die Event-Seite Greener Skies Ahead 2018  erfolgen. Alternativ steht ein Anmeldeformular im Programm zur Verfügung, oder Sie melden sich über die IASA-Event-Seite an.

Machen Sie mit und gestalten Sie mit uns die Zukunft einer Nachhaltigen Luftfahrt!

Power-to-Liquid

BAYERNS MINISTERPRÄSIDENT STARTET DEN FLUGHAFEN-AUSBAU

nachhaltige Luftfahrt
Flughafen Memmingen, 5. Oktober

Erster Spatenstich aus prominenter Hand: Für den Ausbau des Flughafen Memmingen griff Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder höchstpersönlich zur Schaufel. Gemeinsam mit weiteren Ehrengästen leitete er am heutigen Freitag symbolisch die Ausbauarbeiten ein, die Bayerns dritten Verkehrsflughafen fit für die Zukunft machen sollen.

„Der Freistaat Bayern steht zum Flughafen Memmingen und fördert diese wichtige Zukunftsmaßnahme“, betonte der Ministerpräsident. „Der Allgäu Airport entwickelt sich hervorragend, stärkt den Wirtschafts- und Tourismusstandort Schwaben und ist eine feste Größe in Deutschlands Flugverkehr. Eine echte Erfolgsgeschichte weiß-blauer Strukturpolitik!“

„Wir halten gegenüber unseren Partnern und Passagieren Wort“, betonte auch Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid und wies auf das vertrauensvolle Verhältnis des Flughafens zu seinen Airline-Partnern hin, die seit Jahren mit Ausnahmegenehmigungen am Flughafen Memmingen agierten. Seit geraumer Zeit wachse der Airport schneller als erwartet. In diesem Jahr rechne man mit 1,4 Millionen Passagieren. „Dieses Wachstum“, so Schmid, „zwingt uns zum Handeln. Dies sind wir auch unseren Partnern schuldig, die uns immer wieder mit einem Vertrauensvorschuss bedacht haben.“

Gebhard Kaiser, Beiratsvorsitzender der Allgäu Airport GmbH & Co KG und Landrat a.D., würdigte Mut und Entschlossenheit der Airport Gesellschafter und betonte die erfolgreiche organisatorische Neuausrichtung des Flughafens, die dafür gesorgt habe, dass der Airport nun schuldenfrei agieren könne und letztendlich erstmals auch schwarze Zahlen geschrieben habe. Dank gebühre in diesem Zusammenhang auch den beteiligten Kommunalpolitikern und Banken

Im Mittelpunkt des geplanten Ausbaus stehen die Sanierung und Verbreiterung (von 30 auf 45 Meter) der Start- und Landebahn, die von der Memminger Firma Kutter durchgeführt wird. Dazu kommen die Erneuerung der Flughafenbefeuerung, die Optimierung des Instrumentenlandesystems sowie eine Erweiterung der Gepäckhalle. Finanzielle Unterstützung erhält der Flughafen durch den Freistaat Bayern, der von den bisher geplanten 17,7 Millionen Euro Baukosten 12,2 Millionen übernehmen wird. Die insbesondere durch Kapazitätsengpässe bei Baufirmen und die anhaltend gute Baukonjunktur hervorgerufene Verzögerung des Baubeginns führte nun zu Kostensteigerungen. Auch diese werden, so unterstrich Ministerpräsident Dr. Söder am Freitag, vom Freistaat in Teilen mitgetragen.

Nach der Vergabe der Tiefbau- und Elektrotechnik-Arbeiten erfolgten bereits die vorbereitenden Maßnahmen in diesen Bereichen. Die Arbeiten zur Sanierung und Verbreiterung der Start- und Landebahn beginnen im Frühjahr 2019. Mit einem Abschluss der gesamten Arbeiten ist im Jahr 2020 zu rechnen.

Start frei für den Ausbau des Flughafen Memmingen: Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid (Mitte) gemeinsam mit Kommunalpolitikern und Vertretern des Airports beim ersten Spatenstich.
Quelle: Flughafen Memmingen

Neue Studie der Air Transport Action Group (ATAG) zur Rolle der zivilen Luftfahrt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Luftverkehr unterstützt 65,5 Millionen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivitäten mit einem Volumen von 2,7 Billionen Dollar

GENF–(BUSINESS WIRE)–Der globale Luftverkehrssektor unterstützt 65,5 Millionen Arbeitsplätze und 2,7 Billionen Dollar an globaler Wirtschaftstätigkeit, so eine neue Studie, die heute von der Air Transport Action Group (ATAG) veröffentlicht wurde. Der Bericht Aviation: Benefits Beyond Borders, der auf www.aviationbenefits.org heruntergeladen werden kann, untersucht die grundlegende Rolle der zivilen Luftfahrt für die heutige Gesellschaft und befasst sich mit den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen dieser globalen Industrie.

Bei der Vorstellung des Berichts auf dem ATAG Global Sustainable Aviation Summit in Genf sagte Michael Gill, Geschäftsführer der ATAG: „Lassen Sie uns innehalten und darüber nachdenken, wie die Fortschritte im Luftverkehr die Art und Weise verändert haben, wie Menschen und Unternehmen miteinander vernetzt sind – die Reichweite der Vernetzung, die wir heute haben, ist außergewöhnlich. Mehr Menschen in mehr Regionen der Welt als je zuvor nutzen die Möglichkeit des sicheren, schnellen und effizienten Reisens.“

„Über 10 Millionen Frauen und Männer arbeiten in der Branche und sorgen dafür, dass 120.000 Flüge und 12 Millionen Passagiere pro Tag sicher abfliegen und ankommen. Die Lieferkette, die indirekten Effekte und die Arbeitsplätze im Tourismus, die durch den Luftverkehr ermöglicht weden, zeigen, dass mindestens 65,5 Millionen Arbeitsplätze und 3,6 % der weltweiten Wirtschaftstätigkeit von unserer Industrie unterstützt werden.“

Der Bericht befasst sich auch mit zwei Zukunftsszenarien für das Wachstum des Luftverkehrs und die damit einhergehenden Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Vorteile. Mit einem offenen Freihandelsansatz wird das Wachstum des Luftverkehrs im Jahr 2036 rund 97,8 Millionen Arbeitsplätze und 5,7 Billionen Dollar an Wirtschaftstätigkeit unterstützen. Wenn die Regierungen jedoch eine stärker fragmentierte Welt mit Isolationismus und protektionistischer Politik schaffen, würden über 12 Millionen weniger Arbeitsplätze und 1,2 Billionen Dollar weniger wirtschaftliche Aktivität durch den Luftverkehr unterstützt.“

„Indem wir miteinander arbeiten, von den Kulturen der anderen lernen und den offenen Handel unterstützen, schaffen wir nicht nur eine stärkere wirtschaftliche Perspektive, sondern setzen auch unsere Bemühungen für die Schaffung der Bedingungen für ein friedliches Miteinander auf der ganzen Welt fort. Die Luftfahrt ist der Schlüssel zu dieser positiven Verbindung.“

Die wichtigsten Fakten aus Aviation: Benefits Beyond Borders auf einen Blick:

  • Der Luftverkehr unterstützt 65,5 Millionen Arbeitsplätze und weltweite Wirtschaftsaktivitäten mit einem Volumen von 2,7 Billionen Dollar.
  • Ueber 10 Millionen Menschen arbeiten im Luftverkehrssektor weltweit.
  • Der Luftverkehr transportiert 35% des Welthandels nach Wert (6,0 Billionen Dollar im Jahr 2017), aber weniger als 1 % des Volumens (62 Millionen Tonnen im Jahr 2017).
  • Die Flugpreise liegen heute rund 90 % unter den Kosten, die die gleiche Reise im Jahr 1950 gekostet hätte – dies hat den Zugang zu Flugreisen für grosse Teile der Bevölkerung ermöglicht.
  • Die Branche in Zahlen: 1.303 Fluggesellschaften fliegen 31.717 Flugzeuge auf 45.091 Strecken zwischen 3.759 Flughäfen gesichert von 170 Flugsicherungsorganisationen.
  • 57 % aller Touristen weltweit reisen mit dem Flugzeug.

Die Air Transport Action Group vertritt den gesamten Luftfahrtsektor: Fluggesellschaften, Flughäfen, Flugsicherungsorganisationen sowie die Hersteller von Flugzeugen und Triebwerken. Sie koordiniert gemeinsame Positionen der Industrie zur nachhaltigen Zukunft des Luftverkehrs.

Quelle: www.atag.org

TU Braunschweig setzt auf nachhaltige Luftfahrt

nachhaltige Luftfahrt

“Zukunftsfähigkeit der Luftfahrtforschung”: TU Braunschweig setzt auf nachhaltige Luftfahrt

Deutschland kann den Anschluss in der Luftfahrtforschung verlieren. Auf dieses Risiko weist soeben eine Expertengruppe der Wissenschaftsakademie Leopoldina in ihrem Diskussionspapier „Zukunftsfähigkeit der Luftfahrtforschung in Deutschland“ hin. Die TU Braunschweig verfügt am Forschungsflughafen Braunschweig über weithin sichtbare Expertise und ausgezeichnete Infrastrukturen. Mit einem Ausbau der Forschungsaktivitäten will sie die strategischen Zukunftsziele zur nachhaltigen und energieeffizienten Luftfahrt erreichen sowie junge Expertinnen und Experten ausbilden und halten.

Im Niedersächsischen Zentrum für Luftfahrt (NFL) sind 23 luft- und raumfahrttechnische Institute der TU Braunschweig, des Deutschen Zentrums für Luftfahrt, der Leibniz Universität Hannover, der Fraunhofer Gesellschaft und der PTB vertreten. Das Cluster „Sustainable and Energy-Efficient Aviation – SE²A“, über das in Kürze im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder entschieden wird, soll wissenschaftliche Grundlagen für den Wandel des Luftverkehrs in den nächsten Jahrzehnten schaffen. Ziel ist es, die Umweltauswirkungen des Luftverkehrs durch den Einsatz nachhaltiger Energieträger und dafür optimierter Flugzeuge deutlich zu reduzieren, den Luftverkehr sicherer zu machen und sein weiteres Wachstum zu unterstützen.

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Flugsimulator auf dem Gelände des DLR am Forschungsflughafen Braunschweig.
TU Braunschweig/Stephan Nachtigall

Leopoldina: dem Expertiseverlust entgegenwirken

In ihrem aktuellen Diskussionspapier betonen die Autoren der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V. – Nationale Akademie der Wissenschaften zwar die Stärken der bestehenden Infrastruktur der deutschen Luftfahrtforschung. Infolge der Konsolidierung von Schlüsselindustrien der Luftfahrt könne es jedoch zu einem schleichenden Expertiseverlust in wichtigen Forschungsfeldern sowie in der Systemfähigkeit im Flugzeugbau kommen.

Wichtige Grundlagen-Disziplinen der Luftfahrttechnik, wie beispielsweise die Flugmechanik, seien fast nicht mehr in Deutschland vertreten, stellen die Experten fest. Viele Ingenieure in diesen Fachgebieten würden der Untersuchung zufolge im Ausland arbeiten. Dadurch fehlen Bewerberinnen und Bewerber auf freie Lehrstühle an deutschen Universitäten. Langfristig sei es so nicht mehr möglich, die Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung zu gewährleisten.

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Flugzeugtriebwerk am Forschungsflughafen Braunschweig.
TU Braunschweig/Stephan Nachtigall

Künftige Anforderungen an die Luftfahrt böten Chancen, die Expertise zu erhalten oder wieder aufzubauen. Die Arbeitsgruppe der Akademie schlägt unter anderem vor, die Luftfahrtstrategie der Bundesregierung zu erweitern, um die Luftfahrtindustrie und die damit verbundene Forschung zu stärken.

Neben Ingenieurwissenschaftlern der Technischen Universitäten Darmstadt und München sowie der Universitäten Bremen und Stuttgart sind in der Arbeitsgruppe der Leopoldina auch der Leiter des Instituts für Strömungsmechanik der Technischen Universität Braunschweig, Professor Rolf Radespiel, und Professor Stefan Levedag vom Institut für Flugsystemtechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig vertreten.

Quelle: Technische Universität Braunschweig


 

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