Hamburg: Mehr Fluggäste pro Flug

Flughafen setzt verstärkt auf Lärmschutz

Hamburg, 5. Januar 2016: Nach einem erfolgreichen Jahr 2015 hat sich der Hamburger Flughafen für das neue Jahr viel vorgenommen: Neben der Aufnahme neuer Strecken und der weiteren Steigerung des Passagierkomforts rückt Hamburg im Jahr 2016 den Fluglärmschutz noch stärker in den Fokus.

Insgesamt 15,6 Millionen Passagiere nutzten 2015 den Flughafen, das sind rund 850.000 Fluggäste, also 5,8 Prozent, mehr als in 2014. Im Durchschnitt waren es damit täglich rund 42.800 Passagiere. „Der Einsatz von größeren, moderneren und effizienteren Maschinen am Hamburg Airport sowie eine stets steigende Auslastung der Flugzeuge haben für eine Entkopplung von Passagierzahlen und Flugbewegungen geführt. Dadurch, dass pro Flug immer mehr Fluggäste befördert werden, wächst die jährliche Anzahl der Flugbewegungen deutlich geringer als die Passagierzahl“, erklärt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl an Flugbewegungen nur um 2,9 Prozent gestiegen, im November ging sie sogar um 4 Prozent zurück, im Dezember wuchs sie nur um 1 Prozent. Damit lag die Zahl der Starts und Landungen 2015 mit 158.390 unter dem Niveau des Jahres 2000. Damals flogen jedoch nur rund 10 Millionen Passagiere von Hamburg aus.

Gemeinsam mit den fünf größten Fluggesellschaften am Standort wird der Hamburg Airport im 1. Quartal 2016 eine Pünktlichkeitsoffensive starten. „Wir konzentrieren uns mit den Airline-Partnern darauf, die letzten Flugzeuge eines Tages, die bis 23 Uhr geplant sind, auch pünktlich in Hamburg starten oder landen zu lassen. Das ist von großer Bedeutung für die Anwohner in Hamburg und in Schleswig-Holstein“, so Eggenschwiler. Die Betriebszeiten am Hamburger Flughafen sind täglich von 6 bis 23 Uhr, danach gelten sehr strenge Nachtflugbeschränkungen. Verspätete Flugzeuge dürfen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen bis 24 Uhr starten und landen; es gilt dann ein Aufschlag von 300 Prozent auf das reguläre Landeentgelt. Der Flughafen will zudem noch umfassender und transparenter über Zahlen, Daten und Fakten rund um den Flugbetrieb und das Thema Umwelt informieren. So wird es zum Beispiel eine neu gestaltete Rubrik auf der Website geben.

Bessere Auslastung der Flugzeuge
Im Jahr 2015 lag die Zahl der Passagiere pro Flug bei durchschnittlich 109,7 Fluggästen; 2014 waren es noch 106,6. Die durchschnittliche Anzahl der pro Flug angebotenen Sitze verbesserte sich von 141 auf 144. Die durchschnittliche Auslastung der Maschinen ist am Hamburger Flughafen auf 76 Prozent gestiegen. Das maximale Abfluggewicht pro Flugzeug erhöhte sich im Vergleich zu 2014 um 1,6 Prozent auf 66,8 Tonnen.

Auch der Passagierkomfort steht 2016 im Fokus. So können sich die Fluggäste auf neugestaltete Pier-Bereiche freuen, die neben zahlreichen Strom- und USB-Anschlüssen auch moderne und gemütliche Sitzbereiche für die unterschiedlichen Passagierbedürfnisse vorhalten: Ruhe- und technisch ausgestattete Businesszonen wechseln sich ab. Unter dem Namen Hamburg Airport WiFi wird es ab Anfang 2017 einen komplett kostenlosen, noch schnelleren WLAN-Zugang für alle Fluggäste geben. Für schnelles, komfortables Einchecken werden schon in diesem Jahr neue Automaten sorgen. Sie ermöglichen ein selbstständiges Ausdrucken der Bordkarte und eine eigenständige Gepäckaufgabe in einem Vorgang.

Luftaufnahme Flughafen Hamburg (v.l.n.r.:Parkhaus P5, Terminal 2, Plaza, Parkpaletten P2-P4, Terminal 1, Parkhaus P2

Der Hamburg Airport und seine Terminals, Foto: Michael Penner (v.l.n.r.:Parkhaus P5, Terminal 2, Plaza, Parkpaletten P2-P4, Terminal 1, Parkhaus P2)

Für 2016 rechnet Eggenschwiler mit einem Passagieranstieg von einem bis zwei Prozent. „Wir erwarten eine stabile Nachfrage und damit eine Konsolidierung des starken Wachstums, das wir in den letzten Jahren verbuchen konnten. Der Hamburger Flughafen bleibt wichtiger Schrittgeber für die norddeutsche Wirtschaft und bedeutender Arbeitgeber für Hamburg und die Metropolregion. Mit unserem ökologischen Engagement investieren wir gleichzeitig auch in eine nachhaltige Entwicklung.“

Quelle: Hamburg Airport