Nachhaltigkeitsstudie zu deutschen Flughäfen

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Nachhaltigkeitsstudie der Hochschule Fresenius zeigt: Frankfurt und Stuttgart sind Vorzeigeflughäfen

Köln, 8. November 2017

Nachhaltigkeitsstudie

In einer qualitativen Studie der Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien in Köln, wurde untersucht, wie nachhaltig deutsche Flughäfen sind. Hierfür hat Benjamin Schwalm im Rahmen seiner Masterarbeit alle internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland befragt, von denen 80 Prozent antworteten. Das Ergebnis: Die großen Airports engagieren sich aktiv für Nachhaltigkeit, bei kleineren besteht allerdings noch Nachholbedarf.

Fluglärm, Luftschadstoffemissionen, Vergütung der Mitarbeiter oder der Schutz der biologischen Vielfalt: An einem Flughafen gibt es zahlreiche Bereiche, die mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung stehen. Der Frage, wie nachhaltig deutsche Flughafenbetreiber tatsächlich handeln, sind Benjamin Schwalm und die beiden Hochschulbetreuer Prof. Dr. Heinz Walterscheid und Prof. Dr. Frank Lasogga in ihrer Studie nachgegangen. Dazu wurden insgesamt 15 internationale deutsche Verkehrsflughäfen von Benjamin Schwalm mittels eines Onlinefragebogens befragt. Ergänzend führte Schwalm Experteninterviews mit ausgewählten Flughafenbetreibern durch. Dabei wurde untersucht, wie nachhaltig die Flughäfen in den Bereichen Ökologie, Soziales und Ökonomie agieren.

Flughafen Stuttgart ist besonders nachhaltig

Das Ergebnis: Den ökologischen Maßnahmen kommt an Flughäfen eine besonders hohe Bedeutung zu. So setzen bereits 55 Prozent der befragten Flughafen-Vertreter einen starken Fokus auf erneuerbare Energien. Besonders hervorzuheben ist hier der Flughafen Stuttgart: Durch den Bezug von erneuerbaren Energien ist es den Schwaben bereits heute gelungen, beim eigenen Energiebedarf kohlendioxidfrei zu operieren. Weiter zeigt die Studie, dass auch die soziale Nachhaltigkeit starke Beachtung findet. Geringe Personalfluktuation, übertarifliche Zusatzleistungen und positive Rückkehrraten nach der Elternzeit sind hierfür beispielhafte Indikatoren.

Im Vergleich zu den großen Airports weisen Flughäfen mit unter zehn Millionen Passagieren pro Jahr allerd ings deutlich weniger Konzepte, Standards und Zertifikate der Nachhaltigkeit auf. „Die kleineren Flughäfen müssen hier noch aufholen“, so Prof. Dr. Heinz Walterscheid, Studiendekan „Logistik & Handel“. So empfiehlt er auch, die drei Nachhaltigkeitsbereiche Ökologie, Soziales und Ökonomie miteinander zu verzahnen. Es sei absehbar, dass im Verdrängungswettbewerb nur diejenigen Flughäfen eine Chance hätten, die sich den Herausforderungen des nachhaltigen Handelns aktiv stellten. „Denn Nachhaltigkeit ist mittlerweile mehr Pflicht als Kür“, fasst Walterscheid die Bedeutung der Studie zusammen.

Quelle: Fresenius https://www.hs-fresenius.de


 

Power-to-Liquid Newsletter

Power to Liquid

Klimaschutz im Luftverkehr braucht PtL

Bonn, 14.11.2017

Mit der Überschrift „Klimaschutz im Luftverkehr braucht PtL“ beginnt die erste Ausgabe des PtL-Newsletters der IASA e.V.

Der Satz ist der Videobotschaft von Staatssekretär Flasbarth anläßlich der diesjährigen IASA-Konferenz „Greener Skies Ahead 2017“ entnommen.

Die Bausteine für das Power-to-Liquid-Verfahren (PtL) sind lange bekannt: Elektrischer Strom aus Sonnenkraft oder Wind, fortschrittliche Elektrolyse-Systeme zur Produktion von Wasserstoff, Anlagen zur Entnahme von CO2 aus der Umgebungsluft und – last, but not least – erheblich verbesserte Fischer-Tropsch-Reaktoren. Das Ergebnis: Synthetisches, CO2-neutrales Kerosin und andere Treibstoffe für die Luftfahrt.

Mit dem Power-to-Liquid-Verfahren ließe sich bis 2050 ein emissionsfreier Flugverkehr realisieren und damit die Klimaziele der Luftfahrt mehr als erfüllen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dazu ist die Information über das PtL-Verfahren auf möglichst breiter Ebene. Denn damit wird der Druck aufgebaut, der notwendig ist, damit synthetische, CO2-neutrale Treibstoffe für die Luftfahrt produziert und geflogen werden.

Power to Liquid

Mehr dazu erfahren Sie unter: https://www.iasaev.org/landing-page/power-to-liquid/

Unter https://www.iasaev.org/de/newsletter/ können Sie den PtL-Newsletter abonnieren.

Quelle: IASA e.V.

 


 

BDL: Lärmobergrenze darf Planfeststellung nicht in Frage stellen

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Fluglärm durch Investition in leisere Flugzeuge reduzieren

Berlin, 7. November 2017: Zur Ankündigung des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Tarek Al-Wazir, eine Fluglärm-Obergrenze am Frankfurter Flughafen einzuführen, erklärt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Die Einführung einer Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt erschwert zusätzlich den Wettbewerb in einem ohnehin angespannten Marktumfeld. Es gibt einen gültigen Planfeststellungsbeschluss, der den Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit gewähren soll.

Die freiwillige Lärmobergrenze darf die Verlässlichkeit von planfestgestellten Kapazitäten nicht in Frage stellen. Denn gerade im Luftverkehr wird mit langen Vorlaufzeiten geplant und umso mehr muss man sich auf vereinbarte und bestandskräftige Beschlüsse auch verlassen können. Deswegen begrüßen wir, dass die Beteiligten sich einig sind, dass der Luftverkehrsstandort Frankfurt auch weiterhin am Luftverkehrswachstum teilhaben soll.

Der wirkungsvollste Weg Fluglärm zu reduzieren ist das Vermeiden von Lärm am Flugzeug selbst. Das bedeutet an erster Stelle die Investition in neue und leisere Flugzeuge und setzt sich in der Nutzung von optimierten Flugrouten und Landeverfahren fort.

Sind Anwohner dennoch von Fluglärm betroffen, können sie seit Jahren Maßnahmen wie Schallschutzfenster geltend machen. Notwendig ist zukünftig auch eine deutlich effektivere Steuerung der Siedlungsflächenentwicklung im Umfeld von Flughäfen mit dem Ziel einer klaren Begrenzung der Zahl der Fluglärmbetroffenen. Dafür sind in erster Linie Anrainerkommunen und die Länder – in diesem Fall das Land Hessen – zuständig.

Damit der Lärm weiter reduziert werden kann, ist es wichtig, dass die Luftverkehrsunternehmen in Zukunft ausreichend Investitionskraft für neue Technologien haben. Dafür müssen mit einer neuen Regierungskoalition die Weichen gestellt werden, denn unsere Unternehmen brauchen Investitions- und Planungssicherheit und fairen Wettbewerb. Nationale Sonderlasten, wie etwa die deutsche Luftverkehrsteuer, die Art und Weise, wie in Deutschland Luftsicherheitskontrollen organisiert werden und die massive Beschränkung der Maschinenlaufzeiten an deutschen Flughäfen sind Gift, weil sie die Investitionskraft für ökologische Innovationen schwächen.“

Quelle: Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

BARIG: Freiwillige Zusammenarbeit zur Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Airline-Verband steht zu Interessensausgleich mit den Anwohnern

Frankfurt, 7. November 2017. Der Branchenverband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) akzeptiert die freiwillige Zusammenarbeit zu einer Fluglärm-Obergrenze am Flughafen Frankfurt. Dazu BARIG Generalsekretär Michael Hoppe: „Wir stehen weiter zu einem fairen Interessensausgleich mit den Anwohnern des Flughafens Frankfurt. Die im BARIG zusammengeschlossenen Airlines setzen sich mit zahlreichen Maßnahmen aktiv dafür ein, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehört der aktive Schallschutz mit dem Einsatz moderner, leiser Flugzeuge und der Überprüfung neuer Anflugverfahren. So akzeptiert BARIG die Einführung einer freiwilligen Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt als gemeinsamen Schritt der abschließenden Umsetzung der Mediationsergebnisse zum Ausbau des Flughafens.“

In diesem Zusammenhang weist BARIG auf die hohe Bedeutung des Luftverkehrs in Frankfurt für Arbeitsplätze, wirtschaftliche Prosperität und Mobilität hin, weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus. Nicht hinnehmbar wären eine Einschränkung der Kapazitäten oder eine weitere Einengung der Betriebszeiten. Solche Maßnahmen hätten unmittelbare und nachhaltig negative Auswirkungen auf Frankfurt sowie den gesamten Luftverkehrsstandort Deutschland.

BARIG vertritt die gemeinsamen Interessen von rund 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften aus Linienflug, Ferienflug, Low Cost und Air Cargo. Seit seiner Gründung 1951 arbeitet der Airline-Verband für die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Luftverkehrs in Deutschland und ist Ansprechpartner für Politik, Behörden, Wirtschaft und Medien. Die BARIG Mitgliedsairlines befördern weltweit rund 1,8 Milliarden Passagiere und über 25 Millionen Tonnen Fracht zu über 1.500 Destinationen. Nach und aus Deutschland reisen jedes Jahr rund 225 Millionen Passagiere mit den BARIG Fluggesellschaften. Die BARIG Airlines beschäftigen in der Bundesrepublik mehr als 105.000 Mitarbeiter, die Luftverkehrsbranche sichert insgesamt mehr als 823.000 Arbeitsplätze und ist somit ein entscheidender Wirtschaftsfaktor

Quelle: BARIG

Power to Liquid – Klimaziele der Luftfahrt erreichbar

Power to Liquid

Greener Skies Ahead 2017

PtL-Solutions for a Sustainable Aviation

Gestern fand im Haus der Deutschen Welle in Bonn die 8. Internationale Konferenz für eine nachhaltige Luftfahrt und die Zukunft des Luftverkehrs statt. Die Veranstaltung im großen Gremiensaal war mit etwa 70 Teilnehmern gut besucht. Nachdem in einem Grußwort Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, den Teilnehmern seine besten Wünsche zum guten Gelingen der Konferenz ausgesprochen hatte, begann ein spannender Gedankenaustausch rund um das Thema „Power to Liquid“.

Power to Liquid

Das Thema der Konferenz war die Einführung eines synthetischen, CO2-neutralen Kraftstoffs für die Luftfahrt nach dem sogenannten „Power to Liquid“-Verfahren (PtL). Mit einem solchen PtL-Treibstoff können die Klimaziele der Luftfahrt erreicht werden und damit ein wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele geleistet werden. Der Technology-Readiness-Level (TRL), ein Indikator zur Beurteilung der Technologiereife liegt bereits nahe dem Maximum.

In zahlreichen Vorträgen und Diskussions-Foren bekräftigten die Teilnehmer das große Potenzial und den hohen Reifegrad von PtL. Die große Herausforderung bestehe nun darin, zeitnah eine PtL-Produktionsanlage in industriellem Maßstab zu finanzieren und in Deutschland zu errichten. Die benötigten Erneuerbaren Energien stehen in Form von Wind und Sonne auch in Deutschland in ausreichendem Maße zur Verfügung um Wasserstoff als Grundelement des synthetischen Kraftstoffs zu produzieren.

Mit der nachfolgenden „Fischer-Tropsch-Synthese“ entstehen dann die Kohlenwasserstoffe aus denen das synthetische Kerosin gebildet wird. Der Ressourcenverbrauch von Wasser und Fläche ist bei PtL nur ein Bruchteil gegenüber den sogenannten „Biofuels“, die aus Biomasse oder Abfällen gewonnen werden.

Power to Liquid

Harry Lehmann (Umweltbundesamt) unterstrich die enormen Potenziale von PtL beim Klimaschutz

Erik Lindbergh

Der Gründer der XPRIZE-Stiftung Erik Lindbergh und Enkel des berühmten Luftfahrtpioniers Charles Lindbergh, begeisterte die Konferenzteilnehmer mit einem spannenden und emotionalen Vortrag zu den Meilensteinen technologischer Entwicklung und deren Machbarkeit, wenn Menschen mit Herz und Verstand an die vorhandenen Herausforderungen herangehen.

XPRIZE

Erik Lindbergh begeisterte die Konferenzteilnehmer mit seinem Vortrag

Spätestens nach diesem Vortrag waren sich die Teilnehmer der Konferenz darüber einig, dass es nicht mehr darum geht, ob PtL-Treibstoffe für die Luftfahrt wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll produziert werden können, sondern dass es nun „nur“ noch um das Problem geht, entsprechenden Handlungsdruck in Politik und Gesellschaft zu erzeugen. Wenn insbesondere der Passagier von dem enormen Potenzial von PtL-Treibstoffen Kenntnis hat und deren Verwendung in der Luftfahrt auch einfordert, dann wird der PtL-Treibstoff auch bald produziert und geflogen werden.

Resolution

Um einen ersten kräftigen Impuls in dieser Richtung zu geben, verabschiedeten die Konferenzteilnehmer eine entsprechende Resolution, die an die Delegierten der kommenden Weltklimakonferenz COP23 im November in Bonn übergeben werden wird.

Den finalen Text der Resolution verlas Terry Swartzberg, der als bekannter US-amerikanischer Fachjournalist und Wahlmünchner gemeinsam mit Ralf Nolting und Prof. Hansjochen Ehmer die Moderation der Konferenz übernahm.

Der Präsident der IASA e.V. und Gastgeber der Konferenz Rudolf (Rolf) Dörpinghaus unterstrich in seinem Vortrag die enormen Vorteile für Luftfahrt, Gesellschaft und Umwelt, die durch die Verwendung von PtL-Fuels entstehen würden. Da PtL-Treibstoffe keinen Schwefel und keine Aromaten enthalten, reduzieren sich auch die Emissionen von Luftschadstoffen. Mit dem geschlossenen CO2-Kreislauf kann die Luftfahrt einen bedeutenden Beitrag zur Abmilderung des stattfindenden Klimawandels leisten, der ja maßgeblich durch den anthropogenen Effekt (Einfluß des Menschen auf das Klima) geprägt ist.

nachhaltige Luftfahrt

Rudolf (Rolf) Dörpinghaus, Präsident der IASA e.V.

Herr Dörpinghaus schloß dann die Konferenz mit einem Appell an die Teilnehmer, den gemeinnützigen Luftfahrtverband IASA auch weiter tatkräftig bei deren Informations- und Umsetzungsprojekten zur „Power to Liquid“ zu unterstützen.

Quelle: IASA e.V.

Internationale Fachkonferenz mit Erik Lindbergh

Power to Liquid - Nachhaltige Luftfahrt

GREENER SKIES AHEAD 2017

Nachhaltige Treibstoffe für eine nachhaltige Luftfahrt

Der Klimaschutz stellt den Luftverkehr vor ganz besondere Herausforderungen. Wie kaum ein anderer Verkehrsträger benötigt die Luftfahrt systembedingt Treibstoffe hoher Energiedichte (Kerosin, AvGas). Synthetische, weitestgehend CO2-neutrale und ausschließlich unter Verwendung erneuerbarer Energien gewonnene Treibstoffe (PtL) sind hier ein wichtiger, durch aktuelle technische Entwicklungen ermöglichter Lösungsansatz.

Um im Vorfeld der U.N.-Weltklimakonferenz COP23 für die Entwicklung und Produktion derartiger Treibstoffe zu werben, veranstaltet die International Association for Sustainable Aviation  e.V. (IASA) mit freundlicher Unterstützung des Umweltbundesamtes (UBA) die internationale Fachkonferenz

GREENER SKIES AHEAD 2017

PtL-Solutions for a Sustainable Aviation

  1. Oktober 2017 · 09:00 – 17:30

Deutsche Welle · Großer Gremiensaal

Kurt-Schumacher-Str. 3 · 53113 Bonn · Germany

 

Erik Lindbergh

Zu den Keynote-Speakern zählt Erik Lindbergh, Enkel des legendären Luftfahrtpioniers Charles Lindbergh, der sich international als Vorkämpfer für einen nachhaltigen Luftverkehr einen Namen gemacht hat.

sustainable aviation

Im Rahmen der Konferenz ist die Verabschiedung einer Resolution geplant, die im Anschluss – zusammen mit einem Resümee der Konferenz – an die Teilnehmer von COP23 übermittelt wird.

Registrierung erforderlich. Primäre Konferenzsprache ist Englisch.

Es wird eine Verpflegungspauschale von €30,- erhoben.

Anmeldung erbeten unter: www.iasaev.org oder www.xing.com/events/greener-skies-ahead


 

BDL beklagt falsche Klima-Signale des EU-Parlaments

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt - Sustainable Aviation

CORSIA ab 2020 einziges globales Klimaschutzinstrument für den Luftverkehr

Berlin, 13. September 2017: Nach der Europäischen Kommission und dem Rat der EU hat sich auch das Europäische Parlament mit der Frage befasst, ob und wie der Luftverkehr künftig in den europäischen Emissionshandel (EU-ETS) einbezogen werden soll. Die Parlamentarier sind sich vor dem anstehenden Trilog einig mit der Europäischen Kommission und dem EU-Rat: Der Luftverkehr soll bis zur Einführung des globalen Klimaschutzinstruments CORSIA im Jahr 2020 weiter in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden, und zwar weiterhin beschränkt auf innereuropäische Flüge.

Dazu Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Diese Empfehlung war zu erwarten. Wir sehen es als Signal, dass in diesem Punkt Einigkeit unter den europäischen Gremien herrscht. Das schafft vorerst Planungssicherheit für unsere Fluggesellschaften. Aber die Bestrebung, den europäischen Emissionshandel auch nach 2020 auf innereuropäische Flüge anwenden zu wollen und die Bedingungen hierfür auch noch zu verschärfen, wäre ein völlig falsches Signal in der internationalen Klimapolitik im Luftverkehr und eine wettbewerbsverzerrende Doppelbelastung für europäische Fluggesellschaften.“ Vielmehr müsse es jetzt vordringlich darum gehen, das von der internationalen Staatengemeinschaft in der UN-Luftfahrtorganisation ICAO beschlossene Klimaschutzinstrument CORSIA zu stärken und mit Leben zu füllen, so Schulte weiter.

Auf das globale marktbasierte Klimaschutzinstrument CORSIA haben sich die 192 ICAO-Mitgliedsstaaten 2016 verständigt, um die CO2-Emissionen im internationalen Luftverkehr auf dem Niveau von 2020 zu stabilisieren. Fluggesellschaften müssen ab 2021 für ihre wachstumsbedingten CO2-Emissionen Zertifikate erwerben. Mit den Einnahmen werden in entsprechender Größenordnung CO2-senkende Projekte finanziert.

Alle Staaten der EU haben dem ICAO-System zugestimmt und sich bereit erklärt, freiwillig von Beginn an teilzunehmen. Damit verbunden ist die Zustimmung dazu, dass ab 2020 für den internationalen Luftverkehr weltweit allein das ICAO-Klimaschutzinstrument CORSIA gilt. Das muss auch die EU akzeptieren. Schulte: „CORSIA löst demnach das europäische Emissionshandelssystem für den Luftverkehr ab. Die Umsetzung von CORSIA in europäisches Recht hat dabei ohne Abweichungen zu erfolgen. Eine zusätzliche Weiterführung oder sogar Verschärfung des europäischen Emissionshandels würde den hiesigen Fluggesellschaften zusätzliche Kosten auferlegen, die ihre Wettbewerber aus Drittstaaten nicht haben. Klimaschutz im Luftverkehr kann nur international gelingen.“

Die ICAO hat nach der Hauptversammlung im Oktober des vergangenen Jahres intensiv gearbeitet und legt in wenigen Wochen konkrete Vorschläge zur Umsetzung von CORSIA vor. Die Energie des Misstrauens der EU gegenüber diesem neuen Klimaschutzinstrument sollte jetzt in positive Unterstützung umgewandelt werden. Nur durch Zusammenarbeit und internationale Kooperation sind die Herausforderungen im Klimaschutz zu meistern. Im nun möglichen Trilog sollten Europäische Kommission, EU-Rat und Europäisches Parlament die Chance nutzen, ein positives Signal an die internationale Staatengemeinschaft zu senden.

Quelle: BDL

Greener Skies Ahead 2017

Greener Skies Ahead

SAVE THE DATE – INVITATION – SAVE THE DATE – INVITATION – SAVE THE DATE

Please join us on October 26, 2017 for 

Sending a Message to the
UN Climate Change Conference, Bonn, Germany 2017

 

GREENER SKIES AHEAD 2017

International Conference on
Sustainable Solutions for a Sustainable Future of Aviation 

09:00 – 17:00
Deutsche Welle, Großer Sende- und Gremiensaal

Kurt-Schumacher-Str. 3
53113 Bonn, Germany

Ticket sichern unter: www.xing.com/events/greener-skies-ahead

Greener Skies Ahead 

IASA International Association for Sustainable Aviation e. V.

Godesberger Allee 70

53175 Bonn, Germany

www.iasaev.org

 

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt - Sustainable Aviation

Lilium entwickelt fünfsitziges Elektro-Lufttaxi

Luft-Taxi nachhaltige Luftfahrt

Finanzierung des neuen Fünfsitzers von Lilium Aviation gesichert

05.09.2017

Lilium Aviation verkündet den Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde mit 90 Millionen Dollar

Die Fördergruppe von Lilium Aviation besteht aus u.a. aus Tencent und dem Skype Mitbegründer Niklas Zennström. 

Die neuen Finanzmittel werden für die Entwicklung des Fünf-Sitz-Lilium-Jets verwendet, der kommerziell eingesetzt werden soll und dienen zudem zur Aufstockung des aktuellen Teams auf dann mehr als 70 Mitglieder.

Im April gelang dem Prototypen erstmals sein kompliziertestes Manöver – den Übergang zwischen Hover-Modus und horizontalem Flug

Daniel Wiegand, Mitbegründer und CEO von Lilium Aviation sagte, dass diese Investition ein enorm wichtiger Schritt für Lilium ist, denn er ermöglicht es, den fünfsitzigen Jet Realität werden zu lassen. Dies sei die nächste Etappe in der rasanten Entwicklung von der Idee bis hin zur Produktion eines kommerziell erfolgreich einsetzbaren Flugzeuges, das die Art und Weise, wie wir in den Städten der Welt und dazwischen reisen, revolutionieren wird. Es mache Lilium zu einem der besten elektrischen Flugzeugprojekte weltweit. 

Die eingesetzten Elektro-Jet-Motoren sind nach Angabe von Lilium hocheffizient und extrem geräuscharm, so dass die Jets auch in dicht besiedelten städtischen Gebieten geflogen werden können. 

Der Lilium Jet kann mit einer Batterieladung eine Stunde lang fliegen und das mit einer Geschwindigkeit bis zu 300 km pro Stunde – das bedeutet zum Beispiel, dass die 19km Strecke von Manhattan zum JFK Flughafen weniger als fünf Minuten dauern würde.

Luft-Taxi nachhaltige Luftfahrt

Foto: Lilium

 

Quelle der kompletten Original-News: https://lilium.com/news/


 

E-Flugzeugschlepper für den Köln-Bonner Airport

Elektro-Flotte am Flughafen wächst

25.08.2017

Der Köln Bonn Airport investiert weiter in umweltfreundliche Antriebstechnologien. Für den Einsatz auf dem Vorfeld hat der Flughafen zwei neue Flugzeugschlepper angeschafft, die voll elektrisch betrieben werden. Die neuen Großgeräte, für die der Airport rund 300.000 Euro investiert, ersetzen herkömmliche Schlepper mit Diesel-Antrieb. Dadurch können pro Jahr bis zu 15 Tonnen CO2 eingespart werden.

„Umweltschutz und die Vermeidung von Emissionen sind tragende Säulen unserer Unternehmenspolitik“, betont Flughafenchef Michael Garvens. Der Einsatz von Elektromobilität leiste einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von CO2 und sei ein wesentlicher  Bestandteil der Klimaschutzstrategie des Flughafens, so Garvens.

TPX-100E

Der TPX-100E vom Hersteller TLD ist ein moderner, elektrisch betriebener Flugzeugschlepper und hat die Aufgabe, Maschinen vor dem Start aus der Parkposition zu pushen oder über das Vorfeld zu schleppen. Das 6,7 m lange und 2 m hohe, rund 8420 kg schwere Fahrzeug verfügt über genügend Kraft, das 12-fache seines Gewichtes zu pushen, z.B. eine Boeing 737 oder einen Airbus A320. Dabei ist es so leise, dass man den Motor kaum hört. Zwei Stück hat der Flughafen gekauft.

Der Köln Bonn Airport setzt bereits seit vielen Jahren auf Elektromobilität. Im täglichen Flughafenbetrieb kommen verschiedene umweltfreundliche Fahrzeuge und Geräte zum Einsatz. Dazu gehört seit Kurzem etwa auch ein neues E-Mobil zur Auslieferung von Paketen und anderen größeren Sendungen auf dem Flughafengelände. Der „Streetscooter Work“, der speziell auf die Bedürfnisse von Paketboten zugeschnitten ist, wurde vom gleichnamigen Startup-Unternehmen an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post entwickelt.

nachhaltige Luftfahrt - E-Flugzeugschlepper TPX-100E

Der neue Elektro-Schlepper TPX-100E vom Hersteller TLD im Push-Vorgang. Quelle: obs/Köln Bonn Airport

Die E-Flotte am Köln Bonn Airport:

Luftfahrtbodengeräte PKW Unterstützende Geräte (Hubbühnen, Stapler etc.)
2 Flugzeugschlepper (Batterie)

12 Gepäckschlepper (Batterie)

14 Gepäckschlepper (Diesel-Hybrid)

3 Gepäckwagenschlepper

3 Palettentransporter (Batterie)

6 Förderbandwagen (Batterie)

17 Treppen (Batterie, davon fünf selbstfahrend, der Rest mit Hilfsantrieb)

9 rein elektrisch

5 Hybrid (Benzin)

1 Brennstoffzelle

 

11 (Batterie)

 

Quelle: Köln Bonn Airport


 

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