Erste A350-1000 an Qatar Airways ausgeliefert

Größter Airbus-Großraumjet in der Twin-Aisle-Kategorie

Toulouse, 20. Februar 2018: Airbus hat den ersten A350-1000-Großraumjet an den Erstkunden Qatar Airways im Rahmen eines Festaktes in Toulouse übergeben. Das Flugzeug ist das erste von insgesamt 37 A350-1000, die Qatar bei Airbus in Auftrag gegeben hat. Mit insgesamt 76 bestellten Flugzeugen ist Qatar Airways der weltweit größte Kunde der A350 XWB-Familie und zugleich der größte A350-1000-Kunde. Die A350-1000 fügt sich nahtlos in die wachsende Flotte von Qatar Airways ein, die derzeit 20 A350-900 umfasst. Beide Flugzeuge ergänzen sich hervorragend. Sie zeichnen sich durch hohe Kommunalität und Betriebseffizienz aus. Für das Wohlbefinden an Bord sorgen mehr Bewegungsfreiheit, eine optimierte Kabinendruckhöhe, mehr Frischluft, Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, integrierte Anschlüsse und In-Flight-Entertainment der neuesten Generation.

Die A350-1000 bietet entscheidende Vorteile bei der Treibstoff- und Kosteneffizienz. Hierzu Chris Cholerton, Rolls-Royce President – Civil Aerospace: “Mit dem Trent XWB-97 verfügt das neue Flugzeug über das leistungsstärkste Triebwerk, das je für ein Airbus-Flugzeug entwickelt wurde.“

Die A350-1000 ist der neueste und größte Airbus-Großraumjet in der Twin-Aisle-Kategorie. Der Rumpf der A350-1000 wurde gegenüber dem kleineren Schwestermodell A350-900 um sieben Meter gestreckt. So bietet die A350-1000 insgesamt 40 Prozent mehr Raum für hochwertige Kabinenprodukte. In der Konfiguration für Qatar Airways verfügt die A350-1000 über 44 zusätzliche Sitze. Mit einer Reichweite von 14.800 km/8.000 nm bei der Indienststellung ist sie ein echtes Langstreckenflugzeug.

Modernste Technologien senken die Betriebskosten im Vergleich zu früherem Fluggerät um 25 Prozent.

Die A350-1000 (vorne) fügt sich nahtlos in die wachsende Airbus-Flotte von Qatar Airways ein, die derzeit 20 A350-900 umfasst

Quelle: Airbus

Shell: Weltgrösste Wasserstoff-Elektrolyse entsteht in der Rheinland Raffinerie bis 2020

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Fortschrittliche Wasserstoff-Gewinnung als Beitrag zur Energiewende

Wesseling/Köln, 18. Januar 2018: Shell und ITM Power werden in der Raffinerie Rheinland, Werk Wesseling, die weltweit größte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage errichten. Mit einer Kapazität von zehn Megawatt wird der Wasserstoff vor allemfür die Verarbeitung von Produkten der Raffinerie genutzt. Die Technologie wird zugleich für einen möglichen Einsatz in anderen Sektoren getestet.
Das europäische Konsortium von Shell, ITM Power, SINTEF, thinkstep und Element Energy hat eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Gesamtinvestition des Projekts, einschließlich der Integration in die Raffinerie, beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro. Davon stellt die Europäische “Fuel Cell Hydrogen Joint Undertaking” zehn Millionen Euro zur Verfügung.
Nach dem offiziellen Startschuss beginnen die Experten nun mit dem detaillierten technischen Planungs- und Genehmigungsverfahren. Die Anlage mit dem Namen „Refhyne“ soll 2020 in Betrieb gehen. Es wird die erste großindustrielle Anwendung der so genannten Polymer-Elektrolyt-Membran-Technologie sein.
„Die neue Anlage ermöglicht es, Wasserstoff aus Strom statt aus Erdgas zu gewinnen. Darüber hinaus kann die geplante Anlage zur Stabilität des Stromnetzes beitragen und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen erleichtern”, erklärt Lori Ryerkerk, Executive Vice President Shell Manufacturing. „Wenn er als ‘grüner Wasserstoff’ mit erneuerbarer Elektrizität gewonnen wird, wird er dazu beitragen, die CO2-Intensität des Standorts zu reduzieren. Das ist für uns ein wichtiges Ziel“.
Die Rheinland Raffinerie benötigt jährlich rund 180.000 Tonnen Wasserstoff, der derzeit vor allem durch Dampfreformierung aus Erdgas gewonnen wird. Die neue Anlage kann jährlich zusätzliche 1.300 Tonnen Wasserstoff produzieren, die vollständig in die Raffinerie-Prozesse integriert werden, beispielsweise für die Entschwefelung konventioneller Kraftstoffe.
Dr. Thomas Zengerly, Direktor der Shell Rheinland Raffinerie, betont: „Wir freuen uns, mit der Europäischen Union zusammenzuarbeiten und durch die Erprobung dieser Technologie am Standort Wesseling das künftige Energiesystem Europas mit zu entwickeln. Bei Erfolg besteht die Möglichkeit, dass diese Technologie in unserer Raffinerie erweitert und in anderen Produktionsstätten eingesetzt wird. Wir könnten dann auch Wasserstoff an Kunden außerhalb der Raffinerie liefern.“
Wasserstoff kann bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Heute wird Wasserstoff bereits bei Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie in industriellen Anwendungen eingesetzt. Beim Transport kann Wasserstoff helfen, die Luftqualität vor Ort zu verbessern, da Brennstoffzellen-Fahrzeuge nur Wasserdampf ausstoßen. Wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird, trägt er dazu bei, die CO2-Emissionen des Straßenverkehrs zu verringern. Shell beteiligt sich an mehreren Initiativen zum Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes in einer Reihe von Märkten, so auch in Deutschland.
Das Projekt wird mit Mitteln der Fuell Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 779579 unterstützt. Dieses Unternehmen erhält Unterstützung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union “Horizont 2020” und der Wasserstoff-Industrie und der Wasserstoff-Europa-Forschung.

Quelle: Shell


 

NASA und DLR: Gemeinsame Flugversuche zur Klimawirkung des Luftverkehrs

nachhaltige Luftfahrt

Deutliche Verringerung der Rußemissionen bei alternativen Kraftstoffen erwartet

Köln, 12. Januar 2018: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA werden im Januar 2018 erstmals gemeinsame Forschungsflüge in Deutschland durchführen. Im Fokus stehen die Emissionen von alternativen Kraftstoffen und die Charakterisierung der Eiskristalle in Kondensstreifen, wobei exemplarisch Biokraftstoff zum Einsatz kommt. Erste gemeinsame DLR/NASA-Flüge im Jahr 2014 in Palmdale/Kalifornien zeigten, dass eine Beimischung von 50 Prozent alternativem Kraftstoff im Reiseflug die Rußpartikel-Emissionen eines Flugzeugtriebwerks um 50 bis 70 Prozent gegenüber der Verbrennung von reinem Kerosin reduziert. Mit den nun geplanten Forschungsflügen sollen  die Partikel-Emissionen und ihr Einfluss auf die Wolkenbildung aus Kondensstreifen und damit ihre Klimawirkung bestimmt werden. Ab dem 14. Januar 2018 wird dafür das NASA-Forschungsflugzeug DC-8 für drei Wochen nach Deutschland kommen und gemeinsam mit dem DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA fliegen. “Wir freuen uns über das Vertrauen der NASA, solch eine umfangreiche Mission mit uns gemeinsam in Deutschland durchzuführen”, sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. Die Forschungsflüge werden von der Ramstein Air Base aus starten.

“Die NASA könnte diese Forschungsflugmission nicht alleine stemmen”, sagt Bruce Anderson, wissenschaftlicher Leiter der Mission bei der NASA. „Wir bringen hier beide Forschungseinrichtungen mit ihren Ressourcen und Forschungsinfrastrukturen in einer Weise zur Untersuchung von alternativen Kraftstoffen zusammen, wie es niemals zuvor möglich war.“ Die gemeinsame Forschungsflugkampagne trägt den Namen ND-MAX/ECLIF 2 (NASA/DLR-Multidisciplinary Airborne eXperiments/Emission and CLimate Impact of alternative Fuel).

Im Rahmen der internationalen Forschungsmission wird das DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) mit verschiedenen Kraftstoffmischungen fliegen, während das vollinstrumentierte “Fliegende Labor” der NASA (DC-8) in sicherem Abstand folgt, um im Abgasstrahl Rußpartikel, Gasemissionen und Eiskristalle im Kondensstreifen  zu messen. Dabei sind zahlreiche Messgeräte des DLR an Bord des NASA-Flugzeugs installiert. “Wir haben Instrumente zur simultanen Vermessung der Größenverteilung der Ruß-und Eispartikel sowie der gasförmigen Emissionen im Nachlauf des ATRA  an Bord der DC-8 installiert”, berichtet Dr. Hans Schlager vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. “Der Fokus unserer Messungen liegt darauf, die Emissionen beim Einsatz verschiedener Kraftstoffmischungen zu charakterisieren. Besonders interessiert uns wie sich die Rußemissionen der unterschiedlichen Treibstoffe auf die Strahlungseigenschaften und Lebensdauer der Kondensstreifen auswirken.”

Vorbereitungen in Kalifornien

Mehrere DLR-Wissenschaftler und Ingenieure haben zuvor am Heimatstandort der DC-8 beim Armstrong Flight Research Center der NASA in Kalifornien am Einbau der Messgeräte gearbeitet. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen auf dem Gelände der NATO Air Base in Ramstein, Rheinland-Pfalz, von wo aus die Forschungsflüge in der zweiten Januarhälfte jeweils ihren Ausgangspunkt nehmen. “Wir sind gerade dabei den speziell für die Flugversuche produzierten Kraftstoff anzuliefern”, sagt André Krajewski von den DLR-Flugexperimenten. “Für insgesamt acht geplante gemeinsame Forschungsflüge haben wir Kraftstoff-Mischungen mit einem Anteil von 30 Prozent bis 50 Prozent beigemischtem HEFA.” Der exemplarisch gewählte Biotreibstoff HEFA (Hydroprocessed Esters and Fatty Acids) wird zu großen Teilen aus dem Öl von Leindotter-Pflanzen gewonnen, er steht hier exemplarisch für alternative Kraftstoffe, die auch synthetisch sein könnten.

Neben den Emissionen interessiert das internationale Forscherteam ebenfalls, wie sich die verschiedenen Kraftstoffmischungen auf die Leistungsfähigkeit der Triebwerke auswirken. “Biotreibstoffe wie HEFA unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung zu herkömmlichem Kerosin dadurch, dass sie reine Paraffine sind und keine zyklischen Kohlenwasserstoffe beinhalten. In Mischung mit herkömmlichem Jet A-1 Kerosin erhält man einen zugelassenen Kraftstoff”, erklärt Dr. Patrick Le Clercq vom DLR-Institut für Verbrennungstechnik. “Diese veränderte Zusammensetzung hat Auswirkungen auf die Bildung von Ruß bei der Verbrennung.”

Bisherige gemeinsame Forschungsflüge

In den vergangenen Jahren fanden bereits mehrere Forschungskampagnen in den USA und in Deutschland zu alternativen Kraftstoffen statt, bei denen verschiedene Forschungsflugzeuge bei unterschiedlichen meteorologischen Bedingungen eingesetzt wurden. Frühere Forschungskampagnen unter der Leitung der NASA fanden 2013 und 2014 in Kalifornien unter dem Namen ACCESS I und II statt (Alternative Fuel Effects on Contrails and Cruise Emissions). Während dieser Kampagnen flog die DC-8 der NASA mit alternativen Kraftstoffen, während kleinere Forschungsjets wie die Falcon HU-25 der NASA und die Falcon 20 des DLR im Abgasstrahl Messungen durchführten. 2015 folgte die ECLIF-Kampagne unter Leitung des DLR in Deutschland, bei der ebenfalls Forscher der NASA beteiligt waren. Bei dieser Kampagne flog der A320 ATRA des DLR mit alternativen Treibstoffen und die instrumentierte DLR-Falcon 20 führte im Nachlauf  Messungen der Emissionen und Kondensstreifen durch. Zudem fanden umfangreiche Emissionsmessungen bei Standläufen am Boden statt.

Bisherige Ergebnisse der Forschungsflüge zeigten eine deutliche Verringerung der Rußemissionen bei alternativen Kraftstoffen und legen nah, dass damit die Anzahl an Eiskristallen in Kondensstreifen reduziert wird. “Die geringere Rußemission bei diesen Kraftstoffen ist eine gute Nachricht für die Umwelt, und sie wäre noch besser, wenn die Flugtests bestätigen, dass sich damit auch die Anzahl der Eiskristalle in Kondensstreifen reduzieren lässt”, sagt NASA-Forscher Anderson. DLR-Forscher Dr. Hans Schlager ergänzt: “Diese Frage ist von großer Bedeutung, weil Kondensstreifen und die sich daraus bildenden Zirruswolken vermutlich eine größere wärmende Wirkung auf die Erdatmosphäre haben, als alle über mehr als 100 Jahre in der Atmosphäre gesammelten Kohlendioxid-Emissionen des Luftverkehrs zusammen.” Kondensstreifen bestehen aus  vielen kleinen Eispartikeln, die sich durch Kondensation von Wasserdampf an den Rußpartikeln der Flugzeugabgase bilden. Die  Kondensstreifen können  in Höhen von etwa 8 bis 12 Kilometern bei feucht-kalten Bedingungen mehrere Stunden bestehen und hohe Wolken sogenannte Kondensstreifen-Zirren bilden. Diese Wolken können je nach Sonnenstand und Untergrund  lokal eine wärmende oder kühlende Wirkung entfalten. Die Kenntnis darüber ist für die Beurteilung der Klimawirkung der Luftfahrt essentiell. Bisherige Forschungsarbeiten legen nahe, dass global die wärmende Wirkung überwiegt.

nachhaltige Luftfahrt

Günstige meteorologische Bedingungen in Deutschland

Für die anstehenden DLR/NASA-Flüge, mit den geplanten Messungen der Eiskristalle in Kondensstreifen, sind die meteorologischen Bedingungen im Winter  in Deutschland für die Bildung von Kondensstreifen günstig. Durch den Einsatz des DLR A320 ATRA als „Emissionsquelle“ und der NASA DC-8 als Messplattform, können die Forscher ihre Flugtests in Höhen und mit üblichen Reisefluggeschwindigkeiten von Passagierjets durchführen, wo sich Kondensstreifen typischerweise bilden. Dabei konnten  die Forscher in der DC-8 die bisher  umfangreichste  Messinstrumentierung für solche Untersuchungen installieren wobei die Hälfte der Messgeräte vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre stammt.

Die gemeinsamen Flugtests von NASA und DLR sind bis zum 2. Februar geplant und sollen insgesamt 80 Flugstunden umfassen.

 

Quelle: DLR

UBA: Umweltwirtschaft bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor

Deutschland muss Planungssicherheit für Investoren schaffen

Dessau, 4. Dezember 29017: Umweltschutz ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Deutsche Umweltschutzgüter sind in allen Weltregionen und über alle Umweltschutzbereiche hinweg gefragt. Das zeigt ein aktueller Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) zur Umweltwirtschaft 2015. Deutsche Unternehmen produzierten im Jahr 2015 Güter im Wert von über 83 Milliarden Euro, die für Umweltschutzzwecke eingesetzt werden können. Gleichzeitig steigt der internationale Wettbewerb. China konnte vor allem aufgrund der Produktion von Solaranlagen seinen Anteil am internationalen Handel mit potenziellen Umweltschutzgütern seit 2002 mehr als verdreifachen und ist nun Exportweltmeister. Deutschland liegt mit einem Welthandelsanteil von 13,5 Prozent an zweiter Stelle (China 16,2 Prozent). Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Der weltweite Markt für Umweltschutzgüter wächst stetig, seit einigen Jahren insbesondere in aufstrebenden Schwellenländern in Asien, Südamerika und aktuell auch Afrika. Deutschland muss aufpassen, seine derzeit gute Stellung hier nicht zu verlieren. Die Umweltpolitik ist gefordert und muss mit den notwendigen langfristigen Zielen und den richtigen ökonomischen Rahmenbedingungen Planungssicherheit für Investoren schaffen.“

Maria Krautzberger weiter: „Deutschland steht noch gut da, nicht zuletzt, weil die Unternehmen schon früh mit hohen umweltpolitischen Standards konfrontiert waren. Es besteht die Gefahr, dass wir diese gute Position verlieren, wenn wir nur noch die europäischen Mindeststandards umsetzen. Um Innovationen zu fördern, brauchen wir auch ein anspruchsvolles Umweltrecht. Hier müssen wir eine entsprechende Entwicklung in der EU und in Deutschland vorantreiben.“

Lag das Produktionsvolumen im Umweltschutz 2013 noch bei 81,6 Milliarden Euro, ist es 2015 auf über 83 Milliarden Euro leicht gewachsen. Es entspricht jetzt sechs Prozent der gesamten Industriegüterproduktion. Güter, die dem Klimaschutz dienen können, stellen mit 40 Prozent des Produktionsvolumens erneut den mit Abstand größten Umweltbereich. Hierzu gehören beispielsweise Windenergie- und Solaranlagen. Maria Krautzberger: „Die Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn hat noch einmal ganz deutlich gemacht, dass wir den Klimawandel konsequent bekämpfen müssen. Die weltweiten Anstrengungen hierzu werden auch dazu führen, dass der Weltmarkt für Klimaschutzgüter und Klimaschutztechnologien wächst. Hieraus ergeben sich wirtschaftliche Chancen, die wir nutzen sollten.“

Für die Beurteilung der internationalen Wettbewerbsposition sind nicht nur die Exporte, sondern auch die Importe von Bedeutung. Denn deutsche Unternehmen konkurrieren mit ihren Produkten auch im eigenen Land mit ausländischen Anbietern. Die Entwicklung der letzten Jahre bei Solarzellen hat dies ganz klar verdeutlicht. Bei Windkraftgütern konnten deutsche Unternehmen hingegen in den letzten Jahren Anteilsgewinne auf Auslandsmärkten verzeichnen. Besonders wettbewerbsstark ist die deutsche Industrie traditionell in den Bereichen Mess-, Steuer- und Regeltechnik für den Umweltschutz sowie Abfall- und Abwassertechnologien.

Die Informationen zur Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Umweltwirtschaft werden alle zwei Jahre vom Umweltbundesamt aktualisiert und veröffentlicht.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger fordert, mit langfristigen Zielen und den richtigen ökonomischen Rahmenbedingungen mehr Planungssicherheit für Investoren im Umweltbereich zu schaffen

Quelle: UBA

BDL: Lärmobergrenze darf Planfeststellung nicht in Frage stellen

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Fluglärm durch Investition in leisere Flugzeuge reduzieren

Berlin, 7. November 2017: Zur Ankündigung des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Tarek Al-Wazir, eine Fluglärm-Obergrenze am Frankfurter Flughafen einzuführen, erklärt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Die Einführung einer Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt erschwert zusätzlich den Wettbewerb in einem ohnehin angespannten Marktumfeld. Es gibt einen gültigen Planfeststellungsbeschluss, der den Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit gewähren soll.

Die freiwillige Lärmobergrenze darf die Verlässlichkeit von planfestgestellten Kapazitäten nicht in Frage stellen. Denn gerade im Luftverkehr wird mit langen Vorlaufzeiten geplant und umso mehr muss man sich auf vereinbarte und bestandskräftige Beschlüsse auch verlassen können. Deswegen begrüßen wir, dass die Beteiligten sich einig sind, dass der Luftverkehrsstandort Frankfurt auch weiterhin am Luftverkehrswachstum teilhaben soll.

Der wirkungsvollste Weg Fluglärm zu reduzieren ist das Vermeiden von Lärm am Flugzeug selbst. Das bedeutet an erster Stelle die Investition in neue und leisere Flugzeuge und setzt sich in der Nutzung von optimierten Flugrouten und Landeverfahren fort.

Sind Anwohner dennoch von Fluglärm betroffen, können sie seit Jahren Maßnahmen wie Schallschutzfenster geltend machen. Notwendig ist zukünftig auch eine deutlich effektivere Steuerung der Siedlungsflächenentwicklung im Umfeld von Flughäfen mit dem Ziel einer klaren Begrenzung der Zahl der Fluglärmbetroffenen. Dafür sind in erster Linie Anrainerkommunen und die Länder – in diesem Fall das Land Hessen – zuständig.

Damit der Lärm weiter reduziert werden kann, ist es wichtig, dass die Luftverkehrsunternehmen in Zukunft ausreichend Investitionskraft für neue Technologien haben. Dafür müssen mit einer neuen Regierungskoalition die Weichen gestellt werden, denn unsere Unternehmen brauchen Investitions- und Planungssicherheit und fairen Wettbewerb. Nationale Sonderlasten, wie etwa die deutsche Luftverkehrsteuer, die Art und Weise, wie in Deutschland Luftsicherheitskontrollen organisiert werden und die massive Beschränkung der Maschinenlaufzeiten an deutschen Flughäfen sind Gift, weil sie die Investitionskraft für ökologische Innovationen schwächen.“

Quelle: Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

BARIG: Freiwillige Zusammenarbeit zur Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Airline-Verband steht zu Interessensausgleich mit den Anwohnern

Frankfurt, 7. November 2017. Der Branchenverband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) akzeptiert die freiwillige Zusammenarbeit zu einer Fluglärm-Obergrenze am Flughafen Frankfurt. Dazu BARIG Generalsekretär Michael Hoppe: „Wir stehen weiter zu einem fairen Interessensausgleich mit den Anwohnern des Flughafens Frankfurt. Die im BARIG zusammengeschlossenen Airlines setzen sich mit zahlreichen Maßnahmen aktiv dafür ein, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehört der aktive Schallschutz mit dem Einsatz moderner, leiser Flugzeuge und der Überprüfung neuer Anflugverfahren. So akzeptiert BARIG die Einführung einer freiwilligen Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt als gemeinsamen Schritt der abschließenden Umsetzung der Mediationsergebnisse zum Ausbau des Flughafens.“

In diesem Zusammenhang weist BARIG auf die hohe Bedeutung des Luftverkehrs in Frankfurt für Arbeitsplätze, wirtschaftliche Prosperität und Mobilität hin, weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus. Nicht hinnehmbar wären eine Einschränkung der Kapazitäten oder eine weitere Einengung der Betriebszeiten. Solche Maßnahmen hätten unmittelbare und nachhaltig negative Auswirkungen auf Frankfurt sowie den gesamten Luftverkehrsstandort Deutschland.

BARIG vertritt die gemeinsamen Interessen von rund 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften aus Linienflug, Ferienflug, Low Cost und Air Cargo. Seit seiner Gründung 1951 arbeitet der Airline-Verband für die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Luftverkehrs in Deutschland und ist Ansprechpartner für Politik, Behörden, Wirtschaft und Medien. Die BARIG Mitgliedsairlines befördern weltweit rund 1,8 Milliarden Passagiere und über 25 Millionen Tonnen Fracht zu über 1.500 Destinationen. Nach und aus Deutschland reisen jedes Jahr rund 225 Millionen Passagiere mit den BARIG Fluggesellschaften. Die BARIG Airlines beschäftigen in der Bundesrepublik mehr als 105.000 Mitarbeiter, die Luftverkehrsbranche sichert insgesamt mehr als 823.000 Arbeitsplätze und ist somit ein entscheidender Wirtschaftsfaktor

Quelle: BARIG

Internationale Fachkonferenz mit Erik Lindbergh

Power to Liquid - Nachhaltige Luftfahrt

GREENER SKIES AHEAD 2017

Nachhaltige Treibstoffe für eine nachhaltige Luftfahrt

Der Klimaschutz stellt den Luftverkehr vor ganz besondere Herausforderungen. Wie kaum ein anderer Verkehrsträger benötigt die Luftfahrt systembedingt Treibstoffe hoher Energiedichte (Kerosin, AvGas). Synthetische, weitestgehend CO2-neutrale und ausschließlich unter Verwendung erneuerbarer Energien gewonnene Treibstoffe (PtL) sind hier ein wichtiger, durch aktuelle technische Entwicklungen ermöglichter Lösungsansatz.

Um im Vorfeld der U.N.-Weltklimakonferenz COP23 für die Entwicklung und Produktion derartiger Treibstoffe zu werben, veranstaltet die International Association for Sustainable Aviation  e.V. (IASA) mit freundlicher Unterstützung des Umweltbundesamtes (UBA) die internationale Fachkonferenz

GREENER SKIES AHEAD 2017

PtL-Solutions for a Sustainable Aviation

  1. Oktober 2017 · 09:00 – 17:30

Deutsche Welle · Großer Gremiensaal

Kurt-Schumacher-Str. 3 · 53113 Bonn · Germany

 

Erik Lindbergh

Zu den Keynote-Speakern zählt Erik Lindbergh, Enkel des legendären Luftfahrtpioniers Charles Lindbergh, der sich international als Vorkämpfer für einen nachhaltigen Luftverkehr einen Namen gemacht hat.

sustainable aviation

Im Rahmen der Konferenz ist die Verabschiedung einer Resolution geplant, die im Anschluss – zusammen mit einem Resümee der Konferenz – an die Teilnehmer von COP23 übermittelt wird.

Registrierung erforderlich. Primäre Konferenzsprache ist Englisch.

Es wird eine Verpflegungspauschale von €30,- erhoben.

Anmeldung erbeten unter: www.iasaev.org oder www.xing.com/events/greener-skies-ahead


 

ADV

ADV: Flughäfen sind Wirtschaftsmotor


Verlässliche Rahmenbedingungen angemahnt, um international wettbewerbsfähig zu bleiben

Berlin, 21. September 2017:  Kurz vor der Bundestagswahl 2017 hat der Hauptgeschäftsführer des deutschen Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, eindringlich an die deutsche Politik appelliert, sich in der 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages der Verbesserung der Rahmenbedingungen der deutschen Flughäfen anzunehmen. Ihre aktuellen Handlungsempfehlungen hat die ADV in einer Broschüre zusammengefasst und detailliert begründet.

Beisel: “Die Flughäfen sind ein stabiler und unverzichtbarer Wachstumsgeber und Wirtschaftsmotor für Regionen und die deutsche Volkswirtschaft. 2016 arbeiteten 180.000 Menschen an den 22 internationalen ADV-Flughafenstandorten in Deutschland. Die deutschen ADV-Flughäfen haben in den letzten 20 Jahren die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mehr als verdoppelt.”

Die jährliche Wertschöpfung, so Beisel, liege bei 5,7 Mrd. Euro. Allein 1 bis 2 Mrd. Euro investierten die ADV-Flughäfen jährlich in den Ausbau ihrer Infrastruktur. Von den deutschen Flughäfen ließen sich mehr als 600 Flugziele durch Direktflüge erreichen. 2016 begrüßten die 22 internationalen ADV-Verkehrsflughäfen in Deutschland rund 223 Mio. Passagiere.

Beisel weiter:  “Die Flughäfen werden auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland, die Regionen und ihre Bewohner leisten. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland weiter zu stärken und zukunftssichere Arbeitsplätze bereitzustellen, ist unser Ziel.

Daher sind die deutschen Flughäfen mehr denn je auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen der Branche und der Politik kann verhindert werden, dass die deutschen Flughäfen international den Anschluss verlieren.”

Vor diesem Hintergrund erhebt der Flughafenverband ADV nachstehende Forderungen (hier in Kurzform zusammengefasst):

 

  1. Reduzierung der steuerlichen Belastung des Luftverkehrs zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit – Abschaffung der Luftverkehrsteuer
  2. Senkung der Luftsicherheitskosten für Unternehmen und Verbraucher – mehr Verantwortung des Staates
  3. Verantwortlichkeiten bei den Luftsicherheitskontrollen neu regeln – Flughafenstandorte zukunftssicher machen
  4. Bereits hohe Investitionen zum Schutz vor Fluglärm anerkennen – bestehendes Fluglärmschutzgesetz ist ausreichend
  5. Dauerhaft wettbewerbsfähige Betriebszeiten der Flughäfen – mehr Rechts- und Planungssicherheit
  6. Bedarfsgerechter Ausbau der Flughafeninfrastruktur – klares Bekenntnis der Bundesregierung
  7. Bürokratieabbau und Bürgerbeteiligung – Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen
  8. Verbesserung der Anbindung an internationale Märkte – Verkehrsrechteverhandlungen mit dem Ziel der weiteren Marktöffnung
  9. Nutzerfinanzierung der Luftverkehrsinfrastruktur erhalten – bewährtes und individuelles System beibehalten
  10. Standort attraktiver machen – Änderung des Systems und Prozesses zur Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer
  11. Mehr erreichen für Deutschland – Industriepolitische Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Luftfahrt und Gewerkschaften stärken

 

ADV

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV

Quelle: ADV

BDL beklagt falsche Klima-Signale des EU-Parlaments

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt - Sustainable Aviation

CORSIA ab 2020 einziges globales Klimaschutzinstrument für den Luftverkehr

Berlin, 13. September 2017: Nach der Europäischen Kommission und dem Rat der EU hat sich auch das Europäische Parlament mit der Frage befasst, ob und wie der Luftverkehr künftig in den europäischen Emissionshandel (EU-ETS) einbezogen werden soll. Die Parlamentarier sind sich vor dem anstehenden Trilog einig mit der Europäischen Kommission und dem EU-Rat: Der Luftverkehr soll bis zur Einführung des globalen Klimaschutzinstruments CORSIA im Jahr 2020 weiter in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden, und zwar weiterhin beschränkt auf innereuropäische Flüge.

Dazu Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Diese Empfehlung war zu erwarten. Wir sehen es als Signal, dass in diesem Punkt Einigkeit unter den europäischen Gremien herrscht. Das schafft vorerst Planungssicherheit für unsere Fluggesellschaften. Aber die Bestrebung, den europäischen Emissionshandel auch nach 2020 auf innereuropäische Flüge anwenden zu wollen und die Bedingungen hierfür auch noch zu verschärfen, wäre ein völlig falsches Signal in der internationalen Klimapolitik im Luftverkehr und eine wettbewerbsverzerrende Doppelbelastung für europäische Fluggesellschaften.“ Vielmehr müsse es jetzt vordringlich darum gehen, das von der internationalen Staatengemeinschaft in der UN-Luftfahrtorganisation ICAO beschlossene Klimaschutzinstrument CORSIA zu stärken und mit Leben zu füllen, so Schulte weiter.

Auf das globale marktbasierte Klimaschutzinstrument CORSIA haben sich die 192 ICAO-Mitgliedsstaaten 2016 verständigt, um die CO2-Emissionen im internationalen Luftverkehr auf dem Niveau von 2020 zu stabilisieren. Fluggesellschaften müssen ab 2021 für ihre wachstumsbedingten CO2-Emissionen Zertifikate erwerben. Mit den Einnahmen werden in entsprechender Größenordnung CO2-senkende Projekte finanziert.

Alle Staaten der EU haben dem ICAO-System zugestimmt und sich bereit erklärt, freiwillig von Beginn an teilzunehmen. Damit verbunden ist die Zustimmung dazu, dass ab 2020 für den internationalen Luftverkehr weltweit allein das ICAO-Klimaschutzinstrument CORSIA gilt. Das muss auch die EU akzeptieren. Schulte: „CORSIA löst demnach das europäische Emissionshandelssystem für den Luftverkehr ab. Die Umsetzung von CORSIA in europäisches Recht hat dabei ohne Abweichungen zu erfolgen. Eine zusätzliche Weiterführung oder sogar Verschärfung des europäischen Emissionshandels würde den hiesigen Fluggesellschaften zusätzliche Kosten auferlegen, die ihre Wettbewerber aus Drittstaaten nicht haben. Klimaschutz im Luftverkehr kann nur international gelingen.”

Die ICAO hat nach der Hauptversammlung im Oktober des vergangenen Jahres intensiv gearbeitet und legt in wenigen Wochen konkrete Vorschläge zur Umsetzung von CORSIA vor. Die Energie des Misstrauens der EU gegenüber diesem neuen Klimaschutzinstrument sollte jetzt in positive Unterstützung umgewandelt werden. Nur durch Zusammenarbeit und internationale Kooperation sind die Herausforderungen im Klimaschutz zu meistern. Im nun möglichen Trilog sollten Europäische Kommission, EU-Rat und Europäisches Parlament die Chance nutzen, ein positives Signal an die internationale Staatengemeinschaft zu senden.

Quelle: BDL

Brüssel: Grünes Licht für Ausbau des Flughafens Memmingen

nachhaltige Luftfahrt

EU-Wettbewerbskommission genehmigt die Förderung des Projekts durch den Freistaat Bayern

Memmingen, 7. September 2017: Der Ausbau des Flughafens in Memmingen hat seine letzte große Hürde genommen. Die Wettbewerbskommission der EU sagte nun ‘Ja’ zu der Absicht des Freistaats Bayern, das Bauvorhaben zu fördern. Somit kann im nächsten Jahr als erste Maßnahme die Start- und Landebahn von bisher 30 auf 45 Meter verbreitert werden.

Das lange Warten hat ein Ende. „Nun können wir endlich loslegen und die längst fälligen Baumaßnahmen angehen“, erklärt Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid in einer ersten Stellungnahme zum positiven Bescheid aus Brüssel. Der sieht vor, dass der Freistaat Bayern, wie geplant, zu der insgesamt 17 Millionen Euro teuren Investition 12,2 Millionen Euro beisteuern darf.

Begleitet und unterstützt wurde der Flughafen durch eine Vielzahl an Landes- und Kommunalpolitikern, allen voran von Herrn Ministerpräsident Horst Seehofer, den beiden Staatsministern Dr. Markus Söder sowie Herrn Joachim Herrmann und ihren zuständigen Mitarbeitern. Aber auch CSU Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer, Staatssekretär Franz Josef Pschierer,   Wahlkreisabgeordneter Klaus Holetscheck sowie Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments, haben sich für den Airport und die geplante Förderung stark gemacht. „Unser Dank gilt allen Politikern und Befürwortern für die tatkräftige Unterstützung in den vergangenen Monaten“, betont Ralf Schmid.

Erste Priorität bei den Baumaßnahmen hat nun die Verbreiterung der Landebahn um 15 auf 45 Meter. „Wir beginnen jetzt sofort mit allen Vorarbeiten und Ausschreibungen“, erläutert Ralf Schmid. „Vorher waren uns leider die Hände gebunden.“ Es müssen zahlreiche Auflagen beachtet und die Naturschutz-Behörden eingebunden werden. Gebaut werden soll im kommenden Sommer zumeist nachts ohne den laufenden Flugbetrieb zu behindern, mit einer Fertigstellung wird im Herbst gerechnet. „Das ist ein sportliches Timing“, so der Geschäftsführer, „aber wir werden den Zeitplan einhalten.“ Ebenfalls ausgebaut werden sollen das Instrumentenlandesystem ILS 06, die Befeuerung und die Gepäckhalle.

Mit dem positiven Votum aus Brüssel und der Zurückweisung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im April dieses Jahres, herrsche nun Planungssicherheit. „Jetzt stehen wirklich alle Zeichen auf Wachstum“, erklärt Schmid die positive Stimmung am Flughafen. Dazu habe nicht zuletzt die Stationierung einer Ryanair-Maschine in Memmingen beigetragen, der, so hoffen die Verantwortlichen, nach dem erfolgten Ausbau weitere folgen könnten.

nachhaltige Luftfahrt

Wird von 30m auf 45m verbreitert: Die Runway des Flughafens Memmingen wird den Anforderungen des zivilen Luftverkehrs angepasst

Die offizielle Presseerklärung der Europäischen Kommission können Sie unter folgendem Link einsehen:
http://europa.eu/rapid/midday-express-07-09-2017.htm

Quelle: Flughafen Memmingen


 

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