Lufthansa verabschiedet sich von „Bobby“

Frankfurt, 31. Oktober 2016

Lufthansa verabschiedet sich von ihrer Boeing 737-Flotte

  • Fast 50-jährige Ära geht zu Ende
  • Lufthansa maßgeblich an der Entwicklung der B737 beteiligt
  • Künftig einheitliche Kontinentalflotte mit Airbus A320-Familie

Heute, am 31. Oktober, verabschiedet sich Lufthansa nach 48 Jahren von ihrer Boeing 737-Flotte. Damit geht eine fast 50-jährige Ära bei Lufthansa zu Ende. Per Sonderflug LH9922 flog die B737-300 mit der Registrierung D-ABEC („Karlsruhe“) heute Vormittag von Frankfurt nach Hamburg, wo die Lufthansa B737-Flotte zusammen mit Lufthansa Technik offiziell verabschiedet wird. Nach einer Zeremonie fliegen Kapitän und Flottenchef Ulrich Pade und seine Crew am Nachmittag gemeinsam mit Medienvertretern und Mitarbeitern zurück nach Frankfurt, wo sie um 17.10 Uhr Ortszeit erwartet werden.

„Lufthansa ging schon damals innovative Wege, um auf Kundenbedürfnisse einzugehen und Marktchancen zu nutzen. Deshalb haben wir uns maßgeblich an der Entstehung und Entwicklung der B737 beteiligt. Diesen innovativen Ansatz verfolgen wir auch in Zukunft mit Flugzeugen der neuesten Generation“, sagt Harry Hohmeister, Vorstandsmitglied Ressort Hub Management. Im Laufe der Jahrzehnte besaß Lufthansa insgesamt 148 B737 fast aller Generationen. Der damalige Vorstand der Lufthansa Technik Professor Gerhard Höltje hatte Anfang der 1960er Jahre das Projekt vorangetrieben und unterstützt, gemeinsam mit Boeing einen Jet für die Kurz- und Mittelstrecke zu entwickeln. Das Flugzeug sollte sowohl beim Kabinendesign als auch durch die Positionierung der Triebwerke unter den Tragflächen an damalige Langstreckenflugzeuge angelehnt sein.

Ein Jet namens „Bobby“

Ein Kinderbuch aus den 1960er-Jahren bezeichnete die Boeing 707 als den Vater und die B727 als Mutter des kleinen Jets namens „Bobby“. Dieser Name hat sich durchgesetzt. „Für Lufthanseaten und Flugzeugfans ist die B737 seit jeher der Bobby. Viele Passagiere und Mitarbeiter verbinden mit diesem Flugzeugmuster eine ganz besondere Zeit. Wir bedanken uns bei der B737 für fast 50 Jahre zuverlässige und erfolgreiche Operations“, sagt Klaus Froese, CEO Lufthansa Hub Frankfurt.

Mit dem Wechsel zum Winterflugplan wurden alle sechs verbleibenden B737-300 am 29. Oktober letztmalig im Liniendienst eingesetzt. Die Flugzeuge werden in den kommenden Wochen nach Florida überführt und dort weiterverkauft. Lufthansa wird künftig mit einem Flugzeugtyp den gesamten Kontinentalverkehr anbieten. Durch diese Flottenharmonisierung können in verschiedenen Bereichen Synergien gewonnen werden –

angefangen bei der Lizenzierung für Piloten und dem Kabinenpersonal, als auch in der Planung und dem Vorhalten von Ersatzteilen. Die Lufthansa A320-Familie besteht aktuell aus rund 150 Flugzeugen des Typs A319, A320 und A321. Darunter befinden sich auch vier Flugzeuge der neuesten Generation – die A320neo.

Am 19. Februar 1965 bestellte Lufthansa als weltweit erster Kunde 22 Boeing 737-100. Knapp drei Jahre später, am 4. Februar 1968, landete die erste B737 der Lufthansa in Hamburg. Innerhalb kürzester Zeit wurde die B737 die feste Größe der Kurzstrecke. Neben B737-200 in verschiedenen kombinierten Passagier- und Frachtversionen, wurde 1986 die erste B737-300 an Lufthansa ausgeliefert. Sie bot im damaligen Vergleich Vorteile im Komfort, beim Treibstoffverbrauch und der Lärmentwicklung.

Zeitzeuge zur deutsch-deutschen Wiedervereinigung

Im Mai 1988 wurden die ersten Ko-Pilotinnen auf dieses Muster geschult. Die Boeing 737 war auch Zeitzeuge zur deutsch-deutschen Wiedervereinigung. So wurde der erste Flug in die damalige DDR mit einer B737 nach Leipzig durchgeführt. Wenig später, am 2. Oktober 1990, fand der erste Lufthansa-Flug mit der B737 „Sindelfingen“ nach West-Berlin statt. Im Sommer 2016 kam der B737 die letzte große Ehre zuteil. Die zur „Fanhansa“ umlackierte B737 mit der Kennung D-ABEK flog die deutsche Fußballnationalmannschaft nach Frankreich.

Lufthansa 737 „Bobby“

Lufthansa 737 „Bobby“ (Foto: Lufthansa)

Quelle: Lufthansa


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Flughafen Köln/Bonn

Flughafen Köln/Bonn begrüßt UPS-Entscheidung für Boeing 747-8F

Köln, 27. Oktober 2016: Der Flughafen Köln Bonn begrüßt die UPS-Entscheidung zur Beschaffung von 14 neuen Großraum-Frachtern vom Typ Boeing 747-8F. Die neuen Maschinen sollen laut UPS zwischen 2017 und 2020 ausgeliefert werden und auf den wichtigsten Hauptrouten Flugzeuge die bislang geflogenen MD-11 und Boeing 747-400 ersetzen. „Diese Entscheidung ist für uns ein Riesenerfolg und eine eindrucksvolle Bestätigung unserer langjährigen Gebührenpolitik“, freut sich Flughafenchef Michael Garvens. „Wir haben deutliche Signale von UPS, dass diese neuen Flugzeuge in Zukunft auch in Köln/Bonn eingesetzt werden und lautere Maschinen wie etwa die MD-11 ersetzen“, so Garvens. Dies sei ein wichtiger Schritt zu einer weiteren Reduzierung von Fluglärm. „Mit unserer Gebührenpolitik setzen wir seit Jahren massive finanzielle Anreize für den Einsatz leiseren Fluggeräts. Das Beispiel UPS zeigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind.“

2013 hatte der Flughafen Köln/Bonn seine Gebührenordnung novelliert. Für lautere Flugzeuge müssen Airlines seitdem nochmal deutlich mehr bezahlen als für leisere, insbesondere wenn sie nachts fliegen. Um eine möglichst große Lenkungswirkung zu erzielen, wurde zusätzlich ein Rabatt-System eingeführt. Danach sparen Fluggesellschaften bis zu 1 Million Euro Start- und Landegebühren, wenn sie statt der lauteren MD-11 moderne Maschinen wie die Boeing 747-8F anschaffen.

boeing

UPS hat sich nach eigenen Angaben zudem Optionen für den Kauf von 14 weiteren Flugzeugen dieses Typs gesichert.

Quelle: Flughafen Köln/Bonn

 


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Bob Hoover

Zum Abschied von ‘Bob’ Hoover

 

Für viele war er einer der größten Piloten aller Zeiten. Dabei hat man ihn nur allzu gerne auf die Rolle des tollkühnen Airshow-Piloten reduziert, ‘Bob’ Hoover.

Geradezu legendär sind die Berichte über das, was er mit den unterschiedlichsten Flugzeugen im Flug ‘anstellte’.

Was jedoch zumeist übersehen wurde: Als professionellem Testpilot ging es Robert Anderson Hoover weniger um spektakuläre Stunts, auch wenn er sicherlich Spaß daran hatte, die Aviation Community immer wieder aufs Neue zu verblüffen; es ging ihm vor allem darum zu zeigen, was Flugzeuge aerodynamisch zu leisten vermögen. Für ihn reichte es nicht, ein Flugzeug sicher und perfekt zu steuern; sein Credo war es, Flugzeuge ‘wirklich zu fliegen’.

Ziel seiner Flugdemonstrationen, so beispielsweise auf der ILA 1978 in Hannover, war es, Vertrauen in die Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Flugzeugen zu schaffen, sei es durch Bestleistungen und Rekorde, sei es durch Demonstration in fliegerischen Grenzbereichen, beispielsweise in Form von spektakuläre Rollen, Loops und Landungen mit einem oder zwei stillgelegten Triebwerken, etwa in einem Shrike Commander von Rockwell.

Wenn solche Flugmanöver mit einem zweimotorigen Reise- und Geschäftsflugzeug offensichtlich möglich sind, dann sollte es erst recht möglich sein, ein solches Flugzeug innerhalb seiner legalen Betriebsgrenzen sicher und zuverlässig zu fliegen.

Bob Hoovers Leben war kaum weniger spektakulär als seine Flugvorführungen.

In Nashville, Tennessee, seiner Geburtsstadt, verdiente er sich seine ersten Flugstunden als Aushilfe in einem Lebensmittelladen, bevor er zum Wehrdienst eingezogen und zum Einflieger für frisch montierte Flugzeuge ausgebildet wurde. Es folgte der Einsatz als Jagdflieger bei der 52nd Fighter Group in Sizilien. Nach dem Abschuss über Südfrankreich kam er 1944 in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach mehrmonatiger Gefangenschaft gelang ihm der Ausbruch aus dem Gefangenenlager in Barth und die anschließende Flucht in einer gestohlenen Focke-Wulf Fw 190 in die Niederlande.

Nach dem Krieg kam er als Testpilot auf das Wright Field (heute Wright-Patterson Air Force Base), wo ihn sein Testpiloten-Kollege Chuck Yeager kennen und schätzen lernte.

Als Chuck Yeager zum Testpiloten für das Bell X-1-Programm berufen wurde, forderte er ‘Bob’ als Chase- und Backup-Piloten an. Am 14. Oktober 1944 durchbrach Chuck Yeager mit der raketengetriebenen Bell X-1 als erster Mensch die Schallmauer im Horizontalflug, während ‘Bob’ das Begleitflugzeug, eine Lockheed P-80, flog. ‘Bob’ Hoover hätte dabei nur allzu gerne mit Chuck Yeager getauscht, zumal dieser mit zwei frisch gebrochenen Rippen an den Start ging.

Zum Abschied von 'Bob' Hoover

Bob Hoover beim EAA AirVenture 2016 in Oshkosh Foto: Rudi Pilz

Mit seinem Markenzeichen – einem breitkrempigen Strohhut – war ‘Bob’ Hoover für Jahrzehnte nicht nur ein gefragter Test-, Vorführ- und Airshow-Pilot, sondern zugleich ein nimmermüde Promotor für die Luftfahrt. Auch nachdem er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fliegen durfte, nutzte er jede Gelegenheit, um für die Luftfahrt zu werben, zuletzt noch in diesem Sommer beim EAA AirVenture in Oshkosh. Trotz der Kriegserfahrungen verband ihn mit Deutschland eine ganz besondere Freundschaft.

‘Bob’ Hoover starb am 25. Oktober im Alter von 94 Jahren in Los Angeles.

Rolf Dörpinghaus

 


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Fraport: Zahl der Arbeitsplätze erneut gestiegen

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Zuwachs von rund 18.500 Beschäftigten seit 2000

Frankfurt, 27. Oktober 2016: Der Flughafen Frankfurt bleibt seiner Funktion als Wirtschaftsfaktor und Job-Motor erster Ordnung für die Rhein-Main-Region treu. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 arbeiteten annähernd 81.000 Beschäftigte am Airport – so viele wie nie zuvor. Damit untermauert der Frankfurter Flughafen seine Position als größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands. Dies ist das Ergebnis der neuesten Arbeitsstätten- und Beschäftigtenerhebung.

„Der Frankfurter Flughafen ist mehr als nur internationaler Verkehrsflughafen und Deutschlands Tor zur Welt. Er ist auch eine außergewöhnliche Arbeitsstätte, die fasziniert und bei vielen Menschen den Wunsch erzeugt, hier zu arbeiten“, freut sich Michael Müller, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Fraport AG, über die positive Entwicklung.

Der Blick zurück bestätigt als langfristigen Trend den Zusammenhang von Passagier- und Beschäftigungswachstum: So flogen im Jahr 1990 mehr als 26 Millionen Passagiere von und nach Frankfurt, im gleichen Jahr wurden rund 53.000 Beschäftigte am Airport registriert. Im Jahr 2000 betrug das Passagieraufkommen rund 49 Millionen Passagiere und es arbeiteten bereits 62.500 Beschäftigte am Flughafen. Bis heute sind seit dem Jahr 2000 weitere 18.500 Beschäftigte dazugekommen.

„Das Job-Angebot am Flughafen Frankfurt ist kein Selbstläufer“, so Müller weiter. „Um auch in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu erhalten sowie zur nachhaltigen Sicherung der bestehenden Beschäftigungsverhältnisse beizutragen, benötigt die Luftverkehrsbranche verlässliche Rahmenbedingungen und keine weiteren Wettbewerbsnachteile durch zusätzliche Regulierungen.“

Die aktuelle Erhebung gibt zudem Einblick, in welchen Branchen die Arbeitsplätze am Standort vorhanden sind. Demnach arbeiten zwei Drittel der erfassten Beschäftigten bei einer Luftverkehrsgesellschaft, operativ im Flughafenbetrieb oder im Speditions- und Transportgewerbe. Weitere aufgeführte Branchen sind Behörden und Institutionen, Catering, Sicherheitsdienste, Personaldienstleistungen, Beratungen und Consulting, Hotels und Gaststätten, Fracht-Handling, Reinigungsbetriebe sowie der Einzelhandel. Weiteres Wachstumspotenzial besteht in den Sicherheitsdienstleistungen sowie bei den Behörden, von diesen beiden Branchen wurden die meisten noch offenen Stellen gemeldet. Für die Mehrheit der Arbeitsplätze sind branchenspezifische Qualifikationen erforderlich. Insgesamt nahmen rund 450 Unternehmen und Institutionen an der neuesten Arbeitsstätten- und Beschäftigtenerhebung am Airport teil.

Quelle: Fraport


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Rolls-Royce testet erstmals leistungsfähigstes Luftfahrtgetriebe der Welt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Verbesserung der Treibstoffeffizienz um 25 Prozent avisiert

Dahlewitz, 24. Oktober 2016: Rolls-Royce hat erstmalig das leistungsfähigste Luftfahrtgetriebe der Welt getestet und damit einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung seines neuen Triebwerksdesigns UltraFan™ vollzogen. Das Leistungsgetriebe ist eine entscheidende Komponente des UltraFan, denn es ermöglicht dem Triebwerkdesign über einen breiten Startschubbereich hinweg effiziente Leistung zu liefern.

Der Erstlauf des Rolls-Royce Leistungsgetriebes (Power Gearbox PGB) im unternehmenseigenen Getriebe-Testzentrum in Dahlewitz (bei Berlin) markiert den Beginn einer ganzen Reihe von Tests, bei der bis zu 100.000 PS auf die Getriebe wirken werden. Das entspricht der Leistung von mehr als 100 Formel 1-Rennwagen. Mike Whitehead, Rolls-Royce, Chief Engineer und Head of Programme UltraFan Technologies, Civil Aerospace, sagte: „Dies ist ein weiterer wesentlicher Schritt, um unsere Zukunftstechnologie Wirklichkeit werden zu lassen. 2014 haben wir das UltraFan-Konzept  auf den Weg gebracht, und nun nutzen wir unsere neue Infrastruktur, damit es Realität wird.“

Der Erstlauf fand im Rolls-Royce Lageprüfstand statt. Hier können die Ingenieure alle Effekte simulieren, wie sie im verbauten Getriebe auftreten, wenn das Flugzeug nach dem Start in den Steigflug geht, zum Landeanflug sinkt oder unterwegs in Schräglage geht. Der erste Test bestätigte das dynamische Verhalten der Bauteile und des Ölkreislaufs bei geringem Druck und niedrigen Geschwindigkeiten.

Weiterführende Tests werden im Laufe des Jahres erfolgen, um zusätzliche Daten zu Kombinationen aus niedriger Leistung und hoher Geschwindigkeit bei unterschiedlichen Nick- und Rollwinkeln in verschiedenen simulierten Höhen zu erheben. Hochleistungstests werden im nächsten Jahr im PGB Power Rig stattfinden, in dem das Getriebe die volle Leistung erreichen wird.

UltraFan

Der ab 2025 verfügbare UltraFan wird eine Verbesserung der Treibstoffeffizienz von 25 Prozent gegenüber der ersten Trent-Triebwerkgeneration von Rolls-Royce bieten. Das Konzept umfasst:

  • Eine neue Kerntriebwerksarchitektur – für höchste Treibstoffeffizienz und niedrige Emissionen.
  • Ein CTi-Fan-System – Carbon-Titan Fanschaufeln und ein Gehäuse aus Verbundwerkstoff zur Gewichtseinsparung.
  • Fortschrittliche keramische Verbundwerkstoffe – hitzebeständige Komponenten, die durch geringeren Kühlluftbedarf effizienter arbeiten.
  • Ein Reduktionsgetriebe, das treibstoffeffiziente Leistung für schubstarke Triebwerke der Zukunft mit hohem Nebenstromverhältnis liefert.

Rolls-Royce arbeitet in Partnerschaft mit Liebherr-Aerospace in dem Joint Venture ‘Aerospace Transmission Technologies’ an der Entwicklung der Fähigkeiten und der Kapazität zur Produktion des neuen Leistungsgetriebes. Rolls-Royce leitet die Designdefinition und die Integration des Leistungsgetriebes sowie alle Testaktivitäten.

 Quelle: Rolls-Royce plc

 


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CDP: MUC für CO2-Reduzierung ausgezeichnet

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

München, 21. Oktober 2016: Die internationale Klimaschutzorganisation CDP („Carbon Disclosure Project“) hat die Flughafen München GmbH (FMG) für besonders effektive Klimaschutzleistungen gewürdigt. In der Klimawandelberichterstattung 2016 erlangte der Münchner Airport die Wertung „B“ und erhielt damit den Status „Sector Leader Transportation“. „Damit gehört die Flughafen München GmbH zu den besten Unternehmen dieser Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz“, sagt Susan Dreyer, Direktor DACH Region, CDP.

CDP hat heute ihren diesjährigen Bericht zum Klimawandel vorgelegt und im Rahmen einer Konferenz am Münchner Flughafen die Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet, die sich erfolgreich für die Reduktion von CO2-Emissionen eingesetzt und damit dazu beigetragen haben, den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen.

„Wir freuen uns über diese Auszeichnung, die unsere Anstrengungen zur Reduzierung von Emissionen am Münchner Airport honoriert“, erklärte Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh, der die CO2-Strategie der FMG auf der Tagung vorstellte. Kerkloh weiter: „Seit Jahren verfolgt der Flughafen München das ambitionierte Ziel, sich bis zum Jahr 2020 CO2-neutral zu entwickeln. Das bedeutet, dass die CO2-Emissionen trotz des weiter steigenden Flugverkehrs und des laufenden Flughafenausbaus nicht höher sein sollen als im Basisjahr 2005.”

 

Quelle: Flughafen München

LH Technik:  Flugzeugwartung jetzt digital dokumentiert

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

‘Paperless Maintenance’ wird an allen deutschen Wartungsstationen eingeführt

Hamburg, 17. Oktober 2016: Ab sofort dokumentiert die Lufthansa Technik AG an allen deutschen Wartungsstationen die Behebung von Beanstandungen an Flugzeugen der Lufthansa Airlines und der Lufthansa Cargo in elektronischer Form.  Unter anderem wurde im Rahmen des Projekts “Paperless Maintenance” die elektronische Arbeitskarte (eJobcard) eingeführt und das vormals papierbasierte Ground Log Book (GLB) durch das elektronische Ground Log (eGL) ersetzt. Damit spart das weltweit größte MRO-Unternehmen in der Wartung bereits jetzt jährlich mehrere hunderttausend – zukünftig einige Millionen – Seiten Papier ein.
Grundlage hierfür ist, die sogenannte “Maintenance Log”, eine Applikation, die von Lufthansa Technik entwickelt wurde. Die Applikation dient der Erfassung und Ausgabe von Daten und ermöglicht einen Einsatz auf verschiedenen mobilen Endgerätetypen. “Die elektronische Dokumentation benötigt in Verbindung mit mobilen Endgeräten nur noch eine einmalige Dateneingabe durch das Wartungspersonal – und das direkt am Befundort”, so Gerald Frielinghaus, Programmleiter “Paperless Maintenance” bei Lufthansa Technik.

Lufthansa Technik spart mit “Paperless Maintenance” nicht nur Papier, Umweltressourcen, Zeit und Kosten, sondern beschleunigt auch die Bereitstellung und Übermittlung aller Informationen. Außerdem entfallen einige Arbeitsprozesse vollständig oder werden durch die  elektronische Dokumentation schlanker, übersichtlicher und weniger fehleranfällig. Überflüssige Dateneingaben entfallen.

“Unsere Kollegen an den Flugzeugen schätzen die neue Applikation. Sie entlastet bei notwendigen Dokumentationstätigkeiten spürbar und erlaubt dem Mitarbeiter, sich mehr auf seine eigentliche technische Tätigkeit zu konzentrieren”, ergänzt Dr. Rainer Sebus, der in diesen  Tagen die Nachfolge von Gerald Frielinghaus antritt, der in den Ruhestand geht.

In den kommenden Monaten werden im Rahmen des Projekts über 2.000 Mechanikerinnen und Mechaniker in Frankfurt mit Smartphones und  Tablet-PCs ausgestattet. Damit kann in praktisch jeder Arbeitssituation direkt am Befundort dokumentiert werden. Weitere Ausbauschritte des Projekts sind unter anderem die individualisierte digitale Auftragssteuerung sowie die stärkere Integration von  Unterstützungsprozessen des Beanstandungsmanagements beispielsweise bei der Verspätungs- und Schadenserfassung.

Quelle: Lufthansa Technik


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Lärmobergrenze in Frankfurt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

BDL: Warnung vor Lärmobergrenze in Frankfurt

Berlin, 12. Oktober 2016: Im Hinblick auf die heutige Debatte im hessischen Landtag zur Einführung einer Lärmobergrenze erklärt Matthias von Randow, BDL-Hauptgeschäftsführer: ”Die Pläne der schwarz-grünen Regierungskoalition zur Einführung einer kapazitätsbeschränkende Lärmobergrenze würden die Planungs- und Investitionssicherheit des Flughafens und der dort operierenden Unternehmen torpedieren. Die deutsche Luftverkehrswirtschaft lehnt daher eine Lärmobergrenze grundsätzlich ab.“

Für die deutsche Luftverkehrswirtschaft stellt die geplante Lärmobergrenze einen massiven Eingriff in einen geltenden Planfeststellungsbeschluss, in eine bestandskräftige Genehmigung und darüber hinaus in die Kapazitätsentwicklung des Frankfurter Flughafens dar. Von Randow: „Eine solche Entscheidung würde die Verlässlichkeit von Regierungshandeln in Frage stellen.“

Die deutsche Luftverkehrswirtschaft wirbt stattdessen für einen gemeinsamen Weg zu einer Reduktion des Fluglärms. Dabei steht an erster Stelle die Reduktion des Lärms an der Quelle. „Um in neue Technologien und die Erneuerung der Flugzeugflotten investieren zu können, benötigen unsere Unternehmen Investitionssicherheit und fairen Wettbewerb“, betont von Randow.

Aktiver Lärmschutz beginnt bei der Investition in neue und leisere Flugzeuge und setzt sich in der Nutzung optimierter Anflugverfahren und –routen fort. Bei der Bekämpfung unvermeidlichen Lärms setzen Flughäfen und Fluglinien in Zusammenarbeit mit den Anliegern bereits seit vielen Jahren auf effektive Mittel des passiven Schallschutzes.

Wie das Luftverkehrsgutachten der Bundesregierung festgestellt hat, ist die deutsche Luftverkehrsbranche bereits heute aufgrund wettbewerbsverzerrender politischer Alleingänge des deutschen Gesetzgebers, vor allem bei der Luftverkehrsteuer, den Luftsicherheitskosten, den Betriebsbeschränkungen und den flugsicherungsfremden Lasten bei der Flugsicherung gegenüber internationalen Konkurrenten erheblich benachteiligt. Schon jetzt fallen Frankfurt und die deutschen Flughäfen gegenüber der Entwicklung des weltweiten Luftverkehrs zurück. Regionale Alleingänge wie Obergrenzen für Lärm verschärfen diese Situation erheblich.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

 


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ICAO beschließt globales Klimaabkommen für die Luftfahrt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

BDL plädiert für zügige Implementierung

Berlin, 7. Oktober 2016: Mit überwältigender Mehrheit hat die UNO-Staatengemeinschaft im Rahmen der Internationalen Zivilluftfahrtbehörde ICAO in Montreal einem globalen Klimaabkommen für den Luftverkehr zugestimmt. Der Luftverkehr ist damit der erste und bislang einzige Industriesektor weltweit mit einem eigenen Klimaabkommen. Die UN-Luftfahrtorganisation ICAO unterstreicht damit die Bedeutung des Pariser Klimaabkommens auch für den Luftverkehr. Mit dem Offsetting-System CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) sollen ab 2020 wachstumsbedingte CO2-Emissionen weltweit kompensiert werden.

Durch das globale Offsetting‐System wird die Luftfahrt für ihre wachstumsbedingten Emissionen eine Klimaschutzabgabe zahlen. Mit diesen Mitteln sollen weltweit CO2-senkende Vorhaben finanziert werden, die in entsprechender Größenordnung diese Emissionen verlässlich kompensieren.

”Die Luftverkehrsbranche hat sich seit Jahren für ein Klimaabkommen stark gemacht. Deshalb begrüßen wir, dass die Staaten in Montreal jetzt dafür den Weg bereitet haben.“Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, weiter: „Das Abkommen ist ein Kompromiss. Aber: Jetzt sind die Rahmenbedingungen festgelegt und es geht nun darum, das Offsetting-System in den nächsten Jahren wirkungsvoll auszugestalten und umzusetzen. Dafür sagen wir als Luftverkehrsbranche unsere volle Unterstützung zu.“

Die Implementierung soll in drei Phasen erfolgen, wobei die ersten beiden Phasen freiwillig sind und die dritte an Kriterien gebunden ist, die 90 Prozent der Verkehrsleistung im internationalen Luftverkehr abdecken. „Wir hätten uns von Anfang an eine verbindliche Teilnahme vorstellen können. Aber nur mit dem nun vorliegenden Kompromiss konnte der einvernehmliche Beschluss der Staaten erreicht werden. Umso erfreulicher ist, dass schon jetzt 65 Staaten, die zusammen mehr als 80 Prozent der weltweiten Verkehrsleistung ausmachen, ihre Teilnahme von Beginn an zugesagt haben.“ Zu den Staaten, die von Anfang an dabei sein wollen, zählen unter anderem 44 europäische Länder, die USA, China und Japan.

Das Offsetting-System ist ein entscheidender Baustein im Klimaschutzplan der Luftfahrt, auf den sich Airlines, Flughäfen, Hersteller und die Flugsicherungen bereits 2009 geeinigt haben:

  1. Die Treibstoffeffizienz soll pro Jahr um 1,5 Prozent gesteigert werden.

Dies gelingt bereits heute durch Innovationen bei der Flugzeug- und Triebwerkstechnik, die Investition in energieeffizientere Flugzeuge sowie optimal aufeinander abgestimmte betriebliche Prozesse am Boden und in der Luft.

  1. Ab 2020 soll das Wachstum des Luftverkehrs CO2-neutral erfolgen.

Dafür brauchen wir jetzt das internationale Klimaschutzinstrument in Form des Offsetting-Systems, um ab 2020 das wachstumsbedingte CO2 zu kompensieren.

  1. Bis 2050 sollen die netto-CO2-Emissionen der Luftfahrt gegenüber 2005 um 50 Prozent sinken.

Dafür müssen langfristig alternative Kraftstoffe und Antriebe entwickelt und zu marktfähigen Preisen angeboten werden. 

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsame Interessenvertretung der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Mitglieder des Verbandes sind die Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und weitere Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr. Die deutsche Luftverkehrswirtschaft  ermöglicht Mobilität für jährlich mehr als 200 Mio. Fluggäste und trägt mit dem Transport von Waren im Wert von über 200 Mrd. EUR zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei. Die Luftfahrt beschäftigt in Deutschland mehr als 800 000 Menschen.

Quelle: BDL

Siehe hierzu auch unsere umfassende Berichterstattung in der englischen Ausgabe des IASA Journals

(z.B. https://www.iasaev.org/en/2016/10/06/icao-achieves-consensus-on-sustainable-future-for-global-civil-aviation/)

 


 

Flughafen Köln/Bonn wächst am stärksten

1,9 Milliarden Euro Wertschöpfung durch den Airport

Köln, 7. Oktober 2016: Für den Köln Bonn Airport verläuft das Geschäftsjahr 2016 außerordentlich erfolgreich. Beflügelt von der positiven Entwicklung der Low-Cost-Airlines auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke, steuert der Flughafen auf einen neuen Passagierrekord zu. Nach aktueller Prognose wird die Zahl der Fluggäste in diesem Jahr auf rund 11,7 Millionen steigen. Das sind gut 1,4 Millionen beziehungsweise 13 Prozent mehr als im vorigen Jahr. Zum ersten Mal überhaupt werden damit mehr als 11 Millionen Fluggäste in Köln/Bonn in einem Jahr gezählt. Auch bei der Fracht steuert der Flughafen 2016 auf ein neues Rekordergebnis zu. Hier rechnet der Flughafen mit einem neuen Allzeithoch von 770.000 Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es 758.000 Tonnen. Der Airport wird im laufenden Geschäftsjahr erneut einen deutlichen Überschuss erwirtschaften: Nach Steuern wird ein Gewinn von 5,2 Millionen Euro (2015: 5,1 Mio. Euro) erwartet.

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„Das laufende Jahr ist eines der besten in der Geschichte des Flughafens. Wir haben einen deutlichen Sprung gemacht und sind unter den deutschen Airports mit Abstand der wachstumsstärkste“, sagt Flughafenchef Michael Garvens. Köln/Bonn habe sich fest in der Top-Liga der deutschen Airports etabliert. „Verantwortlich dafür ist natürlich das Angebot der Eurowings-Langstrecken und das Wachstum der Low-Coster, allen voran Ryanair“, so Garvens.  Bis einschließlich September zählte der Flughafen so bereits rund 9,1 Millionen Fluggäste. Das sind 18 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Zum Vergleich: Der Markt legte in Deutschland von Januar bis August nur um 3 Prozent zu.  Unter den deutschen Flughäfen wächst Köln/Bonn damit am stärksten.

Mitarbeiterzahlen steigen

Auch die Mitarbeiterzahlen steigen immer weiter. 13.965 Menschen arbeiteten am Stichtag 31. Dezember 2015 in 122 verschiedenen Unternehmen am Köln Bonn Airport. So lautet das Ergebnis einer Arbeitsstättenerhebung, die der Flughafen alle zwei Jahre durchführt. Gezählt werden dabei die Mitarbeiter aller auf dem Flughafengelände tätigen Unternehmen. 541 Arbeitsplätze sind seit der letzten Erhebung 2013 dazugekommen. Das bedeutet ein Plus von vier Prozent. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre kommt der Airport mit 2.036 neuen Arbeitsplätzen auf ein Wachstum von 17 Prozent. Der Flughafen ist damit eine der größten Arbeitsstätten in Nordrhein-Westfalen.

Inklusive der fast 14.000 Arbeitsplätze am Airport hängen insgesamt 21.400 Jobs in der Region vom Flughafen ab.  Deutschlandweit sind es insgesamt 30.500. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer umfangreichen empirischen Studie, die die Unternehmensberatung Infras im Auftrag des Köln Bonn Airport erstellt hat. Errechnet wurden dabei die direkten, indirekten sowie die induzierten Arbeitsplätze. Die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung durch den Airport beträgt 1,9 Milliarden Euro. In der Region sind es 1,4 Milliarden Euro, am Flughafen selber 950 Millionen Euro – das bedeutet eine Wertschöpfungssteigerung von 19 Prozent seit der letzten Studie 2006.

Flughafenchef Michael Garvens

Flughafenchef Michael Garvens

Quelle: Flughafen Köln/Bonn 

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