IASA e.V.

Erste Lufthansa A350-900 entsteht in Toulouse

Toulouse, 28. Juni 2016:  Zum ersten Mal verlässt eine A350-900 der Lufthansa eine der Airbus-Fertigungshallen in  Toulouse.  Tragflächen und Fahrwerke sind bereits installiert. Gut sichtbar ist das Leitwerk in Lufthansa-Lackierung. Damit trägt eine A350-900 erstmals den Kranich am Heck.

Die erste A350-900 der Lufthansa trägt bei Airbus die Fertigungsnummer MSN074 und wird bei Lufthansa unter der internationalen Kennung D-AIXA fliegen. Die A350-900 gilt als das weltweit modernste und umweltfreundlichste Langstreckenflugzeug für den Passagierverkehr. Es verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin, hat entsprechend weniger Emissionen (CO2) und erzeugt einen bis zu 50 Prozent kleineren Lärmteppich als vergleichbare Flugzeugtypen.

Lufthansa stationiert die ersten zehn Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 ab dem kommenden Winter in München. Das Flugzeug wird 293 Passagieren Platz bieten: 48 Gästen in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 224 in der Economy Class.

A350XWB

Quelle: Lufthansa 

Mehrfach-Taumelscheibe gegen Rotorblatt-Lärm

DLR testet neuartige Methode für leisere Hubschrauber

Braunschweig, Donnerstag, 23. Juni 2016: Rotoren verleihen Hubschraubern ihre einzigartigen Flugeigenschaften, sind aber auch Hauptquelle für den von ihnen ausgehenden Fluglärm. Forscher des DLR Braunschweig haben eine neuartige Methode getestet, die Hubschrauber leiser, energiesparender und vibrationsärmer macht. 30 bis 40 Prozent Lärmverringerung sind in bestimmten Flugzuständen wie dem Landeanflug möglich.

Die Aerodynamik von Rotoren ist unter bestimmten Betriebsbedingungen die Hauptquelle des Lärms, den Hubschrauber erzeugen. Ein großer Teil davon entsteht durch die Wechselwirkung der Rotorblätter mit sogenannten Blattspitzenwirbeln. Diese entstehen durch die Umströmung der Blattspitze infolge eines Druckunterschiedes zwischen Blattunter- (Überdruck) und -oberseite (Unterdruck).

Luftwirbel für Lärm verantwortlich

Durch den Druckausgleich an der Rotorblattspitze wird die Luft in Rotation versetzt, und hinter der Blattspitze bildet sich ein kleiner, konzentrierter Wirbel. Der Lärm entsteht dadurch, dass der Wirbel eines Rotorblattes mit dem nachfolgenden Rotorblatt kollidiert. Die dabei auftretenden Wechseldrücke am Rotorblatt  verursachen nicht nur das typische “Teppichklopfer-Geräusch”, sondern führen auch zu Vibrationen im Hubschrauber und verringern den Komfort der Passagiere.

Durch geschicktes Verstellen jedes einzelnen Rotorblattes kann die Wirbelstärke deutlich verringert werden – dafür ist eine hochgenaue Änderung des Anstellwinkels des Blattes mehrfach pro Umdrehung notwendig. Versuche, eine solche Einzelblattsteuerung durch den Einbau aktiver Steuerungselemente in die drehenden Rotoren zu realisieren, sind bislang am zu großen technischen Aufwand gescheitert: Öl- oder Stromleitungen im Rotor zur Versorgung der Steuerungselemente sind zu komplex.

Die Braunschweiger Forscher haben im Windkanalversuch eine neue Möglichkeit erprobt, mit der eine solche Einzelblattsteuerung ohne diese aufwändigen Steuerelemente im drehenden Rotor möglich ist.

Findige Lösung: die Mehrfach-Taumelscheibe

Dafür haben sie ein Kernelement des Hubschrauberrotors verändert:  die sogenannte Taumelscheibe, die sich unterhalb des drehenden Rotors befindet. Durch Verschieben und Kippen setzt sie die Steuerbefehle des Piloten um und verändert über sogenannte Steuerstangen den Anstellwinkel der Rotorblätter. Bislang haben Hubschrauber lediglich eine Taumelscheibe, die an Rotoren mit mehr als drei Rotorblättern keine Einzelblattsteuerung ermöglicht. Die DLR-Forscher haben nun erstmals zwei Taumelscheiben kombiniert und umeinander angeordnet. Damit lassen sich die Rotorblätter so ansteuern, dass die Stärke der Wirbel geringer oder ihr Abstand zu den vorbeifliegenden Rotorblättern kleiner wird. Komplizierte Veränderungen im drehenden Teil des Rotors oberhalb der Taumelscheibe sind nicht notwendig. Entwickelt und patentiert haben dieses Mehrfach-Taumelscheiben-System (Multiple Swashplate System META) der Projektleiter Rainer Bartels und Prof. Berend van der Wall vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik.

Die Versuche fanden im Niedergeschwindigkeitswindkanal LLF der Deutsch-Niederländischen Windkanäle (DNW) im niederländischen Emmeloord statt. Dabei wurden an einem Hubschraubermodell zwei verschiedene Modell-Rotoren mit dem neuen Taumelscheiben-System getestet: ein älterer nach dem Vorbild einer Bo105 und ein moderner einer H145. Mit dem Hubschraubermodell wurden bei laufendem Rotor verschiedene Flugzustände wie Schnellflug und Landeanflug simuliert. Mikrofone erfassten den Lärm. Eine Vielzahl an Sensoren sowie Hochgeschwindigkeitskameras dokumentierten die elastischen Verformungen der Rotorblätter, um so Rückschlüsse auf die Blattbelastungen zu ermöglichen.

Taumelscheibe

Versuchsaufbau zur Vermessung des Rotorlärms im Niedergeschwindigkeitswindkanal LLF der Deutsch-Niederländischen Windkanäle (DNW) im niederländischen Emmeloord

Sowohl bei der älteren wie bei der neueren Rotorkonfiguration stellten die Forscher eine deutliche Verringerung von Lärm, Energieverbrauch und Vibrationen fest. Beispielsweise verringerte sich der Geräuschpegel bei der Bo105-Konfigurartion im simulierten Landeanflug um bis zu 4,5 Dezibel, was einer Verringerung von etwa 40 Prozent entspricht. Für den moderneren und darum bereits leiseren H145-Modellrotor stellten die Forscher eine Verringerung um 3,9 Dezibel fest, was etwa 37 Prozent weniger Lärm entspricht.

Taumelscheibe1

Die Vibrationen konnten mit der Mehrfach-Taumelscheibe um bis zu 75 Prozent beim Bo105-Rotor und bis zu 52 Prozent beim H145-Rotor reduziert werden – ein großer Gewinn für den Komfort von Passagieren. Darüber hinaus wurden im schnellen Vorwärtsflug Leistungseinsparungen von bis zu 4 Prozent (Bo105-Rotor) beziehungsweise 3 Prozent (H145) gemessen.

Quelle: DLR

Neue Luftverkehrsabkommen müssen fairen Wettbewerb achten

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

BDL-Präsident benennt Kriterien

Der EU-Verkehrsministerrat entscheidet zu Beginn dieser Woche abschließend darüber, ob die EU-Kommission ein Mandat erhält, um mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und der Türkei über ein umfassendes Luftverkehrsabkommen zu verhandeln. Dazu erklärt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft:

Wir begrüßen die Aufnahme der Verhandlungen. Es geht darum, dass mit den Luftverkehrsabkommen eine weitergehende Liberalisierung des Luftverkehrs begleitet und fortentwickelt wird. Bei der Aushandlung von Luftverkehrsabkommen muss zum einen auf fairen Wettbewerb geachtet werden und zum anderen sind die Auswirkungen des Abkommens auf die gesamte Luftverkehrsanbindung eingehend zu prüfen.

Schulte verwies darauf, dass aus Sicht des BDL und seiner Mitglieder bei der Ausgestaltung von Luftverkehrsabkommen insbesondere folgende Kriterien berücksichtigt werden sollten:

  • Kriterium Markterschließung:

Grundsätzlich sollten die Abkommen so angelegt werden, dass sie faire Marktchancen für hiesige Fluggesellschaften und Flughäfen eröffnen und Angebot und Wettbewerbsfähigkeit Europas und des Luftverkehrsstandorts Deutschland qualitativ verbessern. Auch Zugänge bei Ownership & Control auf Drittmärkten sollten durch Luftverkehrsabkommen ermöglicht bzw. erweitert werden.

  • Kriterium Sicherstellung eines Level-Playing-Field:

In bilateralen Luftverkehrsabkommen sollten Regelungen zu unerlaubten Beihilfen, Mechanis-men zu deren Einhaltung sowie zur Streitbeilegung festgelegt werden. Nur dies kann sicherstel-len, dass faire Chancen zwischen privatwirtschaftlich und staatlich kontrollierten Luftverkehrs-gesellschaften existieren.

  • Kriterium effiziente Verkehrsabwicklung und Verkehrsanbindung:

Im Sinne einer effizienten, wirtschaftlichen Abwicklung von Luftverkehr organisieren die Luftver-kehrsgesellschaften einen großen Teil ihres Verkehrsaufkommens über Drehkreuze, die von den Fluggesellschaften mit den jeweiligen Flughäfen entwickelt werden; so wickelt etwa airberlin über ihre Drehkreuze Berlin und Düsseldorf, Lufthansa über ihre Drehkreuze Frankfurt, München, Zü-rich, Wien und Brüssel ab, sowie Frachtfluggesellschaften zusätzlich über ihre Drehkreuze wie z. B. Köln/Bonn und Leipzig/Halle. Von diesen Drehkreuzen werden Direktverbindungen eines Landes mit wichtigen Handelspartnern und Tourismusdestinationen erschlossen. Insofern sind diese Drehkreuze auch im strategischen Interesse eines Landes: In Zeiten der weit fortgeschrittenen internationalen Arbeitsteilung ist die schnellste Verbindung zwischen zwei internationalen Des-tinationen insbesondere für den optimalen und reibungslosen Ablauf von Logistikketten von besonderer Bedeutung. Hinzu kommt, dass die Dauer von Geschäftsreisen durch Direktverbindungen auf ein Minimum reduziert wird. Bilaterale Luftverkehrsabkommen sollten deswegen ex-ante auch daraufhin angelegt sein, dass sie diese Drehkreuzfunktionen der Flughäfen im Interesse des Wirtschaftsstandorts stärken.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsame Interessenvertretung der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Mitglieder des Verbandes sind die Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und weitere Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr. Die Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich über 200 Mio. Fluggäste und trägt mit dem Transport von Waren im Wert von über 200 Mrd. EUR zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei. Die Luftfahrt sichert in Deutschland mehr als 800.000 Arbeitsplätze.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Luftverkehrsgesellschaft (BDL)

UBA: Treibhausgasneutraler Güterverkehr ist nötig – und möglich

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Krautzberger: Mehr Güter auf die Schiene, fossile Kraftstoffe ersetzen

Dessau, 17. Juni 2016: Um Deutschlands Klimaziele zu erreichen, muss der Verkehr in Deutschland bis spätestens 2050 treibhausgasneutral werden – dies gilt gerade für den stark wachsenden Güterverkehr. Zwei aktuelle Studien des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen nun, wie das gehen kann. Kernpunkte sind die konsequente Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sowie eine Energiewende hin zu postfossilen Antrieben und Kraftstoffen. Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Der Verkehr ist der einzige Sektor, der seine Treibhausgasemissionen seit 1990 nicht mindern konnte. Um unsere Klimaziele auch mit einem wachsenden Güterverkehr zu erreichen, brauchen wir deutlich mehr Güter auf der Schiene und gleichzeitig ein Ende der fossilen Kraftstoffe auch beim Lkw-Verkehr.“

Prognosen des Bundesverkehrsministeriums zeigen: Bei einer Fortschreibung des derzeitigen Wachstums steigt die Güterverkehrsleistung bis 2030 um 38 Prozent gegenüber 2010. „Dass dieses Wachstum nicht ohne Konsequenzen für die Umwelt bleiben wird, ist offensichtlich“, so Krautzberger. Der Schienengüterverkehr ist daher ein unverzichtbarer Baustein für mehr Klimaschutz im Güterverkehr. Das zeigt die Studie „Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050“: Richtige Rahmenbedingungen vorausgesetzt, kann bis 2050 die Verkehrsleistung der Schiene im Vergleich zu heute auf mehr als das Zweieinhalbfache gesteigert werden. Damit verbleiben 2050 jedoch immer noch 60 Prozent der Güterverkehrsleistung auf der Straße. Um auch hier auf null Treibhausgasemissionen zu kommen, müssen fossile Kraftstoffe aus den Tanks von Lkw verbannt werden.

Die Studie „Finanzierung einer nachhaltigen Güterverkehrsinfrastruktur“ zeigt – laut UBA – konkret zwei Ansatzpunkte zur Stärkung des Schienengüterverkehrs bis 2030. Zum einen muss die Nutzerfinanzierung ausgebaut werden. Das bedeutet, die Lkw-Maut auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen auszuweiten. Zudem müssen die externen Kosten bei der Maut mit eingepreist werden, insbesondere was Treibhausgase und Lärm betrifft. Für die Bahn bedeutet das eine Erhöhung und weitere Differenzierung der Trassenpreise nach Lärm. Zum anderen empfiehlt die Studie, die Schieneninfrastruktur und die Infrastruktur für den kombinierten Verkehr schneller auszubauen. „Der vorliegende Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) setzt daher ein völlig falsches Signal, weil er den Straßenverkehr für die nächsten 15 Jahre bevorzugt“, so Krautzberger. „Das Umweltbundesamt empfiehlt, deutlich mehr als die derzeit vorgesehenen 42 Prozent der BVWP-Finanzmittel in die Schiene zu investieren.“

Der Anteil des Güterverkehrs auf der Schiene kann bis 2030 mit den ambitionierten Maßnahmen von 18 Prozent auf 23 Prozent gesteigert werden, so die Studie. Die Effekte sind groß: Wenn nichts passiert, stößt der Güterverkehr im Jahr 2030 noch mehr Treibhausgase aus als 2010. Demgegenüber kann eine Verlagerung auf die Schiene zusammen mit der Einführung von CO2-Grenzwerten für neue Lkw die Emissionen im Jahr 2030 um 17 Prozent gegenüber 2010 senken. „Die vorgeschlagenen Maßnahmen stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland“, so die UBA-Präsidentin. „Sowohl Beschäftigung also auch Wertschöpfung steigen laut unserer Studie leicht an. Und das obwohl der Straßengüterverkehr durch eine stärkere Anlastung der Umweltkosten teurer wird.“

Luftfahrt braucht PtL-Lösungen

Die Studie „Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050“ zeigt darüber hinaus, wie der Verkehr seinen Treibhausgasausstoß bis zum Jahr 2050 insgesamt auf null senken kann. Maria Krautzberger: „Für Null-Emissionen brauchen wir eine völlige Abkehr von fossilen Kraftstoffen – und zwar bei allen Verkehrsträgern.“ Kernelement ist eine Energiewende im Verkehr: Wo möglich, sollten alle Fahrzeuge mit Elektromotoren und Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Bei einigen Verkehrsträgern ist dies jedoch nicht möglich, zum Beispiel beim Flugzeug oder bei Seeschiffen. Hier sollen aus regenerativem Strom hergestellte Kraftstoffe wie Power-to-Liquid (PtL) oder Power-to-Gas (PtG) eingesetzt werden.

Für den Straßengüterfernverkehr untersuchte die Studie den Einsatz von PtL in Diesel-Lkw und den Oberleitungs-Hybrid-Lkw. Das Ergebnis: Beide Optionen ermöglichen im Jahr 2050 null Emissionen im Güterverkehr. Die Lösung mit Oberleitungs-Hybrid-Lkw benötigt dabei deutlich weniger erneuerbaren Strom. Insgesamt ist es kostengünstiger, so die Autoren der Studie, wenn durch vorherige Verlagerung auf die Schiene bereits deutlich weniger Energie im Verkehrsbereich benötigt wird. Verkehrswende und Energiewende im Verkehr müssen daher Hand-in-Hand gehen. Die Klimaschutzziele Deutschlands können – so das UBA – nur mit treibhausgasneutralem Verkehr erreicht werden.

Quelle: Umweltbundesamt

Berlin Air Show 2016

ILA

Airbus setzt auf mehr Nachhaltigkeit

Jubiläumsschau ’60 Jahre Luftwaffe’

Die gute Nachricht vorweg: Die ILA 2016 fand statt. Die Tradition der ältesten Luftfahrtmesse der Welt konnte damit gewahrt werden. Im Fokus stand vor allem die Berliner Politik. Eröffnet wurde die Veranstaltung (1.- 4. Juni) von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Als weitere Kabinettsmitglieder kamen Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auf das ExpoCenter Airport am BER.  Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, übernahm die Schirmherrschaft für den neu geschaffenen ‘Startup Day’ (2. Juni), mit dem junge, innovative Unternehmen gefördert und mit Leitfirmen in Kontakt gebracht werden sollen.

Less Fuel. Less Emissions.

Mit Airbus A350XWB und A320neo präsentierte sich eine neue, leisere, vor allem aber deutlich verbrauchsgünstigere Flugzeuggeneration am Boden und in der Luft. Am Vortag der Veranstaltung hatte Airbus die EASA- und FAA-Musterzulassungen für den A320neo mit LEAP-1A-Triebwerken von CFMI erhalten. Erste Lieferungen mit dieser Triebwerksoption sind schon für Mitte diesen Jahres vorgesehen. Hilfreich war die Bereitschaft von Emirates, Air Berlin und Lufthansa zur Beteiligung mit Fluggerät. Emirates brachte eine A380, Lufthansa (für einen Tag) den ‘Siegerflieger’, eine 747-8, sowie ihren ersten A320neo nach Berlin. Air Berlin bereicherte das Static Display mit einer A321.

Europameisterschaft 2016

Der “Siegerflieger der Fanhansa”, eine Boeing 747-8, erorberte die Herzen des Berliner Publikums im Flug. Foto: M. Dörpinghaus

Boeing und Sikorsky, ein Tochterunternehmen von Lockheed Martin, hatte das Interesse an der sich abzeichnenden CH-53G-Nachfolge nach Berlin geführt. Während Boeing die CH-47 Chinook als Nachfolger der gleichermaßen betagten wie bewährten CH-53G ins Gespräch bringen möchte, setzt Sikorsky auf die neu entwickelte CH-53K, die sich derzeit für das US Marine Corps in Erprobung befindet. Boeing nutzte zugleich den Auftritt auf der ILA, um auf die enge Zusammenarbeit mit deutschen Zulieferern zu verweisen. Dazu zählt vor allem auch die Zusammenarbeit mit Liebherr. Das in Lindenberg (Allgäu) beheimatete Unternehmen liefert u. a. das anspruchsvolle Klappsystem für die Flügelenden der 777X sowie alle Stellantriebe für das Hochauftriebssystem des 777X-Tragwerks.

Dr. Enders: Keine nationalen Alleingänge

Fragen der Nachhaltigkeit im Luftverkehr wurden in einem Pressegespräch von Airbus-Chef Dr. Thomas Enders und Ralf Fücks von der Heinrich-Böll-Stiftung teils kontrovers, teils konstruktiv thematisiert. Wohl kaum eine andere Branche, so Dr. Enders, habe so ambitionierte Ziele zur Verminderung klimarelevanter Emissionen wie der Luftverkehr. Auch wenn es sich hierbei um eine Mammut-Aufgabe handele, ließ Dr. Enders in seinem Statement keinen Zweifel an der Entschlossenheit aufkommen, diese Ziele auch tatsächlich zu erreichen. Zirka 90% der Forschungsmittel für die zivile Luftfahrt gingen derzeit in Projekte mit ökologischer Zielsetzung. Zum Erreichen der Umwelt-Ziele seien jedoch Forschungsförderung und Innovation hilfreicher als lautes Nachdenken über immer neue Restriktionen. Dr. Enders wandte sich in diesem Zusammenhang insbesondere gegen nationale oder europäische Alleingänge. Wenn die Politik es ernst meine, dann solle sie doch endlich den Single European Sky schaffen, durch den allein mindestens 10 % an Treibstoff bzw. Emissionen eingespart werden könnten. Ralf Fücks von der Heinrich-Böll-Stiftung forderte dagegen die Einbeziehung des Luftverkehrs in den so genannten Emissionshandel sowie mehr staatliche Regulierungen bis hin zur Lenkung der Nachfrage und der Besteuerung von Flugkraftstoffen. Angesichts des anhaltenden Wachstums im Luftverkehr sei der Dialog mit der Industrie aus seiner Sicht zwar notwendig, jedoch keine ‘Harmonie-Veranstaltung’.

Mit dem neuen, erstmals in Berlin gezeigten Bluecopter präsentierte Airbus Helicopters verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit bei Drehflüglern.  Und mit dem Mock-up des viersitzigen E-Fan 2.0 signalisierte Airbus, dass der Elektroflug schon bald Realität werden dürfte. Je nach Stromquelle könnte der All-Electric E-Fan nicht nur klimaschädliche Emissionen minimieren, sondern auch das Lärmproblem an Flughäfen und Flugplätzen deutlich entschärfen. Flugzeuge dieser Art wären zudem geeignet, der General Aviation neue Impulse zu verleihen.

Unter der Überschrift ‘Future Lab’ bot das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) einen Überblick über zukunftsweisende, vom ihm geförderte Projekte aus Luft- und Raumfahrt.

Das DLR gab einen Einblick in die aktuelle Arbeit und präsentierte mit dem A320 ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) das Juwel seiner Forschungsflotte. Die Fraunhofer-Gesellschaft präsentierte die Vielfalt  der Forschung ihrer zahlreichen Institute, auch hier mit dem besonderen Schwerpunkt der Nachhaltigkeit. Der Auftritt beider Institutionen war zugleich auch ein Apell an die Berliner Politik, den Forschungsstandort Deutschland zu stärken, wenn die Position im internationalen Wettbewerb gehalten werden soll.

International Suppliers Center ISC

Zu den Erfolgsgeschichten der ILA zählt das ISC. Das offensichtlich gern angenommene, durchgehend geschäftige International Suppliers Center bot auch diesmal etablierten Zulieferern wie auch Startups die Möglichkeit zu Kontakten mit Einkäufern der Luft- und Raumfahrtindustrie. Ein Matchmaking-System erleichterte die Anbahnung von Gesprächsterminen.

125 Jahre Menschenflug

Dem DLR und dem BMWi ist zu danken, dass das Thema ‘125 Jahre Menschenflug’ nicht ganz in Vergessenheit geriet. Es war schließlich in Derwitz bei Berlin, wo Otto Lilienthal im Frühjahr 1891 die ersten erfolgreichen Flüge gelangen. Das DLR hat einen der damaligen Lilienthal-Gleiter nach Originalplänen nachbauen lassen, um ihn im Windkanal mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen und ihn danach erstmals auch öffentlich zu zeigen. Der Nachbau des Lilienthal-Gleiters begrüßte die Besucher beim Betreten des Geländes und erinnerte damit zugleich auch an die einzigartige Tradition des Luftfahrtstandortes Berlin. Die Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e. V. (GBSL) würdigte die Leistungen Lilienthals in einer begleitenden Ausstellung mit Schautafeln und seltenen Dokumenten.

In der aufwendig gestalteten wie gerne besuchten Raumfahrthalle – ein Markenzeichen der ILA – ging es vor allem um den Nutzen, den die Raumfahrt für den Menschen hat, dies insbesondere auch im Hinblick auf Erdbeobachtung und Klimaschutz.

Weltpremiere: Reiner Stemme Q01

Als Plattform für das weltweite Umwelt-Monitoring, die Überwachung internationaler Vereinbarungen sowie von Verkehrswegen und Infrastruktur, präsentierte sich die Q01 von Reiner Stemme Utility Air Systems. Bei der Q01 handelt es sich um ein deutsch-katarisches Gemeinschaftsprojekt, das zu den meistbeachteten Neuvorstellungen in Berlin zählte. Die vielseitig verwendbare, wahlweise bemannt oder unbemannt zu fliegende Hochleistungs-Single bietet (unbemannt) eine Endurance von bis zu 50 Stunden. Der Erstflug fand bereits im November 2015 statt. Angetrieben von einem CD-300 Dieselmotor von Technify und einer Drei-Blatt-Luftschraube von mt-propeller, kann die ganz in Faserverbundwerkstoffen gefertigte Q01 unterschiedliche Sensoren bzw. Nutzlasten von bis zu 1000 kg tragen.

Ebenfalls für Überwachungsaufgaben unterschiedlichster Art und großer Höhe prädestiniert ist die G520 NG von Grob Aircraft. Die bereits 1991 zertifizierte, optional auch unbemannt zu fliegende G520 ist bis heute eines der weltweilt größten, ganz in Faserverbundwerkstoffen gefertigten Flugzeuge.

60 Jahre Luftwaffe

Die absolute Lufthoheit über Berlin beanspruchte jedoch die Bundeswehr, die die Veranstaltung u. a. als willkommene Bühne für eine gleichermaßen informative wie beeindruckende Leistungsschau der Luftwaffe nutzte. Die Geburtstagsfeier ’60 Jahre Luftwaffe’ wie auch die Flugschau insgesamt lockten denn auch die Berliner in großen Scharen auf das Ausstellungsgelände in Selchow.

Im Unterschied zu früheren Jahren verzichteten die Veranstalter auf die Benennung eines Partnerlandes. Laut Abschlussbericht besuchten insgesamt 150.000 Personen die verkleinerte und auf vier Tage verkürzte Schau im Schatten des BER. Ein Termin für die nächste ILA wurde nicht genannt.

IASA-Fotogallerie der ILA 2016:

 

Bundesregierung will Erfolg der deutschen Drehkreuze

65 Jahre BARIG: Arbeit für die weltweite Anbindung Deutschlands an das globale Luftverkehrsnetz

Frankfurt, 7. Juni 2016: Zur 65-Jahr-Feier des ‘Board of Airline Representatives’ in Germany (BARIG) waren rund 250 hochrangige Vertreter aus dem Luftverkehr, von verwandten Industrien, aus Bundes- und Landespolitik nach Frankfurt am Main gekommen, um die Bedeutung von BARIG als starkem Branchenverband zu unterstreichen. Die Botschaften hatten den gleichen Tenor: Der Luftverkehr ist ein zukunftweisender Wirtschaftszweig und der Standort Deutschland muss alles dransetzen, um sich für die Zukunft zu rüsten und richtig zu positionieren.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, gratulierte der BARIG und würdigte zugleich die Arbeit der Organisation mit den Worten: „Der Verband spielt seit seiner Gründung eine überaus wichtige Rolle in der deutschen Luftverkehrswirtschaft. Er steht für Vielfalt, Wettbewerb und für die weltweite Anbindung Deutschlands. Nach der Gründung der Bundesrepublik hatte BARIG wesentlichen Anteil daran, Deutschland wieder in das Netz des weltweiten Luftverkehrs einzubinden. In dem sie Tag für Tag viele Hundert Fracht- und Passagierflüge von und nach Deutschland anbieten, stärken alle Airlines, die in BARIG zusammenarbeiten, den Luftverkehr nachhaltig als elementare Infrastruktur.“

Die Bundesregierung würdigte die Arbeit des Airline-Verbands in einer Grußbotschaft, die von Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, überbracht wurde. Barthle: „Wir wollen gemeinsam den Luftverkehrsstandort Deutschland stärken. Und zwar mit allen Akteuren gemeinsam. BARIG ist hierbei einer der wichtigsten Partner. Für uns als Bundesverkehrsministerium steht fest: Wir wollen den Erfolg der deutschen Drehkreuze. Deswegen soll es weder ein generelles Nachtflugverbot noch eine Veränderung der rechtsgültigen Betriebszeiten an deutschen Flughäfen geben! Genauso setzen wir uns international auf EU- und ICAO-Ebene für die Schaffung einheitlicher und fairer Rahmenbedingungen ein – nur auf Basis eines ‚level playing field‘ ist einer fairer Wettbewerb möglich.“

Auch Hessens Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland gratulierte: „Als größte nationale Interessenvertretung von in Deutschland tätigen Fluggesellschaften ist BARIG für die Hessische Landesregierung ein außerordentlich wichtiger Ansprechpartner rund um den Flugverkehr. Denn es liegt im besonderen Interesse unseres Landes, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Luftverkehrsbranche zu stärken. Der Frankfurter Flughafen ist für uns Hessen als Bundesland in der Mitte Deutschlands und Europas ein Aushängeschild und einer der Motoren für ein starkes Hessen. Deshalb ist uns die Sicherung und die Weiterentwicklung der Standortattraktivität dieses internationalen Luftverkehrsdrehkreuzes eine große Herzensangelegenheit. Die Hessische Landesregierung schätzt BARIG als einen konstruktiven Gesprächspartner, der um die Grundzutaten eines fruchtbaren Dialogs weiß: Gegenseitiger Respekt, die Anerkennung der Interessen des jeweils anderen Partners und der Wille für konstruktive Lösungen, mit denen alle Beteiligten gut leben können. Und das gilt auch und erst recht für Gespräche, bei denen thematisch dicke Bretter zu bohren sind, wie bei den Verhandlungen zur Vereinbarung für Lärmpausen einmal mehr deutlich wurde.“

Anlass zur Sorge geben jedoch die Rahmenbedingungen, die die Entwicklung des Luftverkehrs am Standort Deutschland weiterhin belasten. In diesem Zusammenhang erklärte Michael Hoppe, Chairman und BARIG-Generalsekretär: „Die Fluggesellschaften stehen in den nächsten Jahren vor enormen Anforderungen. Speziell Deutschland muss dabei seine Position im Weltluftverkehr verteidigen und alles daransetzen, diese auszubauen. Das wird angesichts des scharfen Wettbewerbs aus dem Ausland nicht einfach und kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten zielgerichtet an einem Strang ziehen. BARIG als größter nationaler Airline-Verband bildet dabei ein starkes Fundament, auf das Passagierverkehr und Luftfracht für ihre Weiterentwicklung bauen können. Nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann der Luftverkehr als hochmoderner Wirtschaftszweig auch in Zukunft einen signifikanten Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Erfolg der Bundesrepublik leisten.“

65 Jahre BARIG: Arbeit für die weltweite Anbindung Deutschlands an das globale Luftverkehrsnetz

Das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) feierte in Frankfurt sein 65-jähriges Bestehen. Das Foto zeigt (von links) Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, Hessen Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland, Anke Giesen, Vorstand Operations der Fraport AG, und Michael Hoppe, Chairman und Generalsekretär von BARIG.

Quelle: BARIG

ADV: Umwelt macht Zukunft!

Deutsche Flughäfen Vorreiter beim Klimaschutz

Berlin, 5. Juni 2016: Den weltweit unter dem Motto ‘Stadt. Land. Leben. – Umwelt macht Zukunft’ begangenen ‘Tag der Umwelt’ nahm die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) zum Anlass, auf die Bemühungen der Airports beim Erreichen der Klimaschutzziele hinzuweisen. Umwelt- und Kli­ma­schutz sei an den deut­schen Flug­hä­fen Teil des Arbeits­all­tags und stehe auch im Fokus stra­te­gi­scher Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen, so der Flughafenverband ADV.  Die Zah­len zu den CO2-Emissionen bele­gten den Erfolg der gemein­sa­men Kli­ma­-Stra­te­gie: allein inner­halb von vier Jah­ren (2010–2014) konnten die Flug­hä­fen die CO2-Emissionen um 12 % sen­ken, obwohl sich die Ver­kehrs­zah­len im gleichen Zeitraum um 11% erhöhten. Pro Pas­sa­gier seien das 21 % weni­ger Emis­sio­nen.

Zu den wir­kungs­vol­len Kli­ma­schutz­an­stren­gun­gen der Flug­hä­fen erklärt Ralph Bei­sel, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Flug­ha­fen­ver­ban­des ADV anläss­lich des Tages der Umwelt: „Die deut­schen Flug­hä­fen neh­men beim Umwelt- und Kli­ma­schutz eine Spit­zen­po­si­tion ein und gehö­ren zu den Vor­rei­tern die­ser Bran­che in Europa. Um die CO2-Emissionen zu sen­ken, wer­den an den Flug­hä­fen viele Maß­nah­men ent­wi­ckelt, erprobt und umge­setzt.” Das effi­zi­ente Klima­schutz­ma­nage­ment, wie bei­spiels­weise die Opti­mie­rung der Heizungs- und Kli­ma­tech­nik, der Aus­tausch von tau­sen­den Glüh­lam­pen in der Vor­feld­be­leuch­tung gegen strom­spa­rende LEDs oder der Ein­satz von emis­si­ons­freien Elek­tro­fahr­zeu­gen auf dem Vor­feld zah­le sich aus, so Beisel.

Das Enga­ge­ment der Flug­hä­fen im Bereich Elek­tro­mo­bi­li­tät solle wei­ter aus­ge­wei­tet wer­den. Die poli­ti­sche Unter­stüt­zung sei dafür lei­der jedoch noch unzu­rei­chend. Aktu­ell seien bereits über 700 E-Fahrzeuge an den Flug­hä­fen im Ein­satz, es kön­nten jedoch bis zu 10.000 wer­den. „Es ist zu begrü­ßen, dass die große Koali­tion ver­bes­serte Rah­men­be­din­gun­gen für die Elek­tro­mo­bi­li­tät schaf­fen möchte. In den bis­he­ri­gen Plä­nen wird aller­dings das Poten­tial der Flug­hä­fen nicht berück­sich­tigt. Rege­lun­gen für rein inner­be­trieb­li­che gewerb­li­che Ver­kehre sowohl für Pkw ohne Stra­ßen­zu­las­sung als auch für nicht öffent­li­che Lad­ein­fra­struk­tur sind der­zeit nicht vor­ge­se­hen. Die meis­ten E-Fahrzeuge, die an den Vor­fel­dern zum Ein­satz kom­men, besit­zen keine Stra­ßen­zu­las­sung. Hier besteht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf“, for­dert Ralph Bei­sel.

Deutsche Flughäfen Vorreiter beim Klimaschutz

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV

Quelle: ADV

Flughafen Düsseldorf: Antrag auf Kapazitätserweiterung

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Wortprotokolle der Informationsveranstaltungen online

Düsseldorf, 2. Juni 2016: Anfang Mai gab der Düsseldorfer Airport bei drei Informationsveranstaltungen einen Überblick zum Verfahrensstand des Antrags auf Planfeststellung zur Kapazitätserweiterung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung. Insgesamt rund 150 Anwohner besuchten die Termine in Ratingen, Düsseldorf und Meerbusch, und einige nutzen die Möglichkeit, ihre Anmerkungen, Meinungen und Fragen zum Ausdruck zu bringen.

Jetzt veröffentlicht der Airport die Wortprotokolle der Veranstaltungen im Internet auf der Seite dus-fuer-die-region.de unter dem Menüpunkt „Bürgerinformation“. Wer die Veranstaltungen nicht besuchen konnte, sich aber dafür interessiert, kann so Wort für Wort nachlesen, welche Themen während der Veranstaltungen angesprochen wurden und wie die Diskussion verlief. Weiterführende Informationen und Dokumente zur Kapazitätserweiterung runden das Informationsangebot des Flughafens im Netz ab.

Quelle: Flughafen Düsseldorf

Lufthansa ‘Quietest Overall Airline’

LH erhält SFO-Auszeichnung für die Minderung von Lärmemissionen

East Meadow, NY, 2. Juni 2016: Als “Quietest Overall Airline” erhielt Lufthansa eine Auszeichnung des Flughafens San Francisco. Der Preis wurde am 1. Juni Vertretern des deutschen Carriers am San Francisco International Airport (SFO) übergeben. Das so genannte „Fly Quiet Program“ ist eine Roundtable-Initiative, die Airlines darin bestärkt, am SFO-Airport so leise wie möglich zu fliegen. Die Bestnoten in der Kategorie „Fly Quiet“ spiegeln die Anstrengungen des Carriers wider, den Lärmteppich bei Start und Landung weiter zu reduzieren. Die Initiative lobte insbesondere die aktuellen Unternehmensinitiativen zur Minderung des Fluglärms.

Bis 2025 wird Lufthansa insgesamt 251 geräuscharme und kraftstoffsparende Flugzeuge neu in Dienst stellen. Durch diese Milliardeninvestition wird die Lärmbelastung in der Nähe von Flughäfen weiter aktiv reduziert. Lufthansa ist zudem die erste Airline weltweit, die ihre Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der A320-Familie mit lärmreduzierenden Wirbelgeneratoren an der Unterseite der Tragflächen nachgerüstet hat. Mehr als 200 Flugzeuge der Lufthansa Gruppe fliegen dadurch bis zu vier Dezibel leiser. Lärmminderung ist zudem ein wichtiger Teil des Pilotentrainings. Cockpit-Crews werden speziell für lärmverminderte Starts und Landungen geschult. Insgesamt verfolgt Lufthansa das Ziel, die Lärmemissionen bis 2020 um 50 Prozent zu senken. Für Anfang 2017 plant Lufthansa zudem, den Airbus A350 ab München in Dienst zu stellen. Dadurch wird auch die LH-Langstreckenflotte noch leiser.

Im Rahmen der A320-Flottenmodernisierung wird ferner erwartet, dass die CO2-Emissionen jährlich um etwa 1,000 Tonnen pro Flugzeug gesenkt werden können. Von 2008 bis 2015 hat die Lufthansa Group die Treibstoffeffizienz der Passagierflotte bereits um 11,5 Prozent verbessert, wodurch der Verbrauch auf 3,84 Liter pro Passagier und 100 Kilometer vermindert werden konnte.

„Umweltverantwortung ist schon seit Jahrzehnten integraler Bestandteil der Unternehmenskultur der Lufthansa Group“, so Jürgen Siebenrock, Vice President The Americas der Lufthansa Group. „Vom sparsamen Verbrauch von Ressourcen bis hin zur Teilnahme an der Klimaforschung und zur permanenten Verbesserung der Effizienz in der Luft und am Boden versucht die Lufthansa Group, die Auswirkungen des Fliegens für die Umwelt zu minimieren. Deshalb können wir als Team im gesamten Unternehmen stolz auf diese Auszeichnung sein.“

Lufthansa 'Quietest Overall Airline'

Seit 1994 bietet die Lufthansa Group mit ihrer Publikation ‘Balance’ einen umfassenden Einblick in ihr Engagement für Nachhaltigkeit. Der jährliche Bericht stellt die verschiedenen Aktivitäten, Fortschritte und Ziele des Unternehmens auf den Gebieten Social Responsibility, Verantwortung für Klima und Umwelt sowie Corporate Citizenship dar.

Quelle: Lufthansa