Lufthansa A350-900: Weltweit modernstes Langstreckenflugzeug zu Gast am Flughafen Frankfurt

nachhaltige Luftfahrt
Frankfurt, 7. Februar 2017: Am heutigen Dienstag stellte sich ein ganz besonderer Gast dem Flughafen Frankfurt vor. Der neue Lufthansa Airbus A350-900 landete erstmals um 11:34 Uhr auf dem Rhein-Main Flughafen. An Bord des Fluges mit der Sonderflugnummer LH350 waren Mitarbeiter, die die Boden- und Kabinenprozesse testeten. Denn in drei Tagen wird das Flugzeug seinen ersten Linienflug von München nach Delhi durchführen.
Kapitän und Flottenchef Martin Hoell flog die A350-900 heute von München nach Frankfurt und ist begeistert: „Die A350-900 ist durch die technische Ausstattung das Neueste, das man als Verkehrspilot fliegen kann“. Auch für die Kabinencrew ist die A350 „ein Meilenstein, der uns ganz besonders stolz macht“, sagt Purser Hermann Astl. Am Nachmittag flog das neue Flugzeug dann nach München zurück.
Wie bereits gemeldet stationiert Lufthansa die ersten zehn Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 in München. Erste Destinationen ab MUC sind Delhi und Boston. Das Flugzeug bietet in der LH-Konfiguration 293 Passagieren Platz: 48 Gästen in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 224 in der Economy Class.
Mit einem neuartigen Lichtkonzept wird der Bio-Rhythmus der Passagiere an Bord unterstützt.
Im Schnitt verbraucht die A350-900 nur noch 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke. Das sind 25 Prozent weniger als die derzeit zumeist geflogenen Flugzeugtypen. Dementsprechend vermindern sich auch die Emissionen um zirka 25%. Die Rolls Royce Trent XWB-Triebwerke reduzieren zudem die Geräusch-Emissionen bis weit unter die gegenwärtigen vorgeschriebenen Grenzwerte (bis zu 16dB niedriger als ICAO Chapter 4).
Bei der A350 kommen modernste Leichtbaumaterialien zum Einsatz. Allein 53% des Strukturgewichts entfallen auf Faserverbundwerkstoffe. Neben dem Gewichtsvorteil bieten diese Werkstoffe auch Vorteile bei der Wartung und Instandhaltung.

Daten und Fakten LH A350-900XWB

 

Länge 66,8 m
Spannweite 64,75 m
Höhe 17,05 m
Geschwindigkeit 907 km/h
Flughöhe maximal 13.140 m
Max. Startgewicht 268.000 kg
Max. Landegewicht 207.000 kg
Reichweite 12.200 km
Kabinenbreite 5,61 m
Business/Premium Economy/Economy (max.) 48/21/224
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Premiere am Flughafen Frankfurt: Erstmals brachte die Lufthansa ihre neue A350-900 XWB in die Main-Metropole
Foto: Lufthansa / Rösler

 

Quelle: Lufthansa


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BDL: CORSIA muss den europäischen Emissionshandel für den Luftverkehr ablösen

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Empfehlung der EU-Kommission zum EU-ETS schafft vorerst Planungssicherheit 

Berlin, 3. Februar 2017:  Zu der heutigen Empfehlung der Europäischen Kommission, weiterhin alle Flüge innerhalb Europas bis 2020 in den europäischen Emissionshandel (EU-ETS) einzubeziehen, sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Wir haben uns im Sinne eines fairen Wettbewerbs stets für ein vollständiges Aussetzen des EU-ETS ab 2017 ausgesprochen. Dennoch akzeptieren wir die Empfehlung der Kommission. Denn für unsere Fluggesellschaften wird damit zumindest vorerst Rechts- und Planungssicherheit geschaffen. Aber wir erwarten“, so BDL-Präsident Schulte weiter, „dass das EU-ETS ab 2021 durch das weltweit gültige Offsetting-System CORSIA abgelöst wird.“

Im Oktober 2016 hat die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der ICAOdem globalen marktbasierten Klimaschutzinstrument CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) zugestimmt. „Die Luftverkehrsbranche plädiert dafür, das von der ICAO beschlossene internationale Klimaschutzinstrument nun zügig auszugestalten und umzusetzen. Dafür sagen wir der Politik unsere volle Unterstützung zu. Dabei ist es entscheidend, dass CORSIA weltweit nach gleichen Regeln umgesetzt wird – ohne europäische Verschärfungen“, so BDL-Präsident Schulte.

CORSIA ist ein entscheidender Baustein in der Klimaschutzstrategie für die Luftfahrt. Bereits jetzt verpflichtet sich die Branche, ihre Treibstoffeffizienz pro Jahr um 1,5 Prozent zu steigern. Dies gelingt durch Innovationen bei der Flugzeug‐ und Triebwerkstechnik, die Investition in energieeffizientere Flugzeuge sowie optimal aufeinander abgestimmte betriebliche Prozesse am Boden und in der Luft. Ab 2020 soll das Wachstum des Luftverkehrs CO2‐neutral erfolgen. Da der Luftverkehr weltweit jährlich um etwa 5 Prozent wächst, reichen die effizienzsteigernden Maßnahmen alleine jedoch nicht aus, um den CO2-Anstieg zu drosseln. Dafür muss jetzt das Offsetting‐System ausgestaltet werden, um ab 2021 das wachstumsbedingte CO2 weltweit zu kompensieren.

Diesem System folgend werden die Fluggesellschaften ab 2021 für ihre wachstumsbedingten CO2-Emissionen einen Zertifikatspreis zahlen. Mit den Einnahmen werden in entsprechender Größenordnung CO2-senkende Projekte finanziert.

Quelle: BDL


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BDL: Deutsche Luftverkehrswirtschaft fällt weiter zurück

Lauter Weckruf in Richtung Politik / Sonderwege bei Kostenbelastung beenden

Berlin/Frankfurt, 2. Februar 2917: Der Luftverkehr bleibt weltweit auf einem erheblichen Wachstumskurs, aber die deutsche Luftverkehrswirtschaft fällt zurück. Das zeigen die Jahreszahlen 2016, die der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) jetzt in Frankfurt vorgelegt hat. Während die Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten (+ 11,2 %) und Asien (+9,2 %) überdurchschnittlich zulegen konnten und die europäischen Fluggesellschaften immerhin um 4,6 Prozent gewachsen sind, wuchsen die deutschen Fluggesellschaften nur um 1,4 Prozent.

Nicht viel anders sieht es an den Flughäfen aus. Diese konnten 2016 mit 223 Millionen Passagieren ein Plus von 3,4 Prozent verzeichnen. Aber auch hier zeigt sich, dass die Flughäfen in den europäischen Nachbarstaaten wie Luxemburg (+11,8 Prozent), Niederlande  (+8,8 Prozent) oder Großbritannien (+6,2 Prozent) stärker wachsen. Das in Deutschland verbleibende Wachstum an den Flughäfen geht zurück auf die ausländischen Anbieter. Während seit 2010 die Starts von Flugzeugen der deutschen Luftfahrtunternehmen um 5,6 Prozent gesunken sind, legten die europäischen Low-Cost-Carrier um knapp 14,3 Prozent zu. Gleichzeitig sind auch die europäischen Netzwerk-Carrier um fast 20 Prozent gewachsen.

„Wir blicken mit Sorge auf diese Markt- und Wettbewerbsentwicklung, die weiterhin zuungunsten der deutschen Unternehmen verläuft.  Die Jahreszahlen 2016 sind ein erneuter und lauter Weckruf in Richtung Politik zum Handeln“, so BDL-Präsident Dr. Stefan Schulte, bei der Vorstellung der Jahreszahlen der Luftverkehrsbranche.

Der BDL-Präsident sieht hier insbesondere zwei konkrete Handlungsfelder.

  • Zum einen muss die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftverkehrswirtschaft gestärkt werden. Schulte verweist darauf, dass die Gutachter der Bundesregierung in ihrer Markt- und Wettbewerbsanalyse besonders hervorheben, dass die deutschen Unternehmen durch wettbewerbsverzerrende Belastungen, die der Gesetzgeber selber geschaffen hat, klar im internationalen Wettbewerb benachteiligt sind.
  • Einen zweiten Handlungsschwerpunkt sieht Schulte beim Thema Sicherheit. Seit 9/11 sind die Sicherheitsaufgaben in allen öffentlichen Bereichen immer komplexer, aufwendiger und umfangreicher geworden. Jeder neue Vorfall, jeder neue Anschlagsversuch sorgt für zusätzliche Maßnahmen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. „Das gilt besonders für den Luftverkehr. Behörden und Luftverkehrsunternehmen sorgen mit zahlreichen Maßnahmen dafür, dass das Fliegen sicher bleibt.“

Aufgaben der Terrorbekämpfung und der Gefahrenabwehr nehmen auch im Luftverkehr ständig zu

Schulte kritisiert aber: „Deutschland geht an dieser Stelle einen problematischen Sonderweg, in dem es die Kosten für diese Aufgaben vollständig auf die Unternehmen umlegt.“ Denn anders als in Wettbewerbsländern wie etwa Italien oder Spanien, und anders auch als in den USA, stellen in Deutschland die Behörden die Luftsicherheitskosten (rund 700 Millionen Euro jährlich mit stetig wachsender Tendenz) den Unternehmen vollumfänglich in Rechnung. Das sind Kosten, die zusätzlich zu den umfangreichen Eigensicherungsmaßnahmen kommen, die die Unternehmen sowieso mit eigenen Mitteln finanzieren müssen. Schulte: „Die Aufgaben der Gefahrenabwehr und der Terrorbekämpfung sind immer mehr zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden. Aus diesem Grund sollten die Kontrollaufgaben der Behörden zu einem erheblichen Teil vom Staat getragen werden.“ Das gilt bereits schon jetzt für andere Verkehrsträger und auch für den öffentlichen Raum insgesamt. Und für die deutschen Luftverkehrsunternehmen wäre das eine spürbare Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Schulte begrüßte, dass bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) die Regierungskoalition bereits eine solche Trendwende vollzogen und mit Beginn des Jahres der Staat den Teil der flugsicherungsfremden Kosten der DFS in den Bundeshalt übernommen hat. BDL-Präsident Schulte: „Hier ist ein nationaler Sonderweg beendet worden. Dies ist ein guter Schritt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftverkehrswirtschaft.“

International Association for Sustainable Aviation

Die deutschen Flughäfen konnten 2016 mit 223 Millionen Reisenden ein Plus von 3,4% verzeichnen. Foto: Flughafen Stuttgart

Zur Lage der deutschen Luftverkehrswirtschaft hier die BDL-Jahreszahlen 2016: http://www.bdl.aero/download/2441/bdl_jahreszahlen2016.pdf

Quelle: Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)


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Airbus A350-900: 25 Prozent weniger Emissionen und ist beim Start wesentlich leiser

sustainable aviation

Einstieg in die 2-Liter-Flotte: Lufthansa stellt ihr modernstes Langstreckenflugzeug vor

München, 2. Februar 2017: Mit einer eindrucksvollen Lichtshow und einer feierlichen Enthüllung in der Technikhalle am Flughafen München hat Lufthansa heute ihre neue A350-900 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Mediashow sorgte mit Lichtprojektionen  für ein 10-minütiges „Feuerwerk“. Im Beisein von 2000 Mitarbeitern und Gästen wurde das weltweit modernste Langstreckenflugzeug anschließend auf den Namen der Stadt Nürnberg getauft. Als Taufpate fungierte Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Außerdem sprachen Carsten Spohr, CEO Lufthansa Group, der Bayerischen Finanzminister Dr. Markus Söder, Dr. Michael Kerkloh, CEO Flughafen München, und Thomas Enders, CEO Airbus. „Die A350-900 ist unser Einstieg in die 2-Liter-Flotte, ein neuer Meilenstein unserer Flottenstrategie, denn mit ihrem Einsatz vollziehen wir den Generationswechsel auf der Langstrecke“, erklärt Carsten Spohr in seiner Ansprache.

A350XWB

Die Kabine der neuen A350XWB bietet mit 5,60 Metern Breite mehr Platz als vergleichbare Flugzeugtypen. Bei den Passagieren sorgt dieses für ein großzügiges Raumgefühl. Durch die besondere bauliche Konstruktion der A350-900 ist der Kabinendruck während des Reiseflugs angenehmer, so dass die Fluggäste ihr Ziel ausgeruhter erreichen. Dieser ähnelt dem Luftdruck in einer Höhe von 1.800 Metern, im Vergleich zu 2.400 Metern Höhe bei anderen Flugzeugen. Der Effekt wird zusätzlich verstärkt durch ein neuartiges LED-Lichtsystem. Als weltweit erste Fluggesellschaft setzt Lufthansa an Bord der A350-900 verschiedene Lichtstimmungen ein, um den Tag- und Nachtrhythmus ihrer Fluggäste zu unterstützen.

Lufthansa stationiert die ersten zehn Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 ab dem 10. Februar 2017 in München. Erste Destinationen sind Delhi und Boston. Das Flugzeug wird 293 Passagieren Platz bieten: 48 Gästen in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 224 in der Economy Class. Die A350-900 ist das weltweit modernste und umweltfreundlichstes Langstreckenflugzeug. Es verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin, erzeugt 25 Prozent weniger Emissionen und ist beim Start wesentlich leiser als vergleichbare Flugzeugtypen.

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Feierliche Präsentation der ersten A350XWB der Lufthansa in der Technikhalle am Flughafen München
Foto: Lufthansa/Oliver Rösler

Quelle: Lufthansa


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Flughafen Düsseldorf: Emissionsziele für 2020 schon jetzt erreicht

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

DUS mit dritter Stufe der europäischen CO2-Zertifizierung ausgezeichnet

Düsseldorf, 01. Februar 2017:  Das Engagement des Flughafens Düsseldorf zur Reduzierung der CO₂-Emissionen aus dem Flughafenbetrieb trägt Früchte. Der europäische Dachverband der Flughäfen (ACI) attestierte dem Düsseldorfer Airport nun die dritte Stufe (‘Optimisation’) der europäischen CO2-Zertifizierung „Airport Carbon Accreditation“. Hierbei wurden erstmals die gesamten Emissionen betrachtet, die am Standort entstehen.

„Wir nehmen unsere Verantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz sehr ernst und kommen ihr konsequent nach. Da das Grundbedürfnis Mobilität nun einmal Energie verbraucht, spielt das Thema für uns schon seit Jahren eine zentrale Rolle. Für die Aufgabe, die Einwirkungen des Flughafenbetriebs auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, arbeiten wir aktiv und werden auch zukünftig beharrlich bleiben“, sagt Thomas Schnalke, Sprecher der Flughafengeschäftsführung.

Der Flughafen Düsseldorf hatte sich vorgenommen, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 pro Verkehrseinheit (internationale Berechnungsgröße für einen Passagier mit Gepäck oder 100 Kilogramm Frachtgut) auf 2,55 Kilogramm COzu senken. Diesen Vorsatz hat der Flughafen bereits jetzt erreicht und sogar leicht unterschritten. Die Maßnahmen zur CO2-Einsparung am Flughafen haben damit erfolgreich gegriffen. Beispielsweise betreibt der Airport Solaranlagen, eine Absorptionskälteanlage und zwei Blockheizkraftwerke. Darüber hinaus setzt er immer mehr auf Elektromobilität – bis 2020 sollen am Standort 30 E-Fahrzeuge unterwegs sein. Hinzu kommen der verstärkte Einsatz von LED-Lampen und die Optimierung der Raumluftanlagen des Terminals. Die nachhaltige Heizungssteuerung mittels Wettervorhersage wird derzeit weiter ausgebaut.

Airport-Carbon-Accreditation

Die  „Airport-Carbon-Accreditation (ACA)“ ist ein unabhängiges, speziell für Flughäfen entwickeltes Zertifizierungsverfahren zur Erfassung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Nach der Erstellung des sogenannten CO2-Fußabrucks, der Auskunft über den CO2-Ausstoß gibt, werden Reduktionsziele festgelegt und nachgehalten. Das vom Dachverband der europäischen Verkehrsflughäfen „ACI Europe“ im Jahr 2009 initiierte Zertifizierungsprogramm wird jährlich wiederholt und teilt sich in vier aufeinander aufbauende Stufen auf: „Mapping“, „Reduction“, „Optimisation“ und „Neutrality“. In der dritten Stufe werden erstmalig auch Emissionen berücksichtigt, die am Standort durch Dritte entstehen, auf die das Unternehmen jedoch keinen direkten Einfluss ausüben kann. Der Düsseldorfer Flughafen wurde Ende 2011 zum ersten Mal zertifiziert.

Quelle: Flughafen Düsseldorf


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