Greener Skies Ahead 2017

Greener Skies Ahead

SAVE THE DATE – INVITATION – SAVE THE DATE – INVITATION – SAVE THE DATE

Please join us on October 26, 2017 for 

Sending a Message to the
UN Climate Change Conference, Bonn, Germany 2017

 

GREENER SKIES AHEAD 2017

International Conference on
Sustainable Solutions for a Sustainable Future of Aviation 

09:00 – 17:00
Deutsche Welle, Großer Sende- und Gremiensaal

Kurt-Schumacher-Str. 3
53113 Bonn, Germany

Ticket sichern unter: www.xing.com/events/greener-skies-ahead

Greener Skies Ahead 

IASA International Association for Sustainable Aviation e. V.

Godesberger Allee 70

53175 Bonn, Germany

www.iasaev.org

 

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt - Sustainable Aviation

Bei synthetischen Kraftstoffen wird CO2 zum Rohstoff

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Bosch-Studie zeigt im Klimaschutz Einsparpotenzial allein im PKW-Verkehr von 2,8 Giga-Tonnen bis 2050

 

Gerlingen, August 2017: Ein CO2-neutraler Verbrennungsmotor – was vor wenigen Jahren wohl noch ins Reich der Fantasie gehört hätte, kann bald Realität werden. Der Kniff sind synthetische Kraftstoffe, sogenannte eFuels (auch PtL-Treibstoffe genannt, Anm. der Redaktion). Diese binden bei der Herstellung CO2. Das Treibhausgas wird so zum Rohstoff und mithilfe von regenerativ erzeugtem Strom lässt sich daraus Benzin, Diesel, Gas oder Kerosin herstellen.

„Synthetische Kraftstoffe können Benziner und Diesel CO2-neutral machen und einen großen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung leisten“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Wie groß dieser Beitrag allein im Pkw-Bestand Europas wäre, haben Bosch-Experten errechnet: Bis 2050 könnte der konsequente Einsatz von synthetischen Kraftstoffen ergänzend zur Elektrifizierung bis zu 2.800.000.000.000 Kilogramm CO2 (= 2,8 Giga-Tonnen) einsparen. Das entspricht der dreifachen Menge des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes von Deutschland im Jahr 2016.

 

 IASA - PtL-Impulskampagne

Rußarme Verbrennung reduziert Kosten der Abgasnachbehandlung

Der Blick über Europa hinaus zeigt die Dringlichkeit, die Emissionen im Verkehr weiter zu reduzieren: Um die in Paris gesteckten Klimaziele zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen des Verkehrs in den nächsten vier Jahrzehnten weltweit um 50 Prozent gesenkt werden, in den Industriestaaten um mindestens 85 Prozent.

„Um die künftigen Klimaziele zu erreichen, braucht es neben der

Elektromobilität weitere intelligente Lösungen“, sagt Denner. Denn selbst wenn alle Autos eines Tages rein elektrisch fahren: Flugzeuge, Schiffe und selbst Lkw werden auch zukünftig überwiegend mit Sprit angetrieben. CO2-neutrale Verbrennungsmotoren, die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, sind deshalb ein vielversprechender weiterer Pfad – und zwar auch im Pkw. Hinzu

kommt, dass synthetische Kraftstoffe so designt werden können, dass sie praktisch rußfrei verbrennen. Damit lassen sich die Kosten der Abgasnachbehandlung reduzieren.

Ein weiterer zentraler Vorteil dabei ist, dass das bestehende Tankstellennetz weiter genutzt werden kann. Selbiges gilt auch für das bestehende Know-how bei der Verbrennungstechnik. Und obwohl Elektroautos in den nächsten Jahren deutlich günstiger werden, könnte sich die Entwicklung der Kraftstoffe lohnen.

Bosch hat errechnet, dass je nach Kosten der eingesetzten regenerativen Energie ein mit eFuels betriebener Hybrid bis zu einer Laufleistung von maximal 160.000 Kilometern günstiger sein könnte als ein Langstrecken-Elektroauto. 

Heutiges Tankstellennetz nutzbar, keine Umrüstung bei alten Fahrzeugen

Technisch ist es schon heute möglich, synthetische Kraftstoffe herzustellen. Wenn der Strom, der dafür eingesetzt wird, regenerativ – und damit CO2-frei – gewonnen wird, sind diese Kraftstoffe klimaneutral und vielseitig verwendbar. Mit dem Ausgangsstoff H2 können Brennstoffzellen betrieben werden, mit weiter verarbeiteten Kraftstoffen auch Verbrennungsmotoren oder Flugzeugturbinen.

Für synthetischen Diesel, Benzin und Gas erfolgen derzeit erste Industrialisierungen in Pilotprojekten in Norwegen und Deutschland. Dazu kommt: Weil sie mit der bisherigen Infrastruktur und Motorengeneration kompatibel sind, wirken synthetische Kraftstoffe direkt im Bestand und damit deutlich schneller als eine Flottenerneuerung durch Elektrofahrzeuge. Auch für Fahrer älterer Fahrzeuge würde sich nichts ändern: Denn synthetisch erstelltes Benzin bringt selbst einen Oldtimer zum Fahren – es bleibt von den chemischen Strukturen und grundsätzlichen Eigenschaften nach wie vor Benzin. 

Was muss getan werden, damit eFuels sich durchsetzen? 

Damit sich synthetische Kraftstoffe in der Breite durchsetzen, ist trotz allem noch große Anstrengung notwendig. Denn die Anlagentechnik ist heute noch teuer und es gibt nur wenige Testanlagen. In Deutschland fördert deshalb u. a. das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie synthetische Kraftstoffe im Rahmen der Initiative „Energiewende im Verkehr“. Auch die zunehmende Verfügbarkeit und der zukünftig sinkende Preis von regenerativ erzeugtem Strom werden die Durchdringung der Kraftstoffe in der Breite beschleunigen.

Wie werden synthetische Kraftstoffe hergestellt?

eFuels werden ausschließlich mit erneuerbaren Energien hergestellt, indem aus Wasser zunächst Wasserstoff produziert wird. Für einen flüssigen Kraftstoff wird nun noch Kohlenstoff benötigt. Dieser kann aus Industrieprozessen oder sogar mit Filtern aus der Luft gewonnen werden. Aus CO2 und H2 gewinnt man anschließend den synthetischen Kraftstoff – also Benzin, Diesel, Gas oder auch Kerosin.

Wie teuer wird der Kraftstoff sein? 

Noch ist die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen aufwendig und teuer. Doch ein Markthochlauf der Produktion sowie eine günstige Preisentwicklung beim Strompreis könnten dafür sorgen, dass synthetisch erzeugte Kraftstoffe deutlich günstiger werden. Langfristig sind nach aktuellen Studien reine Kraftstoffkosten von 1,00 bis 1,40 Euro pro Liter realisierbar (exklusive Steuer). 

Was unterscheidet eFuels von Biokraftstoffen?

Anders als bei Biokraftstoffen gibt es bei synthetischen Kraftstoffen nicht die Abwägung zwischen ‚Tank und Teller‘. Mit erneuerbarem Strom lassen sich eFuels zudem ohne die bei Biokraftstoffen zu erwartende Mengenbegrenzung – bspw. durch begrenzte Anbauflächen – herstellen.

Quelle: Bosch


 

Volocopter: Fliegen für jedermann

sustainable aviation

Fliegende Lufttaxis aus Deutschland erobern die Welt

25 Millionen Euro für Volocopter

⋅ Lukasz Gadowski und die Daimler AG gehören zu den Investoren
⋅ Investitionen fließen verstärkt in die Markteinführung des Volocopters

Bruchsal, 1. August 2017 – Ihr Ziel, das Fliegen für jedermann zu ermöglichen, ist näher gerückt: Das Luftfahrt-Startup Volocopter hat im Juli 2017 eine Finanzierung über 25 Millionen Euro mit dem Stuttgarter Autokonzern Daimler, dem Berliner Technologieinvestor Lukasz Gadowski und weiteren Investoren abgeschlossen. Mit dem frischen Kapital wird Volocopter die führende Technologie seiner senkrecht-startenden und rein elektrobetriebenen Fluggeräte (eVTOL) weiter ausbauen, die Einführung des Volocopter Serienmodells beschleunigen und den Markt fliegender Lufttaxis erobern. Die sicheren, leisen und umweltfreundlichen Fluggeräte, die für den Transport von zwei Passagieren geeignet sind, werden die Mobilität in Metropolen revolutionieren. Zur Verwirklichung dieser Vision investiert Volocopter auch in sein Team und plant dieses kontinuierlich aufzubauen.

Nicht nur mit der erfolgreichen Finanzierungsrunde legt Volocopter einen Senkrechtstart hin: Bereits im Juni gewann das junge Unternehmen den Spitzenplatz im internationalen Rennen um das weltweit erste Pilotprojekt für Lufttaxis im urbanen Raum. Gemeinsam mit der staatlichen Verkehrsbehörde „Roads and Transport Authority“ (RTA) in Dubai wird Volocopter im vierten Quartal 2017 erste Demonstrationen eines autonomen Lufttaxis durchführen. Bis zum Jahr 2030 will Dubai 25 Prozent seiner Personenreisen mit Hilfe autonomer Verkehrsmittel abwickeln.

„Das starke finanzielle Engagement unserer neuen Investoren ist ein Signal und Beleg für die wachsende Zuversicht in den neu entstehenden Markt für elektrisch angetriebene Senkrechtstarter als persönliche Lufttaxis“, freut sich Florian Reuter, Geschäftsführer von Volocopter. „Wir haben bewusst eine Mischung aus Investoren mit strategischem und unternehmerischem Hintergrund gesucht und konnten das mit Daimler und Lukasz Gadowski hervorragend umsetzen.“

Gerade Automobilkonzerne befassen sich intensiv mit zukünftiger Mobilität – beispielsweise mit dem autonomen Fahren und der Elektromobilität. Daimler ist für Volocopter dadurch ein sehr wertvoller strategischer Partner. „Wir sind weltweit führend in der Entwicklung elektrischer VTOL-Aircrafts“, so Reuter. „Damit das auch zukünftig so bleibt, freuen wir uns sehr über die Beteiligung des weltweit führenden Automobilkonzerns.“

Während der Investor Lukasz Gadowski das Luftfahrt-Startup auf ganz andere Weise unterstützen kann: Er hat bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich gegründet und finanziert. Gadowski hat enorme Erfahrungen im schnellen und weltweiten Skalieren von Tech-Startups. Das wird für Volocopter extrem wertvoll sein, um sich auf den internationalen Märkten zu behaupten. „Schon eine Weile beschäftige ich mich mit Flugautos und verfolge die Entwicklung. Als ich den Volocopter sah, begriff ich: Das „fliegende Auto“ hat keine Räder! Bei Volocopter begeistern nicht nur die großartige Vision, sondern auch das bereits konkret Umgesetzte. Abgehoben mit Bodenhaftung – eine einzigartige Kombination! Der bemannten Luftfahrt steht in den kommenden Jahren eine Revolution bevor. Wir werden diese mit Volocopter maßgeblich mitgestalten!“

Volocopter wird die neuen Finanzmittel nutzen, um gemeinsam mit seinen Partnern  technische Innovationen und seine Vorreiterrolle in der Branche weiter auszubauen. Geplant sind die Weiterentwicklung der Volocopter zur Serienreife und kommerziellen Zulassungen durch Luftfahrtbehörden weltweit. Hierfür sind u.a. umfangreiche Testflugprogramme vorgesehen. Um die Entwicklungsgeschwindigkeit dabei zu erhöhen, ist die Einstellung von weiteren Ingenieuren in den Bereichen Flugsystementwicklung, Software und elektrischer Antrieb sowie der Aufbau der kommerziellen Funktionen angestoßen worden.

Um das Volocopter Serienmodell mit voller Kraft in den Markt einzuführen, wird das Unternehmen die Investitionen auch zum Aufbau der Markenbekanntheit verwenden. Den Auftakt dazu bildet die heute gelaunchte, neue Webseite. Darüber hinaus soll ein professionelles Kommunikationsteam rund um Marketing und PR installiert werden, um für geplante Veranstaltungen und Demonstrationen des Volocopters in den kommenden Monaten bestmöglich gerüstet zu sein. Das wird – neben der RTA in Dubai – für weitere Interessenten und Käufer des Volocopters sorgen.


Über Volocopter

Die Volocopter GmbH ist weltweit führend bei der Entwicklung von senkrecht-startenden, voll-elektrischen Multikoptern für den Personentransport und als Schwerlastdrohnen. Die technische Plattform ist äußert flexibel und lässt den pilotierten, ferngesteuerten und voll-autonomen Flugbetrieb zu. Darüber hinaus sorgt das einzigartige Konzept aufgrund seiner hohen Redundanz aller kritischen Komponenten für extreme Sicherheit. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist jedem Menschen den Traum vom Fliegen zu ermöglichen und modernen Städten zu helfen, ihre wachsenden Mobilitätsprobleme zu lösen. Bereits 2011 schrieb das Unternehmen Luftfahrtgeschichte mit dem bemannten Flug des weltweit ersten, rein elektrischen Multicopter. Seitdem setzte das junge Unternehmen weitere Meilensteine: 2016 erhielt Volocopter die vorläufige Verkehrszulassung durch die deutsche Luftfahrtbehörde für einen 2-Sitzer Volocopter und 2017 traf das Luftfahrt-Startup eine Vereinbarung mit RTA Dubai über die weltweite Premiere eines autonom fliegenden Lufttaxis. Im nächsten Jahr soll der erste Volocopter mit Zulassung auf den Markt gebracht werden. Die Gründer Stephan Wolf und Alexander Zosel haben mittlerweile ein schlagkräftiges Team von erfahrenen Managern wie CEO Florian Reuter (vormals Siemens) und CTO Jan-Hendrik Boelens (vormals Airbus Helicopters) um sich versammelt. Damit wurden die Weichen für das weitere Wachstum des Unternehmens gestellt.

Fliegen für jedermann

Website: volocopter.com      |      YouTube: youtube.com/volocopter

Quelle: Volocopter


 

Globales Klimaschutzinstrument CORSIA muss europäischen Emissionshandel ab 2020 ersetzen

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Position des Umweltausschusses im Europäischen Parlament weist in falsche Richtung 

Berlin, 11. Juli 2017: Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich mit der Einbeziehung des Luftverkehrs in den europäischen Emissionshandel befasst. Zu den Beschlüssen sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Wir begrüßen, dass auch der Umweltausschuss des Parlaments den Emissionshandel bis 2020 nicht verschärfen will. Aber der Vorschlag der Umweltpolitiker, den europäischen Emissionshandel auch nach 2020 auf innereuropäische Flüge anwenden zu wollen, wäre eine wettbewerbsverzerrende Zusatzbelastung für die europäischen Fluggesellschaften.“

Die Europäische Kommission hatte empfohlen, Luftverkehr bis zur Einführung des globalen Klimaschutzinstruments CORSIA im Jahr 2020 weiter in den europäischen Emissionshandel einzubeziehen, und zwar weiterhin beschränkt auf innereuropäische Flüge. Diesem Vorschlag folgten der EU-Rat und nun auch der Umweltausschuss. Für die Zeit nach 2020 fordert der Ausschuss, Flüge zwischen den EU-Mitgliedsstaaten weiter in den Emissionshandel einzubeziehen und das System sogar noch zu verschärfen.

„Die von den EU-Umweltpolitikern geforderte Verschärfung des europäischen Emissionshandels würde den hiesigen Fluggesellschaften zusätzliche Kosten auferlegen, die ihre Wettbewerber aus Drittstaaten nicht haben“, so Schulte. „Stattdessen muss die Einbeziehung des Luftverkehrs in den europäischen Emissionshandel ab 2020 vollständig durch das globale Klimaschutzinstrument CORSIA abgelöst werden. Denn Klimaschutz im Luftverkehr kann nur international gelingen.“

Im Oktober 2016 hat sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der ICAO auf die Einführung des globalen marktbasierten Klimaschutzinstruments CORSIA verständigt, um die CO2-Emissionen im internationalen Luftverkehr auf der Höhe von 2020 zu stabilisieren. Um das Ziel des CO2-neutralen Wachstums zu erreichen, zahlen die Fluggesellschaften ab 2021 für ihre wachstumsbedingten CO2-Emissionen einen Zertifikatspreis. Mit den Einnahmen werden in entsprechender Größenordnung CO2-senkende Projekte finanziert.

Das globale Offsetting-Instrument CORSIA ist ein entscheidender Teil der umfassenden Klimaschutzstrategie für die Luftfahrt und ergänzt effizienzsteigernde Innovationen bei der Flugzeug‐ und Triebwerkstechnik sowie bei betrieblichen Prozessen am Boden und in der Luft.


Quelle: BDL


 

Nutzung regenerativer Energie durch Wasserstoffverbrennung

Verbesserte Nutzung regenerativer Energie durch Wasserstoffverbrennung in Gasturbinen

Europäischer Forschungsrat fördert DLR-Verbrennungsforscher mit Consolidator Grant

 Stuttgart, 2. März 2016: Wohin mit überschüssigem Strom aus Windkraft, wenn der Wind zwar weht, aber die Nachfrage auf dem Strommarkt gering ist? Ein Lösungsansatz ist die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse. Elektrische Energie wird dabei in chemische Energie umgewandelt, also der Strom genutzt, um Wasserstoff zu erzeugen. Eine Verwendungsmöglichkeit für diesen regenerativ erzeugten Wasserstoff ist die Einspeisung ins Erdgasnetz. In konventionellen Gasturbinenkraftwerken könnte dann das Wasserstoff-Erdgas-Gemisch verbrannt und so wieder Strom erzeugt werden.

Wasserstoffeinspeisung ins Erdgasnetz erfordert neue Brennkammerkonzepte

Im Projekt HYBURN (enabling hydrogen-enriched burner technology for gas turbines through advanced measurement and simulation) untersuchen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, welche Auswirkungen die Beimischung von Wasserstoff auf die Verbrennung und damit das Brennkammerdesign von Gasturbinen hat. Sie entwickeln dazu neue laserbasierte Messmethoden, um die Verbrennungsprozesse in Gasturbinen besser und effizienter untersuchen zu können. Das Projekt ist am DLR-Institut für Verbrennungstechnik angesiedelt und wird vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) mit einem Consolidator Grant gefördert. Die Gesamtfördersumme beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Wasserstoff ist äußerst reaktiv. Deshalb unterscheiden sich die Verbrennungseigenschaften des Wasserstoff-Erdgas-Gemisches von denen reinen Erdgases. „Zum Beispiel ändern sich Form und Verhalten der Flamme innerhalb der Brennkammer. Das kann unerwünschte Auswirkungen haben, die die Brennkammer beschädigen können“, erläutert DLR-Verbrennungsforscher Dr. Isaac Boxx, der das Projekt HYBURN leitet. „Bisher verstehen wir diese Prozesse noch nicht gut genug, um Wasserstoff-Erdgas-Gemische zuverlässig in existierenden Gaskraftwerken einzusetzen“. Im Zuge des Projekts wird das Team um Isaac Boxx deshalb die Prozesse in realitätsnahen Versuchsständen analysieren. Dazu kommt vor allem schnelle und zeitlich hochauflösende Lasermesstechnik zum Einsatz, die ebenfalls im Zuge des Projekts entwickelt wird.

Mit Hightech-Lasermesstechnik zu optimalen Brennerkonzepten

„Die Prozesse in Gasturbinenbrennkammern spielen sich in Millisekunden ab. Um sie sichtbar zu machen und zu verstehen, entwickeln wir Lasermesstechniken, die mit 10.000 Bildern pro Sekunde die Flammenstruktur und das Strömungsfeld erfassen“, beschreibt DLR-Wissenschaftler Boxx die zentrale messtechnische Herausforderung. Mit den so erhaltenen Messdaten werden die Forscher im nächsten Schritt Simulationswerkzeuge erarbeiten, mit deren Hilfe sie die Verbrennungsprozesse am Computer nachbilden und noch genauer auswerten können.

ERC Consolidator Grant

Mit den ERC Consolidator Grants fördert der Europäische Forschungsrat herausragende exzellente Wissenschaftler, die eine unabhängige Forschungsgruppe aufbauen.

Europäischer Forschungsrat fördert DLR-Verbrennungsforscher mit Consolidator Grant

Neue laserbasierte Messmethoden des DLR Instituts für Verbrennungstechnik ermöglichen eine effizientere Untersuchung der Verbrennungsprozesse in Gasturbinen

Quelle: DLR