Garvens: Fortschritte bei Lärm- und Klimaschutz erfordern mehr Investitionskraft

Fortschritte bei Lärm- und Klimaschutz erfordern mehr Investitionskraft

Neuer ADV-Präsident betont Schlüsselrolle der Flughäfen für die deutsche Wirtschaft 

Berlin, 23. Januar2017: Der neue Präsident des Flughafenverbandes ADV, Michael Garvens, hat sich zu Beginn seiner Amtszeit für eine deutliche Stärkung der Investitionskraft der deutschen Flughäfen und den Abbau von Wettbewerbshürden ausgesprochen. „Die Flughäfen sind Deutschlands Tore in die Welt. Damit sie diese Schlüsselfunktion weiterhin erfüllen können, müssen finanzielle Belastungen reduziert und die Infrastruktur den Erfordernissen des weltweit wachsenden Luftverkehrs angepasst werden“, sagte Garvens, der am 1. Januar dieses Jahres die ADV-Präsidentschaft übernommen hat.

Sonderlasten wie die Luftverkehrssteuer, die stetig steigenden Luftsicherheitskosten oder Beschränkungen bei den Betriebszeiten führen dazu, dass die deutschen Flughäfen im internationalen Vergleich benachteiligt sind. „Das gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der Bund muss die finanziellen Spielräume im Haushalt nutzen, um faire Rahmenbedingungen zu schaffen und die Branche spürbar zu entlasten“, so Garvens.

Fortschritte bei den Themen Lärm-und Klimaschutz sowie Verbesserungen der Energieeffizienz ließen sich nur realisieren, wenn die Investitionskraft der Luftverkehrswirtschaft gestärkt werde. „Dafür werde ich mich in Berlin und Brüssel einsetzen“, so der neue ADV-Präsident.

2016 verzeichneten die deutschen Verkehrsflughäfen über 220 Millionen Passagiere und rund 4,5 Millionen Tonnen Luftfracht. 800.000 internationale Flüge und 600 Flugziele zeigen den hohen Nutzen und die Effizienz der ADV-Verkehrsflughäfen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland profitiert von einem Flughafensystem, in dem sich dezentrale Flughäfen und Drehkreuze sinnvoll ergänzen. „Leistungsstarke Flughäfen sichern den Unternehmen den Zugang zu den Weltmärkten“, so Garvens. Der bedarfsgerechte Ausbau von Infrastruktur müsse auch künftig möglich sein. „Nur mit ausreichenden Kapazitäten können wir im globalen Wettbewerb bestehen.“

Der ADV-Präsident sprach sich gegen ein flächendeckendes Nachtflugverbot und gegen staatliche Eingriffe in bestehende Betriebsgenehmigungen aus. „Die Flughäfen benötigen Investitions- und Planungssicherheit. Genehmigungen müssen Bestand haben“, bekräftigte Garvens. Zudem plädiere er für beschleunigte Plan-und Genehmigungsverfahren in Deutschland. Als ADV-Präsident will sich Michael Garvens für eine großzügige Vergabe von Verkehrsrechten sowie eine Ausweitung von Open-Sky-Abkommen stark machen. „Protektionismus ist der falsche Weg und würde dem gesamten Luftverkehr schaden.“

Fortschritte bei Lärm- und Klimaschutz erfordern mehr Investitionskraft

Michael Garvens (58), seit dem 1. Januar 2017 neuer Präsident der ADV, ist Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Köln/Bonn

Die Facharbeit der ADV umfasst insbesondere auch die Bereiche Luftsicherheit, Standortentwicklung und  vernetzte Verkehrsplanung ebenso wie den Umwelt- und Fluglärmschutz.

Quelle: ADV


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