Bombardier – nachhaltige Entwicklungsperspektive für Deutschland

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Einigung für die Neuausrichtung von Bombardier Transportation in Deutschland erzielt – Weichen für die Zukunft gestellt

29. Juni 2017

  • Spezialisierung der Standorte auf Entwicklung oder Produktion 
  • Perspektive für alle deutschen Standorte gegeben
  • Schrittweise Anpassung von Arbeitsplätzen bis 2020

Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter von Bombardier Transportation GmbH haben sich auf die Grundzüge für die Neuausrichtung und Sicherung der deutschen Standorte geeinigt. In der heutigen Aufsichtsratssitzung wurden entsprechende Eckpunkte einvernehmlich akzeptiert, die beschreiben, wie die Standorte innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre für die Entwicklung oder Produktion von Bahntechnologie spezialisiert werden. Dabei stehen Produktinnovation, Digitalisierung und der verstärkte Einsatz moderner Industrie 4.0-Produktion im Mittelpunkt. Die Neuausrichtung der deutschen Standorte ist Teil der globalen Transformation von Bombardier, die im Oktober 2016 angekündigt wurde.

„Es war wichtig, dass sich alle Beteiligten nach intensiven Verhandlungen auf die wesentlichen Eckpunkte für die nachhaltige Ausrichtung unserer Standorte verständigen konnten“, so Wolfgang Tölsner, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Bombardier Transportation in Deutschland. „Es wurde heute einvernehmlich ein überzeugendes inhaltliches Konzept akzeptiert, das die Weichen für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Bombardier in Deutschland stellt. Dieses Zukunftskonzept sieht Mittel in Höhe von bis zu 70 Millionen Euro vor, die wir bis 2019 in die deutschen Standorte investieren. Dabei bleiben alle deutschen Standorte erhalten.“

Nachhaltige Entwicklungsperspektive

Die Eckpunkte halten fest, dass fünf deutsche Standorte zu Kompetenzzentren mit globaler strategischer Bedeutung für den Gesamtkonzern ausgebaut werden. Dazu zählen die Standorte Bautzen, Hennigsdorf, Kassel, Mannheim und Siegen. Dem Standort Görlitz wird eine nachhaltige Entwicklungsperspektive eröffnet. Für den Standort Braunschweig und die Konzernzentrale sind inhaltlich keine Änderungen geplant.

Die Modernisierung und Spezialisierung der Standorte schließt personelle Anpassungen ein. Basierend auf aktuellen Annahmen werden je nach Marktentwicklung und Auftragseingang schrittweise bis 2020 in Deutschland maximal 2.200 Beschäftigte abgebaut, darunter 700 Leiharbeiter. Die Stellenreduktion wird sich über alle Standorte in Deutschland verteilen, jedoch mehrheitlich die Standorte Görlitz und Hennigsdorf betreffen.

Bei allen anstehenden Maßnahmen sollen die Arbeitnehmerinteressen durch die Einigung auf einen Sozialplan angemessen berücksichtigt werden. Alle tariflichen und betrieblichen Möglichkeiten werden in Betracht gezogen, um die Auswirkungen auf die von der Neuausrichtung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Zeitnah sollen ein Interessenausgleich und Sozialplan beschlossen werden. Der Aufsichtsrat erwartet von der Geschäftsführung, dass bis 2019 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

Über Bombardier Transportation

Bombardier Transportation ist ein weltweit führender Hersteller von Bahntechnik und verfügt über das breiteste Portfolio der Branche. Zur Produktpalette zählen das gesamte Spektrum schienengebundener Fahrzeuge, Fahrzeugkomponenten sowie Signal- und Steuerungstechnik. Zudem bietet das Unternehmen komplette Transportsysteme und ist erfolgreich in den Bereichen Bahndienstleistungen und Elektromobilität aktiv. Als innovativer Vorreiter setzt Bombardier Transportation kontinuierlich neue Standards für nachhaltige Mobilität und schafft mit integrierten Verkehrslösungen entscheidende Vorteile für Transportunternehmen, Fahrgäste und Umwelt. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen ist der Konzern in über 60 Ländern vertreten. Bombardier Transportation hat rund 37.150 Beschäftigte. Die Konzernzentrale befindet sich in Berlin.

Über Bombardier

Bombardier ist der weltweit führende Hersteller für Flugzeuge und Züge. Den Blick in die Zukunft gerichtet, fördert und entwickelt Bombardier weltweit effiziente, nachhaltige und bequeme Mobilitätslösungen. Es sind die Fahrzeuge, Dienstleistungen und vor allem die Mitarbeiter, die Bombardier zu einem weltweit führenden Unternehmen im Verkehrssektor machen. Neuigkeiten und Informationen sind unter bombardier.com abrufbar.

Quelle: Bombardier


 

Deutsche Flughäfen sind Branchenführer beim Klima- und Umweltschutz

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Tag der Umwelt – Deutsche Flughäfen sind Branchenführer beim Klima- und Umweltschutz

 

  • Deutsche Flughäfen vermelden starke Fortschritte beim Klimaschutz.
  • Seit 2010 haben die deutschen Airports ihre CO2-Emissionen absolut um fünfzehn Prozent gesenkt.Und das, obwohl die Passagierzahlen im gleichen Zeitraum um knapp achtzehn Prozent gestiegen sind.

 

Hierzu erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: „Die deutschen Flughäfen nehmen beim Umwelt- und Klimaschutz eine Spitzenposition ein und gehören zu den Vorreitern einer ganzen Branche in Europa. Die freiwilligen Reduktionsziele der ADV-Flughäfen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die nationalen Vorgaben umzusetzen. Auch außerhalb ihres direkten Einflussbereiches engagieren sich die Flughäfen für den Klimaschutz: Über emissionsabhängige Start- und Landeentgelte setzen sie den Airlines Anreize für den Einsatz der saubersten Flugzeuge“.

Der Tag der Umwelt an diesem Pfingstmontag steht unter dem Motto „Umwelt macht natürlich glücklich“. Der Verlust der biologischen Vielfalt zählt neben dem Klimawandel zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Der Erhalt und die Förderung von Biodiversität ist längst zu einem gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Thema von internationaler Bedeutung geworden. Die ADV-Flughäfen realisieren, unterstützen und fördern seit Jahren zahlreiche naturschutzfachliche Maßnahmen in der Umgebung und an den Flughäfen.

Wie vielfältig der Lebensraum Flughafen ist und was die Flughäfen dafür tun, zeigt die ADV-Broschüre „Naturschutz im Blick“: http://www.adv.aero/fachbereiche/umwelt/naturschutz/

Seit 2016 unterstützen die ADV-Flughäfen die Dialogplattform Unternehmen Biologische Vielfalt 2020 des Bundesumweltministeriums. Im Rahmen von Unternehmen Biologische Vielfalt 2020 engagieren sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), Wirtschaftsverbänden und Naturschutzorganisationen für eine Trendwende beim Verlust der biologischen Vielfalt.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV)


 

Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas 2017

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Erster Preis beim Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas 2017 für effektives Design eines privaten Staufachs für Passagiere

Toulouse, Frankreich (ots/PRNewswire) – Finalisten konnten ihren Ideen in Airbus-Labors den letzten Schliff geben

Das Team DAELead der Universität Hong Kong wurde von der Expertenjury als Sieger des internationalen Airbus-Studentenwettbewerbs Fly Your Ideas 2017 ausgewählt. Team DAELead musste sich gegen eine harte Konkurrenz durchsetzen, holte sich den mit 30.000 Euro dotierten ersten Preis schließlich aber mit seinem effektiven Design für ein privates Staufach im Fußraum der Passagiere.

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Airbus Fly Your Ideas 2017 Winners: Team DAELead from The University of Hong Kong (PRNewsfoto/Airbus)

Die letzte Runde des Wettbewerbs fand diese Woche in Toulouse statt. Fünf Studententeams – die Endauswahl aus 365 Anmeldungen in Runde 1 – erhielten die Gelegenheit, während einer Woche in der Airbus ProtoSpace-Einrichtung ihre Ideen mit modernster Ausrüstung zu visualisieren, prototypisch umzusetzen, zu testen und dann vor einem Gremium zu präsentieren, das sich aus Experten von Universitäten, Airbus und aus der Luft- und Raumfahrtbranche zusammensetzte.

Die Preisrichter waren beeindruckt von der Vision des Teams DAELead und der Kompetenz, mit der es eine einfache, aber effektive Lösung für ein besseres Reiseerlebnis der Passagiere konzipierte. Das neue Design für die Kabine nutzt den Platz zwischen Kabinenboden und Frachtraumdecke optimal aus, um für die Fluggäste persönliche Staufächer im Fußraum bereitzustellen.

Das zweitplatzierte Team Aquarius vom Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) in Australien erhielt 15.000 Euro für sein radikales Konzept, ein Verkehrsflugzeug für die Bekämpfung von Flächenbränden umzurüsten.

Der mittlerweile zum fünften Mal abgehaltene Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas wird in Zusammenarbeit mit der UNESCO organisiert, um weltweit die nächste Generation von Innovatoren zu inspirieren. Die Projektvorschläge der Studenten sollten sich auf eines von fünf Themen beziehen, die Airbus als zentrale Herausforderungen sieht – von einem verbesserten Reiseerlebnis für die Passagiere über innovative Konzepte für die Fertigung bis hin zu nachhaltigen Lösungen für die Zukunft des Fliegens.

Fast 5.500 Studenten aus der ganzen Welt hatten sich für Fly Your Ideas 2017 angemeldet und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Seit der ersten Auflage des Wettbewerbs im Jahr 2008 haben mehr als 20.000 Studenten aus über 600 Universitäten in mehr als 100 Ländern weltweit daran teilgenommen.

Vielfalt ist ein zentrales Element der Initiative: Die Teams sollen möglichst aus Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen und mit unterschiedlichem Hintergrund bestehen. Die Teams in der Endrunde 2017 repräsentierten so neun verschiedene Nationalitäten und acht Universitäten aus Afrika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.airbus-fyi.com.

Quelle: Airbus


 

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Nachhaltige Luftfahrt

Clean Sky – Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Die europäische Technologieinitiative Clean Sky ist ein wichtiges Element auf dem Weg zu Nachhaltigkeit in der Luftfahrt.

Clean Sky ist das größte europäische Forschungsprogramm, das innovative, nachhaltige Technologien zur Reduzierung von CO2-, Gas- und Geräuschpegeln von Flugzeugen entwickelt. Gefördert durch das EU-Programm Horizon 2020 trägt Clean Sky zur Stärkung der europäischen Zusammenarbeit bei der Aero-Industrie, zur globalen Führung, zur Wettbewerbsfähigkeit und damit zu mehr Nachhaltigkeit in der Luftfahrt bei.

Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist eines der führenden Mitglieder dieser Technologieinitiative und unterstützt damit den Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Luftfahrt. Die gesamten Aktivitäten des Projektes werden durch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP koordiniert und von der Fraunhofer Aviation Group der Allianz Transport unterstützt.

Die nachfolgende Veröffentlichung ist ein Produkt aus Clean Sky und erfolgt mit freundlicher Genehmigung durch Dipl.-Chem. Rainer Schweppe, Produktbereichsleiter Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT. Die komplette Informationsschrift kann hier heruntergeladen werden: Artikel des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP


Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Aktuelle Forschungsthemen

Ökobilanzen von luftfahrtspezifischen Materialien, Fertigungs- und Verarbeitungsprozessen, die ökologische Bewertung von Leichtbau- und Hightech-Werkstoffen sowie die Lebenszyklusanalyse von Bauteilen, Systemen und alternativen Kraftstoffen sind zentrale Eckpunkte einer nachhaltigen Luftfahrt. Basierend auf den Ergebnissen einer Ökobilanz lassen sich zielgerichtete Maßnahmen und Strategien für ein ökologisch angemessenes Design ableiten. Weitere Arbeiten befassen sich mit Kostenanalysen sowie der Umsetzung eines virtuellen Marktplatzes als Datenplattform im Luftfahrtbereich.

Luftfahrt heute und in Zukunft

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass das Transport- und Passagieraufkommen im Luftverkehr in den nächsten Jahren stark wachsen wird. Die Relevanz der Luftfahrt an den globalen Umweltwirkungen nimmt weiter zu. Neue Entwicklungen und bestehende Prozesse sind auf ihr ökologisches Profil hin zu untersuchen und zu optimieren, um die Umweltwirkungen des Luftfahrtbereichs trotz des prognostizierten Wachstums langfristig zu reduzieren.

Mit der Modernisierung aktueller Flotten eröffnet sich dem Luftfahrtsektor die Möglichkeit, nachhaltige Neuentwicklungen großflächig zur Anwendung zu bringen und somit die Chance auf eine Verringerung ihrer Umweltwirkungen.

Leichtbau

Die Nutzungsphase eines Flugzeuges ist die dominierende Lebenszyklusphase in der Ökobilanz. Die Umweltwirkungen werden maßgeblich durch den Kraftstoffverbrauch, bzw. durch die Kraftstoffherstellung und -verbrennung verursacht. Durch den verstärkten Einsatz von Leichtbaukonstruktionen, neuen Leichtbaumaterialien und Hightech-Werkstoffen soll die Flugzeugmasse in der Herstellung reduziert und somit der Kraftstoffverbrauch und die Umweltwirkungen während der Nutzungsphase verringert werden.

Wann und an welchen Stellen Leichtbau ökologisch sinnvoll ist erschließt sich erst mit der Untersuchung der Herstellung und des Lebensendes. Zusätzlich hängt der ökologisch sinnvolle Einsatz von Leichtbau im Flugzeug von weiteren Rahmenbedingungen, beispielsweise dem Einsatzgebiet, Flugzeugtyp, Kraftstoffverbrauch und den Flugstunden ab. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige, entwicklungsbegleitende Analyse der verfügbaren Designoptionen und Bauteilvarianten erforderlich, um das Potenzial der verschiedenen Technologien voll auszuschöpfen.

eco DESIGN für neue Flugzeugkonzepte

Flugzeuge erreichen Nutzungsdauern von mehreren Jahrzehnten. Die entwicklungsbegleitende Bewertung von Designoptionen ist daher ein wichtiger Schritt, um die Umweltwirkungen von Flugzeugen systematisch und langfristig zu reduzieren. Mithilfe eines auf der Ökobilanz aufbauenden eco DESIGN Ansatzes lassen sich geeignete Konstruktionen, Materialien, Prozesse und Technologien bereits in der Designphase quantitativ analysieren und optimieren. Damit diese Ergebnisse im Designprozess Berücksichtigung finden, wurde das an den Luftfahrtbereich angepasste eco DESIGN Tool ENDAMI entwickelt, das Flugzeugentwicklern ohne umfassende Ökobilanzvorkenntnisse ermöglicht, die Umweltwirkungen von Designalternativen zu berechnen und miteinander zu vergleichen. Die zu Grunde liegenden Modelle werden von unseren Experten in der Ökobilanzsoftware GaBi erstellt.

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Alternative Kraftstoffe

Die ökologische Optimierung von Flugzeugflotten ist insbesondere in Hinblick auf die nachhaltige und langfristige Kraftstoffherstellung und -versorgung eine wichtige Herausforderung für die Luftfahrt. Eine zentrale Fragestellung ist, wie der steigende Bedarf an Kraftstoffen aus erneuerbaren Energieträgern die Treibhausgase und Emissionen von Schadstoffen reduzieren kann. Für die Bereitstellung geeigneter Alternativen sind detaillierte Kenntnisse über die Prozesskette vom Energieträger bis zur Kraftstoffherstellung erforderlich. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte sind die ökologische Bewertung von innovativen Kraftstoffen und Bereitstellungstechnologien.

Kostenanalyse

Die Umsetzung ökologisch sinnvoller Alternativen setzt voraus, dass auch der ökonomische Faktor betrachtet wird. Hier liegt der Ansatzpunkt für eine integrierte Betrachtung, die beide Aspekte analysiert und gegenüberstellt. Unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen und Einsatzgebiete eines Flugzeugs, zum Beispiel der Betriebsdauer oder Transportstrecke, lassen sich geeignete Lösungen aus ökologischer und ökonomischer Sicht ableiten. Die integrierte Betrachtung wird ein notwendiger Bestandteil der Entscheidungsunterstützung im Luftfahrtbereich.

Virtueller Marktplatz

Die belastbare Bewertung der Umweltwirkungen von Flugzeugen und Komponenten erfordert den Zugriff auf umfassende, luftfahrtspezifische Ökobilanzdaten von Bauteilen, Komponenten, Materialien und Prozessen. Das entwickelte Konzept des virtuellen Marktplatzes gibt Zulieferern und Herstellern eine Plattform, ihre Produkte und Lösungen unter Berücksichtigung der speziellen Funktionen, Verwendungsmöglichkeiten und des dazugehörigen Umweltprofils zu vermarkten. Gleichzeitig bietet der virtuelle Marktplatz die Möglichkeit zum Datenaustausch: eco DESIGN relevante Informationen werden Entwicklern zugänglich gemacht und die Kommunikation zwischen den Akteuren im Luftfahrtsektor optimiert.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Autor: Dipl.-Ing. Robert Ilg 


FLUGHAFEN MEMMINGEN WIRD AB HERBST BASIS VON RYANAIR

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

21. März 2017

Bereits vor der großen Party zum zehnten Geburtstag im Juni freuen sich die Verantwortlichen des Airport Memmingen über ein vorgezogenes Geschenk: Die irische Fluggesellschaft Ryanair stationiert in Memmingen ein Flugzeug und bedient mit Beginn des Winterflugplans 2017/18 ab ihrer neuen Basis im Allgäu sieben neue Routen. Dies gaben am heutigen Dienstag Vertreter der Fluggesellschaft bei einer Pressekonferenz am Airport bekannt.

Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, war eigens aus Dublin angereist, um die Neuheit in Memmingen zu verkünden. „Wir freuen uns sehr, hier am Flughafen eine neue Basis zu eröffnen und somit pro Jahr 825.000 Kunden befördern zu können.“ In Memmingen baut Ryanair, seit 2009 am Allgäu Airport aktiv, sein Angebot deutlich aus. So geht es ab Oktober, wie bereits berichtet, erstmals in die polnische Hauptstadt Warschau, nach Sevilla im Süden Spaniens, ins marokkanische Fes und nach Thessaloniki in Griechenland. Neu im Gepäck hatte Jacobs drei weitere Verbindungen. So stehen ab Oktober die schwedische Hauptstadt Stockholm, Lviv in der Ukraine und Oradea im Westen Rumäniens auf dem Memminger Flugplan. Obendrein wird die beliebte Verbindung nach Palma de Mallorca nun auch im Winter angeboten. Insgesamt bietet Ryanair dann 17 Ziele ab und nach Memmingen an. „Damit unterstreichen wir auch unser Bekenntnis zu Deutschland“, betonte Marketing-Chef Kenny Jacobs. Er zeigte sich zudem sehr erfreut, dass seine Airline für den anstehenden Sommer bereits jetzt Rekord-Buchungen ab und nach Memmingen verzeichnen könne.

Für Airport Geschäftsführer Ralf Schmid ist die neue Basis eine Bestätigung der Arbeit, „die unser ganzes Team in den letzten zehn Jahren geleistet hat und eine Belohnung des Mutes unserer Gründungsgesellschafter.“ Aber sie sei auch ein wichtiger Vertrauensvorschuss von Ryanair gegenüber den Verantwortlichen am Flughafen und in der Politik. Schmid: „Unser Partner erwartet einen zeitnahen Ausbau unseres Flughafens und vertraut auf die politischen Akteure, ihren Zusagen Taten folgen zu lassen und die geplanten Maßnahmen zu unterstützen.“ Das verstärkte Engagement von Ryanair in Memmingen sichere dem Flughafen in den nächsten beiden Jahren Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Die Airline werde weiterhin rund die Hälfte des Memminger Flugverkehrs bestreiten.

Wichtige Impulse sieht Schmid auch für den heimischen Tourismus. Bestehende Strecken wie London, Dublin und Moskau sowie die neuen Verbindungen mit Warschau, Stockholm und Lviv eröffneten einem neuen Kundenkreis die attraktiven Ziele in der Region, in Bayern sowie im angrenzenden Alpenraum. Gerade der aktuelle Streckenmix in Memmingen, der sowohl Reisen zu Sonnenzielen, als auch zu heimischen attraktiven Destinationen wie München, Neuschwanstein, Bodensee und weltbekannten Skiorten anbietet, mache den Airport saisonunabhängig. „Das ist auch einer der Gründe“, so Schmid, „warum wir stetig wachsen.“

Zur Feier der neuen Basis in Memmingen bietet Ryanair bis zum Donnerstag, 23. März um Mitternacht, alle europäischen Strecken ab Memmingen bereits zu Preisen ab 19,99 Euro an.

Über Ryanair:
Ryanair, Europas beliebteste Low Cost Airline, bedient derzeit täglich über 1.800 Strecken in 33 Ländern und fliegt dabei über 200 verschiedene Flughäfen an. Der Preiswertanbieter verfügt aktuell über 85 europäische Basen und unterhält eine Flotte von über 360 Boeing 737-800, weitere 300 Boeing 737-Maschinen sind bestellt. Dies wird Ryanair ermöglichen, die Preise weiter zu senken und statt 119 Millionen Passagieren in diesem Jahr, mehr als 200 Millionen Passagiere pro Jahr bis 2024 zu transportieren. Ryanair beschäftigt derzeit über 12.000 kompetente Mitarbeiter, die Ryanair zur pünktlichsten Airline Europas machen und kann einen makellosen Sicherheitsrekord von 31 Jahren vorweisen.

Quelle: Flughafen Memmingen


 

Skytrax World Airport Awards: Köln/Bonn erneut mit Top-Platzierung

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Amsterdam, 15. März 2017: Der Flughafen Köln/Bonn ist bei der Verleihung der diesjährigen Skytrax World Airport Awards in der Kategorie „Bester Regional Airport Europa“ auf einem hervorragenden zweiten Platz gelandet. Im weltweiten Vergleich belegte Köln/Bonn in dieser Kategorie Platz 5 und gehört somit auch 2017 zu den besten Flughäfen seiner Klasse.

„Auf diesen Erfolg können alle unsere Mitarbeiter sehr stolz sein“, sagt Flughafenchef Michael Garvens. Zuletzt hatte Köln/Bonn in der Kategorie Bester Regional-Airport dreimal in Folge Platz 1 belegt. „Wir werden unser Bestes geben, um auch im nächsten Jahr wieder ganz vorn mit dabei zu sein“, so Garvens.

Die renommierten „Branchen-Oskars“, die anlässlich der Fachmesse „Passenger Terminal Expo“ in Amsterdam verliehen wurden, basieren auf der Befragung von rund 14 Millionen Passagieren weltweit und werden in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Durchgeführt wird die Erhebung von der britischen Unternehmensberatung Skytrax.

Quelle: Flughafen Köln/Bonn


 

Nachhaltigkeit messbar machen

Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales

Ist Nachhaltigkeit messbar?

Um es vorweg zu nehmen: Ja, Nachhaltigkeit ist messbar. Doch auf dem Weg dahin müssen einige Dinge bedacht, durchdacht und bewertet werden.

Begriff Nachhaltigkeit

Zunächst einmal sollten wir uns der Bedeutung des Begriffs Nachhaltigkeit bewusstmachen. Mir gefällt dabei die sogenannte Brundtland-Definition sehr gut, die folgendermaßen lautet:

Nachhaltig ist eine Entwicklung, „… die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen …“

Nachhaltigkeit bringt Unternehmen und Organisationen viele, vor allem längerfristige Vorteile.Sie kann die Lösung für viele Fragen und Probleme in einer immer komplexeren Welt sein, da eine nachhaltige Gesellschaft einfach besser und erfolgreicher wirtschaftet und nicht auf Kosten der nächsten Generationen lebt. Nachhaltigkeit ist der Garant für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg, eine friedlichere und tolerantere Welt, eine Welt mit prosperierender Wirtschaft, mit intakter Umwelt und innovativer Entwicklung.

 

Nachhaltigkeit messbar machen

Die Dimensionen der Nachhaltigkeit

 

Nachhaltigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Dies bedeutet der bewusste, gezielte und gleichzeitige Einsatz aller drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Das ist auch schon das ganze Geheimnis. Werden beispielsweise in einem Projekt

  • die ökonomischen Erfordernisse für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung,
  • die Bedürfnisse und Sorgen der beteiligten Menschen und
  • die ökologischen Folgen auf die Umwelt in die Balance gebracht bzw. gleichwertig berücksichtigt,

dann das die beste Erfolgsgarantie.

Die Erkenntnis, das Nachhaltigkeit der Schlüssel zum Erfolg ist, setzt sich immer mehr durch. Auf nationaler Ebene passiert auch schon eine Menge: Zu nennen sind insbesondere

Maßnahmen wie diese dienen alle der Verbesserung der Nachhaltigkeit bzw. einer nachhaltigeren Unternehmensführung. Leider fehlt jedoch meist das richtige Instrumentarium um den erreichten Grad der Nachhaltigkeit einer Organisation, eines Unternehmens, eines Verbands oder Landes zu messen.

Messbarkeit ist aber die Voraussetzung dafür, dass man an Hand von Kriterien und Indikatoren die Wirksamkeit von Maßnahmen objektiv bewerten und damit die Projektleitung optimieren kann.

Leitplanke ISO 26000

Nachhaltigkeit messbar machen, dafür ist für mich die ISO 26000 – der Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung (Guidance on Social Responsibility) – die wichtigste Grundlage.

Die ISO 26000 wurde auf Grundlage eines Multi-Stakeholder-Ansatzes im Jahr 2010 erarbeitet, wobei Fachleute aus mehr als 90 Ländern und 40 internationalen und regionalen Organisationen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen einbezogen wurden. Vertreten waren die Anspruchsgruppen Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGO), Konsumenten, Erwerbstätige, Dienstleistung, Beratung, Forschung und Wissenschaft.

Jede Organisation wird darin ermutigt, auf Basis dieser internationalen Norm verstärkt gesellschaftliche Verantwortung in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit wahrzunehmen. Die Kernthemen Organisationsführung, Menschenrechte, Arbeitspraktiken, Umwelt, faire Betriebs- und Geschäftspraktiken, Konsumentenanliegen und die Einbindung und Entwicklung der Gemeinschaft werden in 38 Handlungsfeldern ausführlich beschrieben. Anschließend werden für jedes Handlungsfeld entsprechende Maßnahmen und Erwartungen beschrieben, von den jede Organisation das für sie passende verwenden kann (eine Orientierungshilfe für Kernthemen und Handlungsfelder der ISO 26000 ist auf der Homepage des BMUB zu finden).

Für mich als Nachhaltigkeitsmanager und Projekteiter ist dieser „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“ inzwischen ein unverzichtbarer Teil meiner täglichen Arbeit geworden.

Es gibt jedoch bei der Anwendung der ISO 26000 in kleines Manko. Diese internationale Norm soll dem Anwender zur Orientierung dienen. Sie ist weder für Zertifizierungszwecke vorgesehen noch geeignet: „… Es wäre eine Fehlinterpretation der Absicht und des Zwecks dieser Internationalen Norm, Zertifizierungen gemäß ISO 26000 anzubieten bzw. zu behaupten, gemäß ISO 26000 zertifiziert zu sein.“

Nachhaltigkeits-Zertifierung und Gütesiegel

Nun ist die ISO 26000 leider nicht für eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung geeignet, zumindest nicht direkt. Dennoch kann sich jede Organisation aus den beschriebenen Kernthemen und Handlungsfeldern das jeweils geltende Kriterium herausnehmen und damit ein eigenes, auf die entsprechenden Indikatoren gestütztes System zur Zertifizierung aufbauen.

Doch wie geht man da am Besten vor?

Kriterien

Nun, zunächst einmal sollten die Kriterien definiert werden, anhand Nachhaltigkeit in einer Organisation messbar gemacht werden soll. Es bietet sich an, anhand dem obigen Übersichtsbild fünf Inhaltsgruppen zu bilden und den Grad der Erfüllung der dort enthaltenen Inhalte aus der ISO 26000 als Kriterium für Nachhaltigkeit zu verwenden. Dabei können die einzelnen Kernthemen und Handlungsfelder aus der ISO 26000 passend für die jeweilige Organisation aufgenommen werden.

Für die fünf Inhaltsgruppen ergäbe sich somit folgende Gliederung:

  1. Gesellschaftliche Verantwortung
  2. Ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit
  3. Soziale Dimension der Nachhaltigkeit
  4. Ökologische Dimension der Nachhaltigkeit
  5. Nachhaltigkeitsmanagement

Hierzu ein Beispiel: In der Inhaltsgruppe 4, Kernthema „Abschwächung des Klimawandels und Anpassung“, Handlungsfeld „Energieeinsparung“ könnten die eingeleiteten und geplanten Maßnahmen der Organisation zur Energieeinsparung und zur Erhöhung der Energieeffizienz in MWh pro Jahr abgefragt werden. Der relative Wert und der Fortschritt bei diesen Maßnahmen über die Jahre kann dann als Nachhaltigkeitskriterium verwendet werden.

Indikatoren

Mit der Definition und Abarbeitung der Inhaltsgruppen wird der Grad der Nachhaltigkeit einer Organisation messbar.

Doch wie verhält sich das jeweils Erreichte in Bezug auf die Anspruchsgruppen der Organisation und im Vergleich mit ähnlichen Organisationen?

Dazu dienen Indikatoren, ein sogenannter Key Performance Indicator (KPI) bzw. eine Leistungskennzahl. Als KPI kann als Quotient aus Maßnahmen und einer geeigneten Bezugsgröße gebildet werden. Um bei unserem Beispiel Energieeffizienz zu bleiben, könnte hier ein geeigneter KPI der Quotient aus Energieverbrauch  (Strom, Wärme, Gas, usw.) und Mitarbeiterzahl gebildet werden, z.B. ein mittelständisches Unternehmen mit 40 Mitarbeitern und einem Jahresstromverbrauch von 200MWh käme dann auf einen KPI von 5.000 kWh pro Mitarbeiter und Jahr. Daran kann in den Folgejahren gearbeitet werden!

Allerdings sollte bei der Bildung von KPIs immer auf deren Sinnhaftigkeit geachtet werden. Ein KPI aus Stromverbrauch in Relation zum Jahresumsatz würde in unserem Beispiel wohl kaum Sinn machen.

Lösungsansatz

Nachhaltigkeit messbar machen, dafür können natürlich viele Wege beschritten werden. Für mich ist jedoch die Überführung der Inhalte aus der ISO 26000 in ein umfassendes und transparentes Zertifizierungssystem der derzeit sinnvollste Lösungsansatz.

Ein solches Zertifizierungssystem für Nachhaltigkeit von Organisationen kann von jedem entwickelt werden, der sich tief genug in die ISO 26000 eingelesen hat und bereit ist, mehrere Jahre intensive Arbeit in die Entwicklung eines solchen Zertifizierungssystem zu stecken.

Wer diesen doch erheblichen Aufwand nicht betreiben will bzw. nicht die Zeit oder finanziellen Mittel hierfür hat, braucht kein eigenes Zertifizierungssystem zu entwickeln.

Nachhaltigkeit messbar machen

Der gemeinnützige Luftfahrtverband IASA e.V. hat in Kooperation mit professionellen Partnern das Zertifizierungssystem ‚Sustainability. Now.® entwickelt, das – wie in diesem Artikel beschrieben – im Wesentlichen auf den Inhalten der ISO 26000 aufbaut. Damit wird Nachhaltigkeit messbar.

Parallel dazu hat die IASA ein eigenes Gütesiegel ‚IASA Certified Sustainability.® entwickelt, das bei Erreichung einer Mindestqualifaktion im System ‚Sustainability. Now.® an die jeweilige Organisation vergeben wird.

Ursprünglich wurde Zertifizierungssytem und Gütesiegel für Unternehmen in der Luftfahrt entwickelt. Inzwischen ist das System auch in einer branchenneutralen Version verfügbar und kann somit von Organisation jeglicher Art und Branche verwendet werden.

Interessenten können sich auf der Homepage des Vereins detaillierter informieren und direkten Kontakt mit den IASA-Auditoren aufnehmen.

Für die ab diesem Jahr geltende sogenannte nichtfinanzielle-Berichtspflicht nach der neuen CSR-Richtline ist ein entsprechendes Berichtsmodul im Zertifizierungssystem enthalten.

Schon ein erstes Informationsgespräch mit den Experten der IASA zeigt, wie sehr die Prinzipien der ISO 26000 geeignet sind, die Energieeffizienz eines Unternehmens oder einer Organisation zu verbessern, neue Dimensionen der Nachhaltigkeit zu erschließen, eine wirklich nachhaltige Unternehmensführung zu erleichtern und ökonomische Vorteile der Nachhaltigkeit zu generieren.

Dabei muss nicht notwendiger Weise schon im ersten Schritt das Unternehmen oder die Organisation als Ganzes zertifiziert werden. Man kann auch damit beginnen, schrittweise einzelne Unternehmensbereiche (z. B. Projektleitung) zu zertifizieren. Entscheidend für den Erfolg ist die dauerhafte Integration der ISO 26000, um eine wirklich nachhaltige Unternehmensführung zu erzielen.

Die Dimensionen der Nachhaltigkeit sind vielfältig; entscheidend ist, dass man damit beginnt sie zu implementieren (ökonomische Nachhaltigkeit).


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Neue nichtfinanzielle Berichtspflichten ab 2017

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Stärkung der unternehmerischen Verantwortung durch neue nichtfinanzielle Berichtspflichten

Die Bundesregierung hat den vom Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) beschlossen.

Damit setzt die Bundesregierung die sogenannte CSR-Richtlinie um. CSR steht für Corporate SocialResponsibility, also für die Verantwortung von Unternehmen, für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Nach dem Gesetzentwurf müssen bestimmte große, insbesondere am Kapitalmarkt tätige Unternehmen, in ihren Lageberichten künftig verstärkt auch nichtfinanzielle Themen darstellen. Erforderlich werden dabei vor allem Angaben über Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Korruptionsbekämpfung.

Unternehmen werden heute nicht mehr nur nach ihren Finanzdaten bewertet. Investoren, Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher verlangen zu Recht mehr und bessere Informationen. Dazu zählen Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelange genauso wie die Achtung der Menschenrechte oder Konzepte zur Korruptionsbekämpfung. Wir wollen die Transparenz im Bereich der unternehmerischen Verantwortung weiter stärken. Große Unternehmen sollen daher verpflichtet werden, auch über wesentliche nichtfinanzielle Belange zu berichten.“
Heiko Maas, Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister

Der Gesetzentwurf sieht im Wesentlichen folgende Regelungen vor:

  • Neue nichtfinanzielle Berichtspflichten: Künftig müssen bestimmte große, insbesondere börsennotierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern im Lage- bzw. Konzernlagebericht oder in einem gesonderten nichtfinanziellen Bericht ihre wesentlichen Risiken darstellen, die im Hinblick auf Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Korruptionsbekämpfung bestehen. Zudem sind insbesondere auch Angaben zu den Konzepten erforderlich, welche die Unternehmen in Bezug auf diese Belange verfolgen.
  • Angaben zu Diversitätskonzepten: Darüber hinaus haben bestimmte börsennotierte Unternehmen ihre Erklärung zur Unternehmensführung durch präzisere Angaben zu den Diversitätskonzepten für Leitungsorgane der Unternehmen zu ergänzen.
  • Erweiterung der Sanktionsregelungen: Schließlich werden die im Handelsbilanzrecht heute schon bestehenden Straf- und Bußgeldvorschriften auf Verstöße gegen die neuen Berichtspflichten erweitert und der bisherige maximale Bußgeldrahmen deutlich angehoben.

Die Neuregelungen sollen erstmals für im Jahr 2017 beginnende Geschäftsjahre der Unternehmen wirksam werden.

Quelle: BMJV

Anmerkung IASA e.V.:

Als Organisation, die sie sich das Thema Nachhaltigkeit zum Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten gesetzt hat, ist die IASA mit allen Aspekten der Nachhaltigkeitsberichterstattung und insbesondere mit der neuen nichtfinanziellen Berichtserstattung nach der neuen CSR-Richtlinie bestens vertraut.

Mit dem von uns entwickelten Gütesiegel IASA Certified Sustainability® zeichnen wir Unternehmen aus, die nachweislich nachhaltig wirtschaften. Für das dem Gütesiegel zugrundeliegende Zertifizierungssystem Sustainability. Now.® haben wir nun ein neues CSR-Modul entwickelt, das als Ergebnis einen nichtfinanziellen Bericht nach den Vorgaben der CSR-Richtlinie erzeugt, der ab dem 1. Januar 2017 für Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern verpflichtend ist.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu der neuen Berichtspflicht und unterstützen Sie bei der Erstellung Ihres CSR-Reports: zum Kontaktformular

Michael Wühle, Vorstand IASA e.V.


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REKORDERGEBNIS AM FLUGHAFEN MEMMINGEN

BILANZ 2016: REKORDERGEBNIS AM FLUGHAFEN MEMMINGEN

Mit dem besten Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte ist der Flughafen Memmingen in sein Jubiläumsjahr gestartet. Denn die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 verzeichnet den Rekordwert von 996.714 Passagieren. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Prozent. Heuer soll die Millionen-Grenze geknackt werden.

12,8% Wachstum

Bevor im Sommer dieses Jahres das zehnjährige Jubiläum der zivilen Luftfahrt am Flughafen Memmingen gefeiert wird, gibt es bereits zum Start ins neue Jahr positive Nachrichten. „Wir konnten unseren Aufwärtstrend aus dem Vorjahr eindrucksvoll fortsetzen“, erklärt Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid. Gab es nämlich bereits ein Jahr zuvor Grund zur Freude, als man eine Steigerungsrate bei den Passagieren von 17,8 Prozent vermelden konnte, so legte der Airport erneut ein eindrucksvolles Wachstum hin. Dieses Mal beträgt das Plus 12,8 Prozent, was 996.714 Fluggästen (Vorjahr 883.490) entspricht.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist das kontinuierlich ausgebaute Flugangebot, das maßgeblich von den Fluggesellschaften Ryanair und Wizz Air getragen wird. Aber auch immer mehr Charter- und Ferienflüge schlagen sich in der Bilanz positiv nieder. „Wir haben damit auch gezeigt, dass wir nicht von einem Partner alleine abhängig sind, sondern sich das Wachstum aus mehreren Quellen speist“, betont Schmid. Für den größten Schub sorgte die in Ungarn beheimatete Fluggesellschaft Wizz Air, die ihr Angebot an Strecken nach Ost-Europa auch im abgelaufenen Jahr um fünf neue Destinationen auf mittlerweile 14 ausbaute. Zu den neuesten Zielen zählen das bulgarische Varna, Kutaisi, die zweitgrößte Stadt Georgiens, Podgorica, die Hauptstadt Montenegros, und das rumänische Sibiu (Hermannstadt).

Neue Verbindungen

Auch die im März gestartete Verbindung Memmingen-Moskau der russischen Fluggesellschaft Pobeda sorgte für weitere Wachstumsimpulse und neue Gästeschichten. „Ost-Europa ist für uns zu einem wichtigen Markt geworden“, so Schmid, „in dem noch echtes Wachstum zu erzielen ist.“ Selbst Ryanair, ansonsten auf westeuropäische Strecken konzentriert, nahm mit Sofia im September ein osteuropäisches Ziel in ihr Streckennetz ab Memmingen auf.

„Mein großer Dank gilt unserer gesamten Mannschaft, die wieder Großartiges geleistet hat“, betont Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid. Der aktuelle Flugplan bietet mit 22 Zielen das attraktivste Winter-Angebot in der Geschichte des Airports. Zahlreiche Sonderflüge während der Weihnachtsfeiertage sorgten für ein zusätzliches Angebot von fast 10.000 Sitzen, das großen Anklang fand und weitgehend ausgebucht war. Auch die 31 Ziele des Sommerflugplans 2017 sind bereits buchbar.

Die Millionen-Grenze ist fällig

In diesem Jahr möchte sich der Flughafen Memmingen zum zehnjährigen Jubiläum seiner zivilen Nutzung ein besonderes Geschenk machen: „Die Millionen-Grenze ist fällig“, gibt sich Geschäftsführer Schmid zuversichtlich. Längst habe der Flughafen weit über die Grenzen Süddeutschlands hinaus seine Position gefestigt. Als wichtiger Teil sei der Airport aus der Verkehrsinfrastruktur Süddeutschlands nicht mehr wegzudenken.

In diesen Tagen findet auch die organisatorische Neuausrichtung des Unternehmens statt. So betreibt die als Flughafen Memmingen GmbH gegründete Betriebsgesellschaft den Flughafen und übernimmt alle Mitarbeiter der Allgäu Airport GmbH & Co. KG, die wiederum künftig als Grundstückbesitzgesellschaft fungiert.

Luftaufnahme Flughafen Memmingen ©Allgäu-Airport-GmbH-Co.-KG Fotograf Patrick Kiesel

Luftaufnahme Flughafen Memmingen ©Allgäu-Airport-GmbH-Co.-KG Fotograf Patrick Kiesel

Quelle: Allgäu Airport

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