A320: Lufthansa fliegt leiser in München

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Bis zu vier Prozent Treibstoffersparnis dank Sharklets

Noch vor der Einführung des Langstreckenflugzeugs A350XWB mit einem bis zu 50 Prozent kleineren Lärmteppich fliegen in München künftig auch die Mittelstreckenflugzeuge der Lufthansa leiser. Grund ist die Ausstattung der Airbus A320-Flotte mit sogenannten „Sharklets“, das sind 2,40 Meter hohe Winglets bzw. Flügelspitzen-Verlängerungen. Diese bewirken je nach Streckenlänge bis zu vier Prozent Treibstoffersparnis und einen entsprechend geringeren CO2-Ausstoß. Durch die Sharklets verbessert sich zudem die Steigleistung des Flugzeugs, wodurch Lärmemissionen beim Start verringert werden. „Zum Thema Nachhaltigkeit sind wir in München gut aufgestellt. Dass unsere Flotte immer leiser wird, ist vor allem für die Anwohner des Flughafens eine gute Nachricht“, sagt Thomas Winkelmann, CEO Lufthansa-Hub München.

Vorbild für die Sharklets ist die Natur: Große Vögel, wie der Kranich oder der Kondor, knicken ihre äußeren Federn nach oben und fliegen somit deutlich energieeffizienter. Die Sharklets reduzieren den auftriebsabhängigen, sogenannten Induzierten Widerstand und verbessern damit die Aerodynamik des Tragflügels. Laut Airbus liegt die erzielte Kerosinersparnis und die damit verringerte CO2-Emission bei rund 1.000 Tonnen pro Flugzeug und Jahr, was dem CO2-Ausstoß von rund 200 durchschnittlich genutzten Pkw entspricht.

Die erste Auslieferung eines Airbus A320 mit Sharklets nach München erfolgte bereits, die zweite soll in den nächsten Tagen folgen. Insgesamt werden am südlichen Lufthansa-Drehkreuz 12 Flugzeuge dieses Typs bis Mitte kommenden Jahres stationiert, in Frankfurt sind es 20 Flugzeuge. Sie alle ersetzen ältere Mittelstreckenflugzeuge. Derzeit setzt Lufthansa in München 50 Flugzeuge des Typs A319, A320 und A321 ein.

Quelle: Lufthansa

MTU: Herausforderung der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA)

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Der Rat für Luft- und Raumfahrtforschung in Europa (ACARE = Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe) hat sich zu ehrgeizigen Zielen für den zukünftigen Luftverkehr verpflichtet und diese in der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) veröffentlicht. Die Strategic Research and Innovation Agenda SRIA integriert die bisherigen ACARE-2020- und Flightpath-2050-Ziele und hat eine weitere Etappe, das Jahr 2035, aufgenommen.

Eckdaten der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA)

2020 2035 2050
Kraftstoffverbrauch -43% -60% -75%
CO2-Emissionen -43% -60% -75%
NOx-Emissionen -80% -84% -90%
Lärm -55% -65%

(Pro Passagierkilometer, zugrunde gelegt werden die Werte des Jahres 2000)

Den größten Teil der Verbesserungen bei den NOx- und Lärmemissionen muss das Triebwerk liefern. Beim Kraftstoffverbrauch bzw. den CO2-Emissionen liegen die Zielwerte der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) für das Triebwerk bei

ð        -20 Prozent bis 2020,

ð        -30 Prozent bis 2035 und

ð        über -40 Prozent bis 2050.

Neben diesen Umweltzielen formulierte der Rat auch konkrete Vorstellungen bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit der Luftfahrtindustrie.

Erfolgreiche Entwicklung

Der durchschnittliche Brennstoff-Verbrauch lag Anfang der 1990er bei etwa 6 Liter pro 100 Passagier-Kilometer, der A380 erreicht bereits 2,9 Liter. Dazu trägt die MTU mit der Niederdruckturbine für das GP7000 maßgeblich bei. Mit Claire, ACARE 2020 und den IATA-Zielen wird dieser Weg konsequent weitergeführt.

Quelle: MTU

Flughafen Hannover verbessert Gewässerschutz

Großprojekt zur Erneuerung der Vorfeldflächen

 

Hannover, Februar 2016: Der Flughafen Hannover startet ein bauliches Großprojekt zur Erneuerung der Vorfeldflächen bei laufendem Betrieb. In diesem Frühjahr beginnen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Vorfeldflächen und zur Modernisierung der Entwässerung. In den kommenden zehn Jahren wird so ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag in den Erhalt und Ausbau der betrieblich notwendigen Infrastruktur fließen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Erneuerung der zum Teil über 60 Jahre alten Beton- und Asphaltflächen des Vorfeldes. Die Investitionen trägt der Hannover Airport ausschließlich aus eigenen Mitteln.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Grunderneuerung der Vorfeldfläche zwischen Terminal A und Fracht A und besteht aus den Einzelmaßnahmen Austausch Beton und Asphalt, Anpassung der Entwässerung inklusive Leitungsbau, Markierungen der Flächen und Erstellung der Baulogistik. Baustart für diesen Projektabschnitt ist der 29. Februar 2016; er beinhaltet eine Betondeckenfläche von ca. 50.000 Quadratmetern sowie 4.500 Quadratmeter Asphalt.

 

Für dieses Vorhaben wird eine Logistikfläche von 21.000 Quadratmetern eingerichtet, auf der die rund 47.000 Kubikmeter Baumaterial zum großen Teil recycelt und wieder verwertet werden. Die Großbaustelle wird von insgesamt 1.870 Metern Sicherheitszaun abgegrenzt. Die Abfluggates 1 bis 3 werden während der Bauzeit aus dem Betrieb genommen.

Das Ende des ersten Bauabschnittes und die Wiederinbetriebnahme des Vorfeldes in diesem Bereich sind für Ende Oktober dieses Jahres geplant. Für den Flugverkehr und die Passagiere werden die Arbeiten bei laufendem Betrieb voraussichtlich keine spürbaren Auswirkungen haben.

„Die Grunderneuerung des Vorfeldes in diesem Bereich ist kein Tagesgeschäft und erfordert eine hohe Projektorientierung. Die Ertüchtigung unserer Infrastruktur für die kommenden Jahrzehnte sowie die damit verbundene Erhöhung der Tragfähigkeit der Betriebsflächen machen uns fit für die Zukunft“, so Hannover Airport-Geschäfts­führer Dr. Raoul Hille. „Bis zum Jahr 2026 werden in einzelnen Bauphasen sukzessive weitere Teile des Vorfeldes grunderneuert“, so Dr. Hille weiter. Insgesamt wird am Hannover Airport eine Fläche von ca. 150.000 Quadratmetern ausgetauscht, das entspricht der Größe von rund 21 Fußballfeldern.

Ein wichtiger Teil der Baumaßnahmen ist auch die Modernisierung der Entwässerung am Hannover Airport mit dem Ziel der Gewässerentlastung. Zurzeit gelangt verschmutztes Oberflächenwasser an 51 dezentralen Stellen auf dem Vorfeld in den verrohrten Trentelgraben. Der Graben durchquert einen Großteil des Flughafengeländes. Etwa einen Kilometer weiter flussabwärts, wird heute, bei Belastung und Verschmutzung, der gesamte Wasserstrom des Grabens über ein Regenrückhaltebecken in das Klärwerk der Stadt Langenhagen gepumpt. In Zukunft wird das Oberflächenwasser des Vorfeldes nun direkt am Rande des Vorfeldes, vor der Einleitung in den Graben, analytisch untersucht, und bei Belastung entsorgt. Der Trentelgraben, der den Flughafen auf einer Länge von etwa 2,5 km durchquert bleibt dann von Belastungen frei.

Notwendig dafür ist ein unterirdisches Entwässerungsnetz mit 2.000 Meter Stahlbetonleitungen und ein Pumpwerk, das mit einer Förderleistung von 50 Litern pro Sekunde das Wasser über eine 1,4 Kilometer lange Strecke zu den entsprechenden Entsorgungseinrichtungen fördert.

Flughafen Hannover verbessert Gewässerschutz  Großprojekt zur Erneuerung der Vorfeldflächen

Quelle: Hannover Airport

Hamburgs beste Arbeitgeber-Marke

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Hamburg Airport ist „Hamburgs beste Arbeitgeber-Marke“

Hamburg, 24. Februar 2016: Hamburg Airport ist „Hamburgs beste Arbeitgeber-Marke“. In dem Wettbewerb, der vom Hamburger Abendblatt und dem IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde, erhält der Flughafen den begehrten Sonderpreis zum inzwischen zweiten Mal. Sandra Carstensen, Leiterin des Zentralbereichs Personal am Hamburg Airport, nahm das Drei-Sterne-Siegel gestern Abend bei einer feierlichen Gala entgegen. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, so Sandra Carstensen. „Der Sonderpreis zeigt, dass wir mit unserer nachhaltigen Personalpolitik den richtigen Weg gehen: Denn zufriedene Mitarbeiter sind unsere besten Botschafter. Sie tragen unser positives Image als Arbeitgeber in die Öffentlichkeit, in ihre Familien und Freundeskreise sowie in die sozialen Netzwerke. Mein besonderer Dank gilt daher allen unseren Beschäftigten, die diese Auszeichnung erst möglich gemacht haben.“
Der Sonderpreis „Hamburgs beste Arbeitgeber-Marke” wurde 2016 bereits zum vierten Mal verliehen. Er ist eine Erweiterung des Wettbewerbs „Hamburgs bester Arbeitgeber“. Für die Auszeichnung wird die Außenwahrnehmung der Hamburger Unternehmen als Arbeitgeber gemessen. Das IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung hat dafür die Aussagen zur Arbeitgeberqualität in lnternet-Foren, Blogs, Social-Media-Kanälen und Bewertungsportalen über mehrere Monate auf zentrale Schlüsselwerte zur Stärke der Arbeitgeber-Marke analysiert. In den so entstandenen Dimensionen Aufmerksamkeit, Ansehen, Akzeptanz und Präferenz ist Hamburg Airport überdurchschnittlich gut repräsentiert.

Quelle: Hamburg Airport

MTU: Getriebefan überzeugt auf der Singapore Airshow 2016

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Getriebefan: Aufträge im Wert von mehr als 500 Millionen Euro

München, 22. Februar 2016: Die diesjährige Singapore  Airshow war für die MTU Aero Engines ein großer Erfolg: Der Triebwerkshersteller vermeldet Aufträge im Wert von mehr als 500 Millionen Euro (rund 570 Millionen US-Dollar) und konnte vor allem bei den Getriebefan-Triebwerken (GTF) der PurePower® PW1000G-Familie punkten. „Im zivilen Triebwerksgeschäft definieren die GTF-Programme für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge die Zukunft der MTU,“ kommentiert MTU-Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler die Auftragslage. „An unserem Hauptstandort München laufen die Vorbereitungen auf die Endmontage des A320neo-Antriebs aktuell auf Hochtouren.  Wir werden etwa ein Drittel aller neo-Triebwerke bei der MTU endmontieren. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe,“ so Winkler weiter.

Fast alle Aufträge an denen die MTU auf der Messe in Asien beteiligt ist, können auf dem Erfolgskonto der GTF-Technologie verbucht werden. Die größte Order platzierte Air Canada für 75 Flugzeugen mit PurePower® PW1500G-Antrieben für deren CSeries-Flotte des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier. Weitere Aufträge erhielt die MTU für das PW1100G-JM-Modell, die Getriebefanversion für die A320neo-Familie. Die Fluggesellschaft VietJet Air, eine vietnamesische Billigfluglinie mit Sitz in Hanoi, bestellte 63 A320neo- und A321neo-Flugzeuge mit diesem Antrieb. Eine weitere Anwendung der Getriebefans überzeugte die US-Leasinggesellschaft Aerolease; sie orderte 20 MRJ Mitsubishi Regional Jets mit PW1200G-Antrieben.

Bei der Singapore Airshow war jedoch auch das Triebwerk der aktuellen A320-Familie, das V2500 von IAE, nach wie vor gefragt. Die MTU partizipiert an der Order des Leasing-Unternehmens China Leasing-Gruppe (CALC) für 23 Flugzeuge.

Quelle: MTU Aero Engines (http://www.mtu.de/)

BDL: “Deutsche Luftverkehrswirtschaft stark abgeschlagen”

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes

Berlin, 19. Februar 2016: Zu den heute veröffentlichten Jahreszahlen des Statistischen Bundesamts zum Luftverkehr erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) Matthias von Randow: “Vergleicht man das Wachstum der deutschen Luftfahrt mit den europäischen und den weltweiten Zahlen, sieht man, dass die deutsche Luftverkehrswirtschaft stark abgeschlagen ist. Man muss genau hinschauen, wer in Deutschland noch wächst:

  • Während die Starts europäischer Netzwerk-Carrier an deutschen Flughäfen um 19,8 zugelegt haben, sind die von deutschen Fluggesellschaften um 6,2 Prozent zurückgegangen.
  • Auch die deutschen Flughäfen liegen im internationalen Wettbewerb zurück. Am größten deutschen Flughafen Frankfurt/Main z.B. lag das Passagierwachstum in den letzten fünf Jahren bei insgesamt 15 Prozent. In Amsterdam hingegen bei 34 Prozent, in Dubai bei 64 Prozent und in Istanbul sogar bei 91 Prozent.

Ein erheblicher Grund für diese Entwicklung sind wettbewerbsverzerrende Regelungen des deutschen Gesetzgebers, die deutsche Unternehmen gegenüber ihren Konkurrenten benachteiligen. Dazu gehören unter anderem einseitige gesetzliche Auflagen bei Luftverkehrsteuer, Luftsicherheitsgebühren, Fluggastrechten und Genehmigungsverfahren. Solche nationalen sowie europäische Alleingänge des Gesetzgebers tragen zu massiver Wettbewerbsverzerrung zu Lasten deutscher Unternehmen bei“, so von Randow.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsame Interessenvertretung der deutschen Luft-verkehrswirtschaft gegründet. Mitglieder des Verbandes sind die Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und weitere Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr. Die Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich über 200 Mio. Fluggäste und trägt mit dem Transport von Waren im Wert von über 200 Mrd. EUR zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei. Die Luftfahrt sichert in Deutschland mehr als 800.000 Arbeitsplätze.

Quelle: BDL

Lufthansa stationiert Airbus A350-Flotte in München

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Umweltfreundlichstes Langstreckenflugzeug in der LH-Flotte

München, 17. Februar  2016: Die ersten zehn Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 werden ab Januar 2017 in München stationiert. Damit verfügt das zweitgrößte Lufthansa-Drehkreuz über das derzeit weltweit modernste Langstreckenflugzeug im Passagierverkehr. „Zugleich ist die A350 ein wichtiger Schritt in Richtung aktiver Schallschutz“, sagt Thomas Winkelmann, CEO Lufthansa-Hub München.

Erste A350-Destinationen sind voraussichtlich Delhi und Boston. Das Flugzeug wird 293 Passagieren Platz bieten: 48 Gästen in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 224 in der Economy Class.

 

Die A350-900 wird sukzessive die A340-600 ersetzen. Lufthansa hat insgesamt 25 Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 bestellt, der Listenpreis beträgt jeweils rund 310 Millionen US Dollar. Über den Einsatz der restlichen 15 Flugzeuge wird noch entschieden. Im kommenden Sommer besteht die Münchner Flotte aus insgesamt 26 Langstrecken-Flugzeugen, darunter 19 Flugzeuge vom Typ A340-600 und 7 Flugzeuge vom Typ A330-300.

 

Die A350-900 ist der Einstieg in die ‚2-Liter-Klasse‘: Sie fliegt so sparsam wie kein anderer Flugzeugtyp. Im Schnitt wird das neue Flugzeug nur noch 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen. Das sind rund 25 Prozent weniger als bei heute eingesetzten Modellen. Modernste Rolls‑Royce Trent XWB-84-Triebwerke und ein aerodynamisch hoch entwickeltes Design reduzieren die Geräusch-Emissionen bis weit unter die gegenwärtig vorgeschriebenen Grenzwerte. Das Flugzeug erzeugt dadurch einen 30 Prozent kleineren Lärmteppich als bei vergleichbaren Flugzeugtypen. Darüber hinaus ist es auch in der Flugzeugkabine durch neue Dämmverfahren und schallschluckende Materialien besonders leise.

 

Quelle: Lufthansa

Initiative E-PORT AN

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Fraport und Lufthansa Group erhalten Auszeichnung „Eco-company Partnership of the Year“

Singapur, 15. Februar 2016: Flughafenbetreiber Fraport und die Lufthansa Group arbeiten in der Initiative E-PORT AN am Flughafen Frankfurt Hand in Hand, um bei Flugzeugabfertigungen mehr Elektrofahrzeuge einzusetzen und so die Prozesse auf dem Vorfeld umweltverträglicher zu gestalten. Dieses Engagement hat jetzt das renommierte US-Fachmagazin Air Transport World (ATW) gewürdigt und den Systempartnern die Auszeichnung „Eco-company Partnership of the Year“ verliehen. Die Preisverleihung fand am 15. Februar 2016 bei den 42nd Annual Airline Industry Achievement Awards in Singapur statt.

„Die Lufthansa Group und Fraport haben überzeugend dargelegt, dass eine enge Zusammenarbeit eine Win-Win-Situation schaffen kann – für beide Unternehmen und die Umwelt. Ich gratuliere ihnen herzlich zu dieser Initiative und zu allem, was sie bisher damit erreicht haben“, sagt ATW-Chefredakteurin Karen Walker.

Neben Fraport und der Lufthansa Group sind auch das Land Hessen und die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main Teil von E-PORT AN. Die ATW-Auszeichnung ist daher auch als Würdigung der Gesamtinitiative zu verstehen.

Bei einer Flugzeugabfertigung kommen bis zu 20 verschiedene Fahrzeuge zum Einsatz. Die schrittweise Umstellung einzelner Abfertigungsprozesse auf elektrische Antriebstechniken verbessert nicht nur die Umweltbilanz, sondern auch die Arbeitsbedingungen auf dem Vorfeld. Die Lufthansa Group hat bei Lufthansa LEOS aktuell drei Hybridschlepper, sogenannte TaxiBots, im Einsatz und absolviert auch Zertifizierungstests an einem eSchlepper, der als erstes Fahrzeug weltweit Flugzeuge bis zur Größe eines Airbus A380 rein elektrisch ziehen kann.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind insbesondere für den Einsatz am Flughafen mit den dort vorherrschenden Kurzstreckenverkehren prädestiniert. Etwa 10 Prozent der mehr als 3.000 motorisierten Fahrzeuge der Fraport AG werden mittlerweile elektrisch auf dem Flughafen betrieben. Dazu gehören die bei einer Flugzeugabfertigung eingesetzten Spezialfahrzeuge wie beispielsweise Förderbandwagen, Palettenhubwagen oder Schleppfahrzeuge. Darüber hinaus finden Elektro-Pkw- und Kleinbusse nicht nur bei den Bodenverkehrsdiensten Anwendung. Elektrisch betriebene Pkw kommen zudem in Pkw-Pools für Mitarbeiter zum Einsatz.

Um das Thema Elektromobilität auch für die Passagiere stärker in den Mittelpunkt zu rücken, haben die Partner der Initiative E-PORT AN am 12. Oktober 2015 am Frankfurter Lufthansa Gate A15 das weltweit erste „Green Gate“ eröffnet. Hier erfahren Reisende anhand anschaulicher Modelle, Informationstafeln und Animationen, wie Elektromobilität dabei hilft, die Flugzeugabfertigung auf dem Vorfeld effizienter zu gestalten.

E-PORT AN wird über die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main durch Mittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Modellregionen Elektromobilität werden von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gebietsübergreifend koordiniert. Die regionale Koordination liegt bei der Projektleitstelle der Modellregion Rhein-Main, die bei der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH angesiedelt ist. Durch die Integration von E-PORT AN in die Landesinitiative „Strom bewegt“ wird die Sichtbarkeit des Projektes über das Flughafenumfeld hinaus sichergestellt.

Die Bundesregierung hat E-PORT AN im Jahr 2013 als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet und fördert die Vorhaben mit insgesamt 8,1 Millionen Euro. 2014 hat die Initiative den renommierten GreenTec Award in der Kategorie Luftfahrt erhalten. Weitere Informationen und Bildmaterial erhalten Sie unter: www.e-port-an.de

Quelle: Fraport / Lufthansa

Fraport setzt auf Nachhaltigkeit bei Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen

Hessen stärkt nachhaltige Beschaffung mit Aktionsbündnis – Fraport ist als eines der ersten Unternehmen mit dabei

12.02.2016
Ausgabe 06/2016

FRA/AH – Als eines der ersten Unternehmen in Hessen hat die Fraport AG heute eine vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiierte Zielvereinbarung unterzeichnet. Die Betreibergesellschaft des größten deutschen Airports verpflichtet sich damit zur konsequenten Ausrichtung ihres Einkaufs von Produkten und Dienstleistungen an Nachhaltigkeitskriterien.

„Unternehmen, Kommunen sowie öffentliche und private Institutionen haben die dringende Notwendigkeit zum Handeln erkannt und setzen zunehmend auf eine nachhaltige Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen. Dafür werden neben ökonomischen auch soziale und ökologische Kriterien in ihre Kaufentscheidungen einbezogen. Mit diesem Umdenken leisten sie einen zentralen Beitrag, Veränderungen im Produzenten- und Konsumentenverhalten anzustoßen, das Angebot an umweltfreundlichen Waren und Dienstleistungen zu erhöhen und faire Arbeitsbedingungen im globalen Maßstab zu verankern“, erklärte Staatsministerin Priska Hinz auf der heutigen Pressekonferenz in Frankfurt zum Start des Aktionsbündnisses „Nachhaltige Beschaffung – nachhaltiger Einkauf“ im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung. Die Produktion, Nutzung und Entsorgung von Gütern sowie Erbringung von Dienstleistungen seien wesentliche Elemente zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung auf regionaler und überregionaler Ebene.

Stellvertretend für die Fraport AG unterzeichnete Gerhard Dernbecher vom Unternehmensbereich „Zentraler Einkauf und Bauvergabe“ die Zielvereinbarung mit dem Umweltministerium. Er merkte an: „Für die Fraport AG ist Nachhaltigkeit bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen nichts Neues. Seit Jahren bemühen wir uns beim Einkauf in ständig zunehmendem Maße um die sinnvolle und effiziente Verknüpfung wirtschaftlicher sowie sozialer und ökologischer Aspekte.“ So sei zum Beispiel die neue Unternehmenszentrale gänzlich im Sinne von Nachhaltigkeit realisiert und von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. im Jahr 2013 dafür mit einem Zertifikat in Gold ausgezeichnet worden.

„Die nun erfolgte Unterzeichnung der Zielvereinbarung ist nochmal ein klares Bekenntnis der Fraport AG zu dieser bewährten Vorgehensweise. Wir verpflichten uns damit aber auch, die in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung nachhaltiger Beschaffung ständig kritisch zu überprüfen und dies auch zu dokumentieren“, so Dernbecher. Darüber hinaus könne die Beteiligung der Fraport AG an dem Aktionsbündnis eine positive Signalwirkung für andere Unternehmen haben. „Fraport verfügt bei der Beschaffung über langjährige und vielfältige Erfahrungen, die wir als engagierte Impuls- und Ideengeber gerne in das Projekt einbringen. Außerdem verfügt unser Unternehmen über ein beträchtliches jährliches Einkaufsvolumen von rund 750 Millionen Euro und gehört damit zu den großen Einkäufern in Hessen. Getreu der Maxime ‚so regional wie rechtlich zulässig, so global wie nötig‘ sind wir bestrebt, die regionale Wirtschaft an diesem Volumen teilhaben zu lassen. Das macht Fraport zu einem starken Partner der Landesregierung bei der Verwirklichung des Ziels, nachhaltige Beschaffung zu fördern.“

Fraport setzt auf Nachhaltigkeit bei Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen

Fraport setzt auf Nachhaltigkeit bei Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen

Quelle: Fraport AG

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