Airbus A350-1000 absolviert erfolgreich seinen Erstflug

Flugerprobungsprogramm profitiert von der Erfahrung mit A350-900

Drei Testflugzeuge führen Erprobungsprogramm in weniger als einem Jahr durch

Entwicklung für die im zweiten Halbjahr 2017 geplante Indienststellung liegt im Plan.

25 NOVEMBER 2016

Das erste der drei A350-1000-Testflugzeuge – mit der Seriennummer MSN059 – ist nach einem erfolgreichen Erstflug von vier Stunden und 18 Minuten Dauer um 15.00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Toulouse-Blagnac gelandet.

Zur Besatzung im Cockpit dieses Flugzeugs gehörten: Hugues van der Stichel, Experimental Test Pilot, Frank Chapman, Experimental Test Pilot und Gérard Maisonneuve, Testflugingenieur. Außerdem wurden sämtliche Testparameter an der Station für Flugtestinstrumentierung (Flight-Test-Instrumentation; FTI) hinter dem Cockpit überwacht von: Patrick du Ché, Head of Flight & Integration Tests, Emanuele Costanzo, Head of A350 Development Flight Tests, und Stéphane Vaux, Flugversuchsingenieur.

Die mit den neuen Rolls-Royce Trent XWB-97-Triebwerken ausgestattete A350-1000 führte einen Flug über Südwestfrankreich durch, bei dem die Besatzung das Verhalten in verschiedenen Geschwindigkeits- und Höhenbereichen analysierte. Dabei wurde der Airbus von einem Beobachtungsflugzeug begleitet, welches die verschiedenen Manöver verfolgte und filmte. Außerdem überwachten Experten am Boden über eine Telemetrieverbindung zahlreiche Messwerte in Echtzeit.

 „Wir haben heute die A350-1000 zum ersten Mal im Einsatz gesehen. Dieses modernste und effizienteste Passierflugzeug der Welt wird demnächst die erfolgreiche A350-Familie ergänzen. Meine Glückwünsche und mein Dank gehen an alle Teams, die dazu beigetragen haben, dass der heutige Flug stattfinden konnte“, sagte Fabrice Brégier, President und CEO von Airbus. „Wir freuen uns auch, dass viele Kunden heute zusammen mit uns diesen wichtigen Meilenstein hier an unserem Hauptsitz in Toulouse mitverfolgt haben.“

Dank der Erfahrung aus der 2014 durchgeführten A350-900-Flugerprobung wird das Programm der A350-1000 kürzer sein – unter einem Jahr für die drei Flugzeuge. Zu den Aufgaben von MSN059 gehört die Analyse der grundlegenden Flugeigenschaften (so genannte Flight Envelope) sowie die Feinabstimmung der Flugsteuerung und die Prüfung zahlreicher Systeme. Das zweite Testflugzeug MSN071 wird ein vergleichbares Programm absolvieren, auf dem Plan stehen ebenso Flüge zur Validierung von Leistungsdaten (so genannte Performance). Das dritte und letzte Testflugzeug MSN065 wird mit einer Kabine ausgestattet sein, um die entsprechenden Systeme wie zum Beispiel Klimaanlage zu erproben. Mit MSN065 werden außerdem erste Langstreckenflüge und die Streckenerprobung durchgeführt. Das gesamte Programm endet mit der Musterzulassung. Dann soll die Indienststellung im zweiten Halbjahr 2017 bei Qatar Airways folgen – mit 37 bestellten Flugzeugen zurzeit der größte A350-1000-Kunde.

A350-1000 first flight crew

Zusammen mit der A330neo ist die A350-1000 das neueste Mitglied der marktführenden Widebody-Familie von Airbus. Sie bietet eine einmalige Betriebseffizienz, einen niedrigen Geräuschpegel und echte Langstreckenkapazität. Neben einem längeren Rumpf, der 40 Sitzplätze mehr bietet als die A350-900, zeichnet sich die A350-1000 auch durch eine  geänderte Tragflächenhinterkante, ein neues Hauptfahrwerk mit sechs Rädern und leistungsfähigere Rolls-Royce Trent XWB-97-Triebwerke aus. Die A350-1000 bietet die volle Treibstoffeffizienz sowie den ‘Airspace’-Kabinenkomfort der A350-900 – jedoch mit zusätzlicher Kapazität, welche perfekt auf die verkehrsreichsten Langstreckenrouten der Airlines zugeschnitten ist. Bis heute liegen insgesamt 195 A350-1000-Bestellungen von 11 Kunden aus fünf Kontinenten vor.

Quelle: Airbus


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Rolls-Royce testet erstmals leistungsfähigstes Luftfahrtgetriebe der Welt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Verbesserung der Treibstoffeffizienz um 25 Prozent avisiert

Dahlewitz, 24. Oktober 2016: Rolls-Royce hat erstmalig das leistungsfähigste Luftfahrtgetriebe der Welt getestet und damit einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung seines neuen Triebwerksdesigns UltraFan™ vollzogen. Das Leistungsgetriebe ist eine entscheidende Komponente des UltraFan, denn es ermöglicht dem Triebwerkdesign über einen breiten Startschubbereich hinweg effiziente Leistung zu liefern.

Der Erstlauf des Rolls-Royce Leistungsgetriebes (Power Gearbox PGB) im unternehmenseigenen Getriebe-Testzentrum in Dahlewitz (bei Berlin) markiert den Beginn einer ganzen Reihe von Tests, bei der bis zu 100.000 PS auf die Getriebe wirken werden. Das entspricht der Leistung von mehr als 100 Formel 1-Rennwagen. Mike Whitehead, Rolls-Royce, Chief Engineer und Head of Programme UltraFan Technologies, Civil Aerospace, sagte: „Dies ist ein weiterer wesentlicher Schritt, um unsere Zukunftstechnologie Wirklichkeit werden zu lassen. 2014 haben wir das UltraFan-Konzept  auf den Weg gebracht, und nun nutzen wir unsere neue Infrastruktur, damit es Realität wird.“

Der Erstlauf fand im Rolls-Royce Lageprüfstand statt. Hier können die Ingenieure alle Effekte simulieren, wie sie im verbauten Getriebe auftreten, wenn das Flugzeug nach dem Start in den Steigflug geht, zum Landeanflug sinkt oder unterwegs in Schräglage geht. Der erste Test bestätigte das dynamische Verhalten der Bauteile und des Ölkreislaufs bei geringem Druck und niedrigen Geschwindigkeiten.

Weiterführende Tests werden im Laufe des Jahres erfolgen, um zusätzliche Daten zu Kombinationen aus niedriger Leistung und hoher Geschwindigkeit bei unterschiedlichen Nick- und Rollwinkeln in verschiedenen simulierten Höhen zu erheben. Hochleistungstests werden im nächsten Jahr im PGB Power Rig stattfinden, in dem das Getriebe die volle Leistung erreichen wird.

UltraFan

Der ab 2025 verfügbare UltraFan wird eine Verbesserung der Treibstoffeffizienz von 25 Prozent gegenüber der ersten Trent-Triebwerkgeneration von Rolls-Royce bieten. Das Konzept umfasst:

  • Eine neue Kerntriebwerksarchitektur – für höchste Treibstoffeffizienz und niedrige Emissionen.
  • Ein CTi-Fan-System – Carbon-Titan Fanschaufeln und ein Gehäuse aus Verbundwerkstoff zur Gewichtseinsparung.
  • Fortschrittliche keramische Verbundwerkstoffe – hitzebeständige Komponenten, die durch geringeren Kühlluftbedarf effizienter arbeiten.
  • Ein Reduktionsgetriebe, das treibstoffeffiziente Leistung für schubstarke Triebwerke der Zukunft mit hohem Nebenstromverhältnis liefert.

Rolls-Royce arbeitet in Partnerschaft mit Liebherr-Aerospace in dem Joint Venture ‘Aerospace Transmission Technologies’ an der Entwicklung der Fähigkeiten und der Kapazität zur Produktion des neuen Leistungsgetriebes. Rolls-Royce leitet die Designdefinition und die Integration des Leistungsgetriebes sowie alle Testaktivitäten.

 Quelle: Rolls-Royce plc

 


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