DLR und TU Braunschweig vereinbaren Zusammenarbeit bei der Batterieforschung

 

Dienstag, 24. April 2018

  • DLR und TU BS unterzeichnen Absichtserklärung für die Zusammenarbeit im Bereich der Batterieforschung.
  • Neuer Zweig am DLR-Standort Braunschweig soll die bisherige DLR-Batterieforschung an den Standorten Oldenburg, Ulm, Stuttgart und Köln ergänzen.
  • Schwerpunkt(e): Energie, Batterieforschung

DLR und TU Braunschweig vereinbaren Zusammenarbeit bei der Batterieforschung

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Technische Universität Braunschweig (TU BS) haben am 24. April 2018 auf der Hannover Messe eine Absichtserklärung für gemeinsame Arbeiten im Bereich der Batterieforschung unterzeichnet. Das DLR und die TU BS wollen zukünftig bei der Entwicklung neuer Batteriesysteme eng zusammenarbeiten, um die Kette von Forschung über Entwicklung bis hin zur Fertigung vollständig abzubilden.

Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR-Vorstandsmitglied für Energie und Verkehr sagte: „Leistungsstarke Batterien sind essentiell für eine nachhaltige Energieversorgung und insbesondere auch für den Ausbau der Elektromobilität. Das DLR hat in der Grundlagenforschung und in der anwendungsbezogenen Forschung ein breites Kompetenzspektrum an seinen Standorten Ulm, Stuttgart, Köln und Oldenburg aufgebaut. Ich freue mich, dass wir die Batterieforschung mit unserem langjährigen Partner, der TU Braunschweig, weiter ausbauen.“

Am Forschungsflughafen Braunschweig arbeiten das Niedersächsische Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig und das DLR traditionell eng zusammen. „Die neue Kooperation verstärkt die Batterieforschung am Standort Braunschweig. Sie ergänzt das Gesamtkonzept, das unsere Spitzenforscher hier mit der Battery Lab Factory der TU Braunschweig entwickelt haben und das sich mit dem geplanten ‚Fraunhofer Center für Smarte Energiespeicher und Systeme‘ in den kommenden Jahren noch weiterentwickeln wird“, erklärte Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig. „Wir wollen gemeinsam erforschen, welche Energiespeicher gerade für die Mobilität der Zukunft notwendig sind. Die nachhaltige und energieeffiziente Fortbewegung ist ein Schwerpunktthema der TU Braunschweig. Daher ist das DLR ein ausgezeichneter Partner für uns.“

Diagnoseverfahren und Einsatz neuartiger Materialien

Neben den DLR-Standorten Oldenburg, Ulm, Stuttgart und Köln, die bereits seit vielen Jahren im Bereich der Batterieforschung arbeiten, entsteht im Rahmen der Absichtserklärung ein neuer Zweig am DLR-Standort Braunschweig, der die bisherigen Aktivitäten in idealer Weise ergänzt. Die Forschungsarbeiten in den Materialwissenschaften, der Modellierung von Zellen und neuen Batteriekonzepten führen zu neuen Schwerpunkten bei technischen Materialsyntheseverfahren und deren Skalierung. So wird eine Verbindung zur Battery Lab Factory mit einer prototypischen Produktion neuartiger Batterietypen und zur Pilotfertigung neuer Materialien geschaffen. Ein weiterer gemeinsamer Forschungsschwerpunkt in Braunschweig soll die Entwicklung, Simulation und Diagnose von Batterien unter Einsatz neuartiger Materialien und Zellaufbauten für den stationären und mobilen Einsatz einschließlich der Strukturintegration werden. 

DLR und TU BS unterzeichnen Absichtserklärung für die Zusammenarbeit im Bereich der Batterieforschung. (v.l.n.r.) Prof. Dr.-Ing. Ulrike Klewer, Institutsleiterin der TU Braunschweig, Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig, Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR-Vorstandsmitglied für Energie und Verkehr sowie Bernhard Milow, Programmdirektor Energie.


 

Erste A350-1000 an Qatar Airways ausgeliefert

Größter Airbus-Großraumjet in der Twin-Aisle-Kategorie

Toulouse, 20. Februar 2018: Airbus hat den ersten A350-1000-Großraumjet an den Erstkunden Qatar Airways im Rahmen eines Festaktes in Toulouse übergeben. Das Flugzeug ist das erste von insgesamt 37 A350-1000, die Qatar bei Airbus in Auftrag gegeben hat. Mit insgesamt 76 bestellten Flugzeugen ist Qatar Airways der weltweit größte Kunde der A350 XWB-Familie und zugleich der größte A350-1000-Kunde. Die A350-1000 fügt sich nahtlos in die wachsende Flotte von Qatar Airways ein, die derzeit 20 A350-900 umfasst. Beide Flugzeuge ergänzen sich hervorragend. Sie zeichnen sich durch hohe Kommunalität und Betriebseffizienz aus. Für das Wohlbefinden an Bord sorgen mehr Bewegungsfreiheit, eine optimierte Kabinendruckhöhe, mehr Frischluft, Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, integrierte Anschlüsse und In-Flight-Entertainment der neuesten Generation.

Die A350-1000 bietet entscheidende Vorteile bei der Treibstoff- und Kosteneffizienz. Hierzu Chris Cholerton, Rolls-Royce President – Civil Aerospace: „Mit dem Trent XWB-97 verfügt das neue Flugzeug über das leistungsstärkste Triebwerk, das je für ein Airbus-Flugzeug entwickelt wurde.“

Die A350-1000 ist der neueste und größte Airbus-Großraumjet in der Twin-Aisle-Kategorie. Der Rumpf der A350-1000 wurde gegenüber dem kleineren Schwestermodell A350-900 um sieben Meter gestreckt. So bietet die A350-1000 insgesamt 40 Prozent mehr Raum für hochwertige Kabinenprodukte. In der Konfiguration für Qatar Airways verfügt die A350-1000 über 44 zusätzliche Sitze. Mit einer Reichweite von 14.800 km/8.000 nm bei der Indienststellung ist sie ein echtes Langstreckenflugzeug.

Modernste Technologien senken die Betriebskosten im Vergleich zu früherem Fluggerät um 25 Prozent.

Die A350-1000 (vorne) fügt sich nahtlos in die wachsende Airbus-Flotte von Qatar Airways ein, die derzeit 20 A350-900 umfasst

Quelle: Airbus

UBA: Umweltwirtschaft bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor

Deutschland muss Planungssicherheit für Investoren schaffen

Dessau, 4. Dezember 29017: Umweltschutz ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Deutsche Umweltschutzgüter sind in allen Weltregionen und über alle Umweltschutzbereiche hinweg gefragt. Das zeigt ein aktueller Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) zur Umweltwirtschaft 2015. Deutsche Unternehmen produzierten im Jahr 2015 Güter im Wert von über 83 Milliarden Euro, die für Umweltschutzzwecke eingesetzt werden können. Gleichzeitig steigt der internationale Wettbewerb. China konnte vor allem aufgrund der Produktion von Solaranlagen seinen Anteil am internationalen Handel mit potenziellen Umweltschutzgütern seit 2002 mehr als verdreifachen und ist nun Exportweltmeister. Deutschland liegt mit einem Welthandelsanteil von 13,5 Prozent an zweiter Stelle (China 16,2 Prozent). Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Der weltweite Markt für Umweltschutzgüter wächst stetig, seit einigen Jahren insbesondere in aufstrebenden Schwellenländern in Asien, Südamerika und aktuell auch Afrika. Deutschland muss aufpassen, seine derzeit gute Stellung hier nicht zu verlieren. Die Umweltpolitik ist gefordert und muss mit den notwendigen langfristigen Zielen und den richtigen ökonomischen Rahmenbedingungen Planungssicherheit für Investoren schaffen.“

Maria Krautzberger weiter: „Deutschland steht noch gut da, nicht zuletzt, weil die Unternehmen schon früh mit hohen umweltpolitischen Standards konfrontiert waren. Es besteht die Gefahr, dass wir diese gute Position verlieren, wenn wir nur noch die europäischen Mindeststandards umsetzen. Um Innovationen zu fördern, brauchen wir auch ein anspruchsvolles Umweltrecht. Hier müssen wir eine entsprechende Entwicklung in der EU und in Deutschland vorantreiben.“

Lag das Produktionsvolumen im Umweltschutz 2013 noch bei 81,6 Milliarden Euro, ist es 2015 auf über 83 Milliarden Euro leicht gewachsen. Es entspricht jetzt sechs Prozent der gesamten Industriegüterproduktion. Güter, die dem Klimaschutz dienen können, stellen mit 40 Prozent des Produktionsvolumens erneut den mit Abstand größten Umweltbereich. Hierzu gehören beispielsweise Windenergie- und Solaranlagen. Maria Krautzberger: „Die Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn hat noch einmal ganz deutlich gemacht, dass wir den Klimawandel konsequent bekämpfen müssen. Die weltweiten Anstrengungen hierzu werden auch dazu führen, dass der Weltmarkt für Klimaschutzgüter und Klimaschutztechnologien wächst. Hieraus ergeben sich wirtschaftliche Chancen, die wir nutzen sollten.“

Für die Beurteilung der internationalen Wettbewerbsposition sind nicht nur die Exporte, sondern auch die Importe von Bedeutung. Denn deutsche Unternehmen konkurrieren mit ihren Produkten auch im eigenen Land mit ausländischen Anbietern. Die Entwicklung der letzten Jahre bei Solarzellen hat dies ganz klar verdeutlicht. Bei Windkraftgütern konnten deutsche Unternehmen hingegen in den letzten Jahren Anteilsgewinne auf Auslandsmärkten verzeichnen. Besonders wettbewerbsstark ist die deutsche Industrie traditionell in den Bereichen Mess-, Steuer- und Regeltechnik für den Umweltschutz sowie Abfall- und Abwassertechnologien.

Die Informationen zur Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Umweltwirtschaft werden alle zwei Jahre vom Umweltbundesamt aktualisiert und veröffentlicht.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger fordert, mit langfristigen Zielen und den richtigen ökonomischen Rahmenbedingungen mehr Planungssicherheit für Investoren im Umweltbereich zu schaffen

Quelle: UBA

ADV

ADV: Flughäfen sind Wirtschaftsmotor


Verlässliche Rahmenbedingungen angemahnt, um international wettbewerbsfähig zu bleiben

Berlin, 21. September 2017:  Kurz vor der Bundestagswahl 2017 hat der Hauptgeschäftsführer des deutschen Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, eindringlich an die deutsche Politik appelliert, sich in der 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages der Verbesserung der Rahmenbedingungen der deutschen Flughäfen anzunehmen. Ihre aktuellen Handlungsempfehlungen hat die ADV in einer Broschüre zusammengefasst und detailliert begründet.

Beisel: „Die Flughäfen sind ein stabiler und unverzichtbarer Wachstumsgeber und Wirtschaftsmotor für Regionen und die deutsche Volkswirtschaft. 2016 arbeiteten 180.000 Menschen an den 22 internationalen ADV-Flughafenstandorten in Deutschland. Die deutschen ADV-Flughäfen haben in den letzten 20 Jahren die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mehr als verdoppelt.“

Die jährliche Wertschöpfung, so Beisel, liege bei 5,7 Mrd. Euro. Allein 1 bis 2 Mrd. Euro investierten die ADV-Flughäfen jährlich in den Ausbau ihrer Infrastruktur. Von den deutschen Flughäfen ließen sich mehr als 600 Flugziele durch Direktflüge erreichen. 2016 begrüßten die 22 internationalen ADV-Verkehrsflughäfen in Deutschland rund 223 Mio. Passagiere.

Beisel weiter:  „Die Flughäfen werden auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland, die Regionen und ihre Bewohner leisten. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland weiter zu stärken und zukunftssichere Arbeitsplätze bereitzustellen, ist unser Ziel.

Daher sind die deutschen Flughäfen mehr denn je auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen der Branche und der Politik kann verhindert werden, dass die deutschen Flughäfen international den Anschluss verlieren.“

Vor diesem Hintergrund erhebt der Flughafenverband ADV nachstehende Forderungen (hier in Kurzform zusammengefasst):

 

  1. Reduzierung der steuerlichen Belastung des Luftverkehrs zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit – Abschaffung der Luftverkehrsteuer
  2. Senkung der Luftsicherheitskosten für Unternehmen und Verbraucher – mehr Verantwortung des Staates
  3. Verantwortlichkeiten bei den Luftsicherheitskontrollen neu regeln – Flughafenstandorte zukunftssicher machen
  4. Bereits hohe Investitionen zum Schutz vor Fluglärm anerkennen – bestehendes Fluglärmschutzgesetz ist ausreichend
  5. Dauerhaft wettbewerbsfähige Betriebszeiten der Flughäfen – mehr Rechts- und Planungssicherheit
  6. Bedarfsgerechter Ausbau der Flughafeninfrastruktur – klares Bekenntnis der Bundesregierung
  7. Bürokratieabbau und Bürgerbeteiligung – Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen
  8. Verbesserung der Anbindung an internationale Märkte – Verkehrsrechteverhandlungen mit dem Ziel der weiteren Marktöffnung
  9. Nutzerfinanzierung der Luftverkehrsinfrastruktur erhalten – bewährtes und individuelles System beibehalten
  10. Standort attraktiver machen – Änderung des Systems und Prozesses zur Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer
  11. Mehr erreichen für Deutschland – Industriepolitische Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Luftfahrt und Gewerkschaften stärken

 

ADV

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV

Quelle: ADV

Brüssel: Grünes Licht für Ausbau des Flughafens Memmingen

nachhaltige Luftfahrt

EU-Wettbewerbskommission genehmigt die Förderung des Projekts durch den Freistaat Bayern

Memmingen, 7. September 2017: Der Ausbau des Flughafens in Memmingen hat seine letzte große Hürde genommen. Die Wettbewerbskommission der EU sagte nun ‚Ja‘ zu der Absicht des Freistaats Bayern, das Bauvorhaben zu fördern. Somit kann im nächsten Jahr als erste Maßnahme die Start- und Landebahn von bisher 30 auf 45 Meter verbreitert werden.

Das lange Warten hat ein Ende. „Nun können wir endlich loslegen und die längst fälligen Baumaßnahmen angehen“, erklärt Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid in einer ersten Stellungnahme zum positiven Bescheid aus Brüssel. Der sieht vor, dass der Freistaat Bayern, wie geplant, zu der insgesamt 17 Millionen Euro teuren Investition 12,2 Millionen Euro beisteuern darf.

Begleitet und unterstützt wurde der Flughafen durch eine Vielzahl an Landes- und Kommunalpolitikern, allen voran von Herrn Ministerpräsident Horst Seehofer, den beiden Staatsministern Dr. Markus Söder sowie Herrn Joachim Herrmann und ihren zuständigen Mitarbeitern. Aber auch CSU Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer, Staatssekretär Franz Josef Pschierer,   Wahlkreisabgeordneter Klaus Holetscheck sowie Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments, haben sich für den Airport und die geplante Förderung stark gemacht. „Unser Dank gilt allen Politikern und Befürwortern für die tatkräftige Unterstützung in den vergangenen Monaten“, betont Ralf Schmid.

Erste Priorität bei den Baumaßnahmen hat nun die Verbreiterung der Landebahn um 15 auf 45 Meter. „Wir beginnen jetzt sofort mit allen Vorarbeiten und Ausschreibungen“, erläutert Ralf Schmid. „Vorher waren uns leider die Hände gebunden.“ Es müssen zahlreiche Auflagen beachtet und die Naturschutz-Behörden eingebunden werden. Gebaut werden soll im kommenden Sommer zumeist nachts ohne den laufenden Flugbetrieb zu behindern, mit einer Fertigstellung wird im Herbst gerechnet. „Das ist ein sportliches Timing“, so der Geschäftsführer, „aber wir werden den Zeitplan einhalten.“ Ebenfalls ausgebaut werden sollen das Instrumentenlandesystem ILS 06, die Befeuerung und die Gepäckhalle.

Mit dem positiven Votum aus Brüssel und der Zurückweisung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im April dieses Jahres, herrsche nun Planungssicherheit. „Jetzt stehen wirklich alle Zeichen auf Wachstum“, erklärt Schmid die positive Stimmung am Flughafen. Dazu habe nicht zuletzt die Stationierung einer Ryanair-Maschine in Memmingen beigetragen, der, so hoffen die Verantwortlichen, nach dem erfolgten Ausbau weitere folgen könnten.

nachhaltige Luftfahrt

Wird von 30m auf 45m verbreitert: Die Runway des Flughafens Memmingen wird den Anforderungen des zivilen Luftverkehrs angepasst

Die offizielle Presseerklärung der Europäischen Kommission können Sie unter folgendem Link einsehen:
http://europa.eu/rapid/midday-express-07-09-2017.htm

Quelle: Flughafen Memmingen


 

BDL: Anhaltender Verlust bei Marktanteilen deutscher Airlines

Anhaltender Verlust bei Marktanteilen deutscher Airlines

Kennzahlen der deutschen Luftverkehrswirtschaft unterstreichen politischen Handlungsbedarf

Berlin, 7. August 2017: Im ersten Halbjahr 2017 zeigen die relevanten Kennzahlen zur Luftverkehrsentwicklung in Deutschland ein stärkeres Wachstum als im gleichen Vorjahreszeitraum: Im Passagierverkehr können die deutschen Fluggesellschaften mit 6,1 Prozent deutliche Zuwächse verzeichnen, und auch die deutschen Flughäfen weisen im ersten Halbjahr ein solides Wachstum von 6,4 Prozent auf. Der Luftfrachtverkehr zieht in den ersten sechs Monaten ebenfalls an.

Zu der Halbjahresbilanz sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Die Passagier- und Frachtzahlen wachsen stärker als in vergangenen Jahren, hier sehen wir eine deutliche Erholung. Allerdings legen die deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen schwächer zu als der Gesamtmarkt. Damit setzt sich auch im ersten Halbjahr 2017 eine Tendenz der letzten Jahre fort: Deutsche Luftverkehrsunternehmen verlieren weiter Marktanteile.“ So haben die deutschen Fluggesellschaften an hiesigen Flughäfen seit 2011 insgesamt 6 Prozent Marktanteile verloren und liegen aktuell nur noch bei 56 Prozent. Größter Wachstumstreiber bleibt das Low-Cost-Segment.

Die Halbjahresbilanz der deutschen Luftverkehrswirtschaft unterstreicht den politischen Handlungsbedarf: „Wenn wir die gute Anbindungsqualität für Wirtschaft und Verbraucher erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrt stärken wollen, müssen wir gegensteuern. Unsere Unternehmen machen ihren Job bei der Zukunftssicherung, aber auch die Politik ist gefordert. Denn für die sinkenden Marktanteile der deutschen Unternehmen sind ganz wesentlich auch politische Rahmenbedingungen verantwortlich, die vom Gesetzgeber hausgemacht sind“, so Schulte weiter.

Zu diesem Ergebnis kommt auch das im Auftrag der Bundesregierung erarbeitete Gutachten zur Markt- und Wettbewerbsentwicklung im Luftverkehr. Die Gutachter identifizieren nationale und europäische Sonderlasten als Hemmnis für die deutschen Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Dazu Schulte: „Für die Stärkung der deutschen Luftfahrt brauchen wir keinen Protektionismus, sondern faire Wettbewerbsbedingungen. Die Gutachter der Bundesregierung und das darauf fußende Luftverkehrskonzept des Bundesverkehrsministers machen die richtigen Vorschläge zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Dazu gehören der Abbau der Luftverkehrsteuer und die Teilübernahme der Luftsicherheitskosten in den Bundeshaushalt.“

Zu der vom Umweltbundesamt (UBA) vorgeschlagenen weiteren Beschränkung der Betriebszeiten an deutschen Flughäfen und Verschärfung der Lärmgrenzwerte sagte Schulte: „Erst Mitte Juli stellte der Hessische Verwaltungsgerichtshof fest, dass es keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Gesundheitsgefahren durch Fluglärm gibt, die über die im Fluglärmschutzgesetz berücksichtigten wissenschaftlichen Erkenntnisse hinausgehen. Damit bestätigt der Verwaltungsgerichtshof, dass es keine Rechtfertigung für verschärfte Grenzwerte im Fluglärmschutzgesetz gibt. Auch eine Auswertung der bisherigen Lärmwirkungsstudien, die die Charité durchgeführt und publiziert hat, kommt zu diesem Ergebnis.“

Die Ergebnisse der Halbjahresbilanz 2017 im Einzelnen:

  • Fluggesellschaften: Weltweit wuchs der Passagierluftverkehr um 7,9 Prozent, in Europa um 8,8 Prozent. Dieses Wachstum kommt auch bei den deutschen Fluggesellschaften an. Sie weisen ein Wachstum von 6,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum auf. Dies ist eine wesentlich bessere Entwicklung als im Jahr zuvor, als die deutschen Fluggesellschaften zum Halbjahr Rückgänge hinnehmen mussten. Allerdings liegen die deutschen Unternehmen weiterhin hinter dem dynamischen Wachstum in anderen Weltregionen zurück.
  • Flughäfen: Auch die deutschen Flughäfen konnten in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich zulegen. Sie begrüßten fast 110 Millionen an- und abreisende Fluggäste und damit 6,4 Prozent mehr Passagiere als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Dabei ist der internationale Verkehr deutlich stärker gewachsen als der inländische Flugverkehr. Auch bei den Flughäfen fällt das Wachstum aber unterdurchschnittlich aus, andere europäische Luftverkehrsstandorte konnten stärkere Wachstumsraten aufweisen.
  • Marktanteile: Das Wachstum an deutschen Flughäfen wird ganz wesentlich von ausländischen Fluggesellschaften getrieben. Damit setzt sich eine problematische Entwicklung der letzten Jahre auch im laufenden Jahr fort: Die deutschen Fluggesellschaften verlieren Marktanteile, während ausländische Fluggesellschaften im deutschen Markt Kapazitäten aufbauen und ihre Marktposition stärken. So ist der Marktanteil der deutschen Fluggesellschaften an hiesigen Flughäfen von 62 Prozent im Jahr 2011 auf nunmehr 56 Prozent gesunken.
  • Low Cost: Größter Wachstumstreiber im Passagierluftverkehr bleiben Low-Cost-Verkehre. Seit 2011 nahmen die Low-Cost-Verkehre an den deutschen Flughäfen um 120 Prozent zu, was den Wettbewerbs- und Kostendruck weiter verschärft. Im gleichen Zeitraum konnten die europäischen Netzwerk-Fluggesellschaften wie British Airways oder Air France ihr Angebot um 8 Prozent ausbauen. Deutsche Netzwerk-Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Air Berlin haben ihr Flugangebot hingegen um 23 Prozent reduziert, u.a. weil sie Flüge auf Low-Cost-Plattformen verlagert haben, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Konnektivität: Die Anbindungsqualität der deutschen Flughäfen ist nach wie vor sehr gut: Im Sommer 2017 können von deutschen Flughäfen 356 internationale Ziele direkt mit dem Flugzeug erreicht werden. Das ist gut für die Verbraucher und vor allem auch für die exportorientierte deutsche Wirtschaft, die auf eine gute Anbindung auf dem Luftweg angewiesen ist. Allerdings holen wichtige Wettbewerbsländer wie etwa die Niederlande und Spanien auf. Sie konnten ihre Konnektivität, also die Anzahl von direkten Zielen und Frequenzen, in den vergangenen Jahren deutlich steigern.
  • Luftfracht: Der weltweite Frachtluftverkehr wuchs im ersten Halbjahr 2017 um 10,4 Prozent. Das ist eine deutlich positivere Bilanz als im Vorjahr, wo der Frachtverkehr mit 0,5 Prozent stagnierte. Die europäischen Fluggesellschaften sind mit 13,6 Prozent sogar stärker gewachsen als der weltweite Schnitt. Maßgeblich dafür war die hohe Nachfrage zwischen Europa und Asien. Doch weder die Lufthansa Cargo noch die großen Frachtflughäfen in Deutschland haben in der Größenordnung des weltweiten Durchschnittswachstums zulegen können.

 

Anhaltender Verlust bei Marktanteilen deutscher Airlines

Seit 2015 legt der BDL regelmäßig zweimal im Jahr Kennzahlen zur Lage der deutschen Luftverkehrswirtschaft vor. Die Zahlen umfassen die Entwicklung der Fluggesellschaften und Flughäfen und ordnen diese anhand von internationalen Vergleichszahlen ein. Zu diesem Zweck zieht der BDL unterschiedliche aktuelle Quellen heran: die konsolidierten Zahlen der BDL-Mitglieds-unternehmen, die Ergebnisse der ADV-Statistik sowie die Zahlen der IATA zur weltweiten Entwicklung.

Quelle: BDL

Geschäftsführungswechsel bei der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Eckhard Breuer übernimmt Unternehmensführung von Thomas Brandt

 

Friedrichshafen, 03.Juli 2017: Wie bereits im April dieses Jahres angekündigt, hat Thomas Brandt, der bisherige Geschäftsführer der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik sowie der Deutschen Zeppelin-Reederei, am 1. Juli den Staffelstab an seinen Nachfolger Eckhard Breuer übergeben.

Zusammen mit seinem Team brachte Thomas Brandt in den 13 Jahren seines Wirkens die beiden Unternehmen zielgerichtet, kontinuierlich und erfolgreich voran. 2011 landete die ZLT den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte: Die Goodyear Tire & Rubber Company bestellte drei neue Zeppelin NT “made in Friedrichshafen”. Zwei dieser Luftschiffe wurden in den USA bereits in Betrieb genommen, das dritte ist momentan in der Endmontage und wird im Frühjahr 2018 zu seinem Erstflug abheben.

Der Zeppelin NT erfreut sich mit seinen einzigartigen Flugeigenschaften nicht nur bei Touristen großer Beliebtheit, sondern hat sich auch im Bereich der Wissenschafts- und Sondermissionen als Forschungsplattform erfolgreich etabliert. Aufgabe des neuen Geschäftsführers Eckhard Breuer wird es sein, an diese Erfolgsgeschichte anzuknüpfen. “Ich gratuliere Thomas Brandt und dem ganzen Team zu dieser erfolgreichen und soliden Aufbauarbeit. Darauf können Sie wirklich stolz sein. Auf die vor uns liegende Zusammenarbeit und den weiteren Ausbau unserer Unternehmen freue ich mich sehr. Ein großes Dankeschön an alle Passagiere, die in den 20 Jahren seit dem Erstflug des Zeppelin NT mit uns geflogen sind – und natürlich auch an alle Kunden aus Industrie und Wissenschaft sowie an alle Werbepartner, die unser Luftschiff als sympathischen und unübersehbaren Markenbotschafter für sich genutzt haben”, so Breuer bei der Übergabe des Staffelstabes. Der 53-jährige Diplom-Ingenieur ist ein langjähriger Vertriebsprofi und profilierter Nordamerika-Kenner. Sein gesamtes bisheriges Berufsleben hat Breuer in der Luftfahrtbranche verbracht und bringt somit eine enorm breite Branchenexpertise in sein neues Aufgabenfeld mit ein. Im Anschluss an sein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Bundeswehr-Universität München war er Zeitsoldat bei der Luftwaffe – unter anderem als Offizier im Einsatzführungsdienst und als AWACS-Besatzungsmitglied. Nach seiner Bundeswehrzeit war Breuer von 1995 bis 1998 Vertriebsingenieur bei der Aerodata AG und übernahm im Anschluss daran die Verantwortung für den Bereich Marketing und Vertrieb bei der CAE Elektronik GmbH. Beim kanadischen Flugzeugbauer Bombardier leitete er ab 2004 den Vertrieb von Geschäftsflugzeugen in Deutschland und Österreich. Seine Kunden waren neben Privatkunden auch die Flugbereitschaft des BMVg sowie Werk- und Charterflugbetriebe. Seit 2015 verantwortete Breuer bei Bombardier den Vertrieb von Special Mission-Flugzeugen an Regierungskunden und hat nun zum 1. Juli 2017 die Geschäftsführung der ZLT und DZR übernommen.

Thomas Brandt gibt Eckhard Breuer und den Mitarbeitern seinen Dank und gute Wünsche mit auf den Weg: “Ich bin dankbar für eine ereignisreiche unternehmerische Zeit mit dem Zeppelin NT und wünsche meinem Nachfolger, dem Mitarbeiter-Team und den Unternehmen eine glückliche und erfolgreiche Zukunft.”

Der Zeppelin NT (Neue Technologie) ist das größte und einzige für den kommerziellen Passagierbetrieb zugelassene Luftschiff der Welt und verfügt über eine starre Innenstruktur. Antriebe, Leitwerke und Kabine sind direkt an die Tragstruktur montiert und verleihen dem Zeppelin NT ein Höchstmaß an Sicherheit, Komfort, Leistung und Manövrierfähigkeit. Darüber hinaus ist der Zeppelin NT ein beispielhaft umweltverträgliches Luftfahrzeug.

Mit einer Länge von 75 m und einem Volumen von 8.425 m³ ist der Zeppelin NT das derzeit größte halbstarre Luftschiff. Die ZLT setzt auf die Kombination von bewährten Erfahrungswerten und modernster Technik. Der Zeppelin NT ist in der Bauart LZ N07-100 für den kommerziellen Flugbetrieb bis 13 Passagiere durch LBA, EASA, FAA und JCAB zugelassen – und in der neuen Version LZ N07-101 bis 15 Passagiere durch LBA, EASA und FAA.

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Thomas Brandt (rechts) übergibt den Staffelstab des Zeppelin-Geschäftsführers an seinen Nachfolger Eckhard Breuer
Foto: ZLT

Quelle: ZLT Zeppelin Luftschifftechnik / Deutsche Zeppelin-Reederei


 

Bombardier – nachhaltige Entwicklungsperspektive für Deutschland

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Einigung für die Neuausrichtung von Bombardier Transportation in Deutschland erzielt – Weichen für die Zukunft gestellt

29. Juni 2017

  • Spezialisierung der Standorte auf Entwicklung oder Produktion 
  • Perspektive für alle deutschen Standorte gegeben
  • Schrittweise Anpassung von Arbeitsplätzen bis 2020

Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter von Bombardier Transportation GmbH haben sich auf die Grundzüge für die Neuausrichtung und Sicherung der deutschen Standorte geeinigt. In der heutigen Aufsichtsratssitzung wurden entsprechende Eckpunkte einvernehmlich akzeptiert, die beschreiben, wie die Standorte innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre für die Entwicklung oder Produktion von Bahntechnologie spezialisiert werden. Dabei stehen Produktinnovation, Digitalisierung und der verstärkte Einsatz moderner Industrie 4.0-Produktion im Mittelpunkt. Die Neuausrichtung der deutschen Standorte ist Teil der globalen Transformation von Bombardier, die im Oktober 2016 angekündigt wurde.

„Es war wichtig, dass sich alle Beteiligten nach intensiven Verhandlungen auf die wesentlichen Eckpunkte für die nachhaltige Ausrichtung unserer Standorte verständigen konnten“, so Wolfgang Tölsner, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Bombardier Transportation in Deutschland. „Es wurde heute einvernehmlich ein überzeugendes inhaltliches Konzept akzeptiert, das die Weichen für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Bombardier in Deutschland stellt. Dieses Zukunftskonzept sieht Mittel in Höhe von bis zu 70 Millionen Euro vor, die wir bis 2019 in die deutschen Standorte investieren. Dabei bleiben alle deutschen Standorte erhalten.“

Nachhaltige Entwicklungsperspektive

Die Eckpunkte halten fest, dass fünf deutsche Standorte zu Kompetenzzentren mit globaler strategischer Bedeutung für den Gesamtkonzern ausgebaut werden. Dazu zählen die Standorte Bautzen, Hennigsdorf, Kassel, Mannheim und Siegen. Dem Standort Görlitz wird eine nachhaltige Entwicklungsperspektive eröffnet. Für den Standort Braunschweig und die Konzernzentrale sind inhaltlich keine Änderungen geplant.

Die Modernisierung und Spezialisierung der Standorte schließt personelle Anpassungen ein. Basierend auf aktuellen Annahmen werden je nach Marktentwicklung und Auftragseingang schrittweise bis 2020 in Deutschland maximal 2.200 Beschäftigte abgebaut, darunter 700 Leiharbeiter. Die Stellenreduktion wird sich über alle Standorte in Deutschland verteilen, jedoch mehrheitlich die Standorte Görlitz und Hennigsdorf betreffen.

Bei allen anstehenden Maßnahmen sollen die Arbeitnehmerinteressen durch die Einigung auf einen Sozialplan angemessen berücksichtigt werden. Alle tariflichen und betrieblichen Möglichkeiten werden in Betracht gezogen, um die Auswirkungen auf die von der Neuausrichtung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Zeitnah sollen ein Interessenausgleich und Sozialplan beschlossen werden. Der Aufsichtsrat erwartet von der Geschäftsführung, dass bis 2019 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

Über Bombardier Transportation

Bombardier Transportation ist ein weltweit führender Hersteller von Bahntechnik und verfügt über das breiteste Portfolio der Branche. Zur Produktpalette zählen das gesamte Spektrum schienengebundener Fahrzeuge, Fahrzeugkomponenten sowie Signal- und Steuerungstechnik. Zudem bietet das Unternehmen komplette Transportsysteme und ist erfolgreich in den Bereichen Bahndienstleistungen und Elektromobilität aktiv. Als innovativer Vorreiter setzt Bombardier Transportation kontinuierlich neue Standards für nachhaltige Mobilität und schafft mit integrierten Verkehrslösungen entscheidende Vorteile für Transportunternehmen, Fahrgäste und Umwelt. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen ist der Konzern in über 60 Ländern vertreten. Bombardier Transportation hat rund 37.150 Beschäftigte. Die Konzernzentrale befindet sich in Berlin.

Über Bombardier

Bombardier ist der weltweit führende Hersteller für Flugzeuge und Züge. Den Blick in die Zukunft gerichtet, fördert und entwickelt Bombardier weltweit effiziente, nachhaltige und bequeme Mobilitätslösungen. Es sind die Fahrzeuge, Dienstleistungen und vor allem die Mitarbeiter, die Bombardier zu einem weltweit führenden Unternehmen im Verkehrssektor machen. Neuigkeiten und Informationen sind unter bombardier.com abrufbar.

Quelle: Bombardier


 

Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas 2017

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Erster Preis beim Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas 2017 für effektives Design eines privaten Staufachs für Passagiere

Toulouse, Frankreich (ots/PRNewswire) – Finalisten konnten ihren Ideen in Airbus-Labors den letzten Schliff geben

Das Team DAELead der Universität Hong Kong wurde von der Expertenjury als Sieger des internationalen Airbus-Studentenwettbewerbs Fly Your Ideas 2017 ausgewählt. Team DAELead musste sich gegen eine harte Konkurrenz durchsetzen, holte sich den mit 30.000 Euro dotierten ersten Preis schließlich aber mit seinem effektiven Design für ein privates Staufach im Fußraum der Passagiere.

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Airbus Fly Your Ideas 2017 Winners: Team DAELead from The University of Hong Kong (PRNewsfoto/Airbus)

Die letzte Runde des Wettbewerbs fand diese Woche in Toulouse statt. Fünf Studententeams – die Endauswahl aus 365 Anmeldungen in Runde 1 – erhielten die Gelegenheit, während einer Woche in der Airbus ProtoSpace-Einrichtung ihre Ideen mit modernster Ausrüstung zu visualisieren, prototypisch umzusetzen, zu testen und dann vor einem Gremium zu präsentieren, das sich aus Experten von Universitäten, Airbus und aus der Luft- und Raumfahrtbranche zusammensetzte.

Die Preisrichter waren beeindruckt von der Vision des Teams DAELead und der Kompetenz, mit der es eine einfache, aber effektive Lösung für ein besseres Reiseerlebnis der Passagiere konzipierte. Das neue Design für die Kabine nutzt den Platz zwischen Kabinenboden und Frachtraumdecke optimal aus, um für die Fluggäste persönliche Staufächer im Fußraum bereitzustellen.

Das zweitplatzierte Team Aquarius vom Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) in Australien erhielt 15.000 Euro für sein radikales Konzept, ein Verkehrsflugzeug für die Bekämpfung von Flächenbränden umzurüsten.

Der mittlerweile zum fünften Mal abgehaltene Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas wird in Zusammenarbeit mit der UNESCO organisiert, um weltweit die nächste Generation von Innovatoren zu inspirieren. Die Projektvorschläge der Studenten sollten sich auf eines von fünf Themen beziehen, die Airbus als zentrale Herausforderungen sieht – von einem verbesserten Reiseerlebnis für die Passagiere über innovative Konzepte für die Fertigung bis hin zu nachhaltigen Lösungen für die Zukunft des Fliegens.

Fast 5.500 Studenten aus der ganzen Welt hatten sich für Fly Your Ideas 2017 angemeldet und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Seit der ersten Auflage des Wettbewerbs im Jahr 2008 haben mehr als 20.000 Studenten aus über 600 Universitäten in mehr als 100 Ländern weltweit daran teilgenommen.

Vielfalt ist ein zentrales Element der Initiative: Die Teams sollen möglichst aus Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen und mit unterschiedlichem Hintergrund bestehen. Die Teams in der Endrunde 2017 repräsentierten so neun verschiedene Nationalitäten und acht Universitäten aus Afrika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.airbus-fyi.com.

Quelle: Airbus


 

FLUGHAFEN MEMMINGEN WIRD AB HERBST BASIS VON RYANAIR

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

21. März 2017

Bereits vor der großen Party zum zehnten Geburtstag im Juni freuen sich die Verantwortlichen des Airport Memmingen über ein vorgezogenes Geschenk: Die irische Fluggesellschaft Ryanair stationiert in Memmingen ein Flugzeug und bedient mit Beginn des Winterflugplans 2017/18 ab ihrer neuen Basis im Allgäu sieben neue Routen. Dies gaben am heutigen Dienstag Vertreter der Fluggesellschaft bei einer Pressekonferenz am Airport bekannt.

Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, war eigens aus Dublin angereist, um die Neuheit in Memmingen zu verkünden. „Wir freuen uns sehr, hier am Flughafen eine neue Basis zu eröffnen und somit pro Jahr 825.000 Kunden befördern zu können.“ In Memmingen baut Ryanair, seit 2009 am Allgäu Airport aktiv, sein Angebot deutlich aus. So geht es ab Oktober, wie bereits berichtet, erstmals in die polnische Hauptstadt Warschau, nach Sevilla im Süden Spaniens, ins marokkanische Fes und nach Thessaloniki in Griechenland. Neu im Gepäck hatte Jacobs drei weitere Verbindungen. So stehen ab Oktober die schwedische Hauptstadt Stockholm, Lviv in der Ukraine und Oradea im Westen Rumäniens auf dem Memminger Flugplan. Obendrein wird die beliebte Verbindung nach Palma de Mallorca nun auch im Winter angeboten. Insgesamt bietet Ryanair dann 17 Ziele ab und nach Memmingen an. „Damit unterstreichen wir auch unser Bekenntnis zu Deutschland“, betonte Marketing-Chef Kenny Jacobs. Er zeigte sich zudem sehr erfreut, dass seine Airline für den anstehenden Sommer bereits jetzt Rekord-Buchungen ab und nach Memmingen verzeichnen könne.

Für Airport Geschäftsführer Ralf Schmid ist die neue Basis eine Bestätigung der Arbeit, „die unser ganzes Team in den letzten zehn Jahren geleistet hat und eine Belohnung des Mutes unserer Gründungsgesellschafter.“ Aber sie sei auch ein wichtiger Vertrauensvorschuss von Ryanair gegenüber den Verantwortlichen am Flughafen und in der Politik. Schmid: „Unser Partner erwartet einen zeitnahen Ausbau unseres Flughafens und vertraut auf die politischen Akteure, ihren Zusagen Taten folgen zu lassen und die geplanten Maßnahmen zu unterstützen.“ Das verstärkte Engagement von Ryanair in Memmingen sichere dem Flughafen in den nächsten beiden Jahren Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Die Airline werde weiterhin rund die Hälfte des Memminger Flugverkehrs bestreiten.

Wichtige Impulse sieht Schmid auch für den heimischen Tourismus. Bestehende Strecken wie London, Dublin und Moskau sowie die neuen Verbindungen mit Warschau, Stockholm und Lviv eröffneten einem neuen Kundenkreis die attraktiven Ziele in der Region, in Bayern sowie im angrenzenden Alpenraum. Gerade der aktuelle Streckenmix in Memmingen, der sowohl Reisen zu Sonnenzielen, als auch zu heimischen attraktiven Destinationen wie München, Neuschwanstein, Bodensee und weltbekannten Skiorten anbietet, mache den Airport saisonunabhängig. „Das ist auch einer der Gründe“, so Schmid, „warum wir stetig wachsen.“

Zur Feier der neuen Basis in Memmingen bietet Ryanair bis zum Donnerstag, 23. März um Mitternacht, alle europäischen Strecken ab Memmingen bereits zu Preisen ab 19,99 Euro an.

Über Ryanair:
Ryanair, Europas beliebteste Low Cost Airline, bedient derzeit täglich über 1.800 Strecken in 33 Ländern und fliegt dabei über 200 verschiedene Flughäfen an. Der Preiswertanbieter verfügt aktuell über 85 europäische Basen und unterhält eine Flotte von über 360 Boeing 737-800, weitere 300 Boeing 737-Maschinen sind bestellt. Dies wird Ryanair ermöglichen, die Preise weiter zu senken und statt 119 Millionen Passagieren in diesem Jahr, mehr als 200 Millionen Passagiere pro Jahr bis 2024 zu transportieren. Ryanair beschäftigt derzeit über 12.000 kompetente Mitarbeiter, die Ryanair zur pünktlichsten Airline Europas machen und kann einen makellosen Sicherheitsrekord von 31 Jahren vorweisen.

Quelle: Flughafen Memmingen


 

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