Allgäu Airport Memmingen veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2018

nachhaltige Luftfahrt

Füreinander – Miteinander – Mehr erreichen

Der Allgäu Airport Memmingen hat seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht “Füreinander Miteinander Mehr erreichen” veröffentlicht. Bereits der Titel zeigt das Bekenntnis des Flughafenbetreibers zur Verantwortung gegenüber allen Anspruchsgruppen des Airports und den Willen, dieser Verantwortung im Geiste der Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Aus den Anfangsbuchstaben leitet sich mit FMM auch noch das gängige Kürzel des Allgäu Airports Memmingen (Flughafen Memmingen GmbH) ab.

Nachhaltige Unternehmensführung

Der Geschäftsführer des Allgäu Airports, Ralf Schmid, unterstreicht ganz am Anfang des Nachhaltigkeitsberichts die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung des Airports. “Eine intakte Umwelt ist die Basis unseres Tuns und die Zukunft unserer Kinder.”

Als wesentliche Grundlage für das erfolgreiche Nachhaltigkeitsmanagement des Airports sieht Schmid die erfolgreiche Nachhaltigkeitszertifizierung durch die International Association for Sustainable Aviation (IASA e.V.). Ralf Schmid schließt sein Eingangsstatement zur Erstveröffentlichen des Nachhaltigkeitsberichts mit dem Satz “Das … von IASA e.V. verliehene IASA-Siegel bestätigt auf der Basis einer umfassenden, von neutralen Auditoren durchgeführten Prüfung das erfolgreiche Bemühen des Flughafen Memmingen um mehr Nachhaltigkeit.”

Nachhaltigkeitsbericht – Verantwortung auf drei Säulen

Der Nachhaltigkeitsbericht des Allgäu Airports greift das 3-Säulenmodell der Nachhaltigkeitsmethodik auf und ist demzufolge in eine ökologische, eine ökonomische und eine soziale Dimension strukturiert.

Auf übersichtlichen 60 Seiten werden die Maßnahmen und die Herausforderungen in den drei Säulen beschrieben. Energiemanagement, Wassermanagement und Umweltmanagement bilden den Anfang des Berichts. Die zusätzlich geplanten ökologischen Maßnahmen im Zuge des Flughafenausbaus beenden diesen Berichtsteil.

Angaben und Berichte zu Abfallmanagement und Recycling, Lärmmanagement, Ressourceneffizienz sind die folgenden Kernthemen. Daten und Fakten zur “Jobmaschine Flughafen”, zum sozialen Engagement des Airports für die Tafel Memmingen und zur Stärkung des Wirtschafts- und Tourismusstandort Allgäu und die Rolle des Flughafens Memmingen hierzu, runden den Nachhaltigkeitsbericht ab.

Ganz am Ende des Berichts wird das Nachhaltigkeitsprogramm des Airports im ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereich tabellarisch dargestellt und dabei der Erfüllungsgrad jeder einzelnen Maßnahme visualisiert. Der Leser kann damit zukünftig die jeweiligen Fortschritte mitverfolgen.

Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeitsbericht 2018 des Allgäu Airports Memmingen

Fazit: Immer mehr Unternehmen in der Luftfahrtbranche erkennen, dass eine konfliktfreie, umweltgerechte und positive Entwicklung der Luftfahrt nur mit einem nachhaltigen Unternehmensmodell zu erreichen ist, das nicht einseitig auf die finanziellen Aspekte blickt, sondern alle Bereiche berücksichtigt, auf die das Unternehmen Einfluss hat.

Die Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts des Allgäu Airports Memmingen und die darin sichtbare Erfolgsstory wird dazu beitragen, dass sich weitere Unternehmen aus der Luftfahrtbranche in Richtung Nachhaltigkeit orientieren.

Der hier vorgestellte Nachhaltigkeitsbericht kann über diesen Link bezogen werden: Nachhaltigkeitsbericht 2018 – Allgäu Airport Memmingen

Autor: Michael Wühle – IASA e.V.


 

Roland Berger Aerospace & Defence Management Issues Radar

Aerospace industry:
turning point ahead?

Mit diesem Titel beginnt die jährliche Umfrage der Roland Berger GmbH zu den aktuellen Trends in der Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Das Ziel des Roland Berger Aerospace & Defence Management Issues Radars war es, die wichtigsten Entwicklungen und Herausforderungen der Industrie zu identifizieren und durch eine anschließende, aggregierte Analyse den Führungskräften in der Luftfahrt einen ganzheitlichen Überblick über entscheidende Branchenthemen zu ermöglichen.

Die diesjährige Studie bietet drei wichtige Erkenntnisse und viele weitere Anknüpfungspunkte  zum Nachdenken:

  • Wechselnde Marktdynamik: 87% aller Teilnehmer glauben, dass der Rückgang der europäischen Verteidigungsausgaben vorbei ist; 31% allerdings erwarten einen Rückgang der zivilen Luftfahrt in den nächsten drei bis fünf Jahren
  • Einfluss der Digitalisierung: 98% der Befragten glauben, dass die Digitalisierung der nächste große Treiber der Luftfahrtindustrie ist; allerdings ist nur 5% bewusst, was wirklich auf dem Spiel steht
  • Transformation der Engineering Funktion: Nur 11% der Teilnehmer sehen innerhalb Ihres Unternehmens eine klar definierte langfristige Vision für die Engineering Aktivitäten

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Zum Download der kompletten Studie (mit freundlicher Genehmigung der Roland Berger GmbH) gelangen Sie hier: Aerospace_industry_-_turning_point_ahead

Quelle: Roland Berger GmbH, www.rolandberger.com

 

 

MTU: Herausforderung der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA)

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Der Rat für Luft- und Raumfahrtforschung in Europa (ACARE = Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe) hat sich zu ehrgeizigen Zielen für den zukünftigen Luftverkehr verpflichtet und diese in der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) veröffentlicht. Die Strategic Research and Innovation Agenda SRIA integriert die bisherigen ACARE-2020- und Flightpath-2050-Ziele und hat eine weitere Etappe, das Jahr 2035, aufgenommen.

Eckdaten der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA)

2020 2035 2050
Kraftstoffverbrauch -43% -60% -75%
CO2-Emissionen -43% -60% -75%
NOx-Emissionen -80% -84% -90%
Lärm -55% -65%

(Pro Passagierkilometer, zugrunde gelegt werden die Werte des Jahres 2000)

Den größten Teil der Verbesserungen bei den NOx- und Lärmemissionen muss das Triebwerk liefern. Beim Kraftstoffverbrauch bzw. den CO2-Emissionen liegen die Zielwerte der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) für das Triebwerk bei

ð        -20 Prozent bis 2020,

ð        -30 Prozent bis 2035 und

ð        über -40 Prozent bis 2050.

Neben diesen Umweltzielen formulierte der Rat auch konkrete Vorstellungen bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit der Luftfahrtindustrie.

Erfolgreiche Entwicklung

Der durchschnittliche Brennstoff-Verbrauch lag Anfang der 1990er bei etwa 6 Liter pro 100 Passagier-Kilometer, der A380 erreicht bereits 2,9 Liter. Dazu trägt die MTU mit der Niederdruckturbine für das GP7000 maßgeblich bei. Mit Claire, ACARE 2020 und den IATA-Zielen wird dieser Weg konsequent weitergeführt.

Quelle: MTU