‚FAMOS‘: Neues Forschungsprojekt der Lufthansa Technik zur Verminderung des Widerstands

Automatisiertes System ermöglicht das Beschichten großer Oberflächen mit Ribletstruktur

Hamburg, 13. Juli 2017: Lufthansa Technik hat zusammen mit Partnern im Forschungsprojekt „FAMOS“ ein neuartiges Führungssystem entwickelt, das die multifunktionalen Oberflächen von Verkehrsflugzeugen mit einer strömungsgünstigen „Haifischhaut“-Struktur automatisch beschichtet. Zunächst soll die Struktur auf den Flügeloberseiten sowie auf den Ober- und Unterseiten des Höhenleitwerks appliziert werden. Weitere Anwendungsflächen, vor allem am Rumpf, sollen folgen.

Frühere Forschungen hatten bereits eine lange Haltbarkeit und einen
hohen Nutzen dieser Struktur bestätigt. Dabei konnten zunächst neue
Lacke entwickelt und die Beständigkeit der Riblet- beziehungsweise
Haifischhautstrukturen auch unter realen Bedingungen im Flugbetrieb
bewiesen werden.

Hierzu wird der Lack zunächst auf eine UV-transparente Form (Matrix)
aufgebracht. In diese Matrix ist vorab das Negativ der Riblet-Form
eingebracht worden. Die Negativ-Form wird in den frischen Lack
eingedrückt und dieser gleichzeitig durch UV-Licht gehärtet. Wenn die
Negativ-Form entfernt wird, bleibt das Positiv der Haifischhaut auf
der Oberfläche stehen. Die Matrix kann auch als endloser Gürtel
ausgebildet werden und somit einen automatischen Prozess ermöglichen.

„Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass wir den Reibungswiderstand
der Luft trotz geringfügiger Abnutzung der Mikrostrukturen um fünf
bis acht Prozent reduzieren können. Dadurch würden Airline-Betreiber
nicht nur rund eineinhalb Prozent Treibstoff einsparen, sondern auch
die Schadstoff-Emissionen ihrer Flotten um einen entsprechenden Wert
reduzieren können“, so Projektleiter Dr. Mathias Nolte.

Wird in den kommenden Monaten mit der Industrialisierung und
Überführung in die Produktion begonnen, könnte die automatisierte
Beschichtung von Flugzeugen mit strömungswiderstandsreduzierender
Haifischhaut bereits 2019 Realität werden.

Quelle: Lufthansa Technik


 

Globales Klimaschutzinstrument CORSIA muss europäischen Emissionshandel ab 2020 ersetzen

Position des Umweltausschusses im Europäischen Parlament weist in falsche Richtung 

Berlin, 11. Juli 2017: Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich mit der Einbeziehung des Luftverkehrs in den europäischen Emissionshandel befasst. Zu den Beschlüssen sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Wir begrüßen, dass auch der Umweltausschuss des Parlaments den Emissionshandel bis 2020 nicht verschärfen will. Aber der Vorschlag der Umweltpolitiker, den europäischen Emissionshandel auch nach 2020 auf innereuropäische Flüge anwenden zu wollen, wäre eine wettbewerbsverzerrende Zusatzbelastung für die europäischen Fluggesellschaften.“

Die Europäische Kommission hatte empfohlen, Luftverkehr bis zur Einführung des globalen Klimaschutzinstruments CORSIA im Jahr 2020 weiter in den europäischen Emissionshandel einzubeziehen, und zwar weiterhin beschränkt auf innereuropäische Flüge. Diesem Vorschlag folgten der EU-Rat und nun auch der Umweltausschuss. Für die Zeit nach 2020 fordert der Ausschuss, Flüge zwischen den EU-Mitgliedsstaaten weiter in den Emissionshandel einzubeziehen und das System sogar noch zu verschärfen.

„Die von den EU-Umweltpolitikern geforderte Verschärfung des europäischen Emissionshandels würde den hiesigen Fluggesellschaften zusätzliche Kosten auferlegen, die ihre Wettbewerber aus Drittstaaten nicht haben“, so Schulte. „Stattdessen muss die Einbeziehung des Luftverkehrs in den europäischen Emissionshandel ab 2020 vollständig durch das globale Klimaschutzinstrument CORSIA abgelöst werden. Denn Klimaschutz im Luftverkehr kann nur international gelingen.“

Im Oktober 2016 hat sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der ICAO auf die Einführung des globalen marktbasierten Klimaschutzinstruments CORSIA verständigt, um die CO2-Emissionen im internationalen Luftverkehr auf der Höhe von 2020 zu stabilisieren. Um das Ziel des CO2-neutralen Wachstums zu erreichen, zahlen die Fluggesellschaften ab 2021 für ihre wachstumsbedingten CO2-Emissionen einen Zertifikatspreis. Mit den Einnahmen werden in entsprechender Größenordnung CO2-senkende Projekte finanziert.

Das globale Offsetting-Instrument CORSIA ist ein entscheidender Teil der umfassenden Klimaschutzstrategie für die Luftfahrt und ergänzt effizienzsteigernde Innovationen bei der Flugzeug‐ und Triebwerkstechnik sowie bei betrieblichen Prozessen am Boden und in der Luft.


Quelle: BDL


 

Deutsche Airlines mit neuer Bestleistung in 2016

Nur 3,64 Liter Kerosin pro 100 Personenkilometer

Berlin, 3. Juli 2017: Mit einem durchschnittlichen Flottenverbrauch von nur 3,64 Liter Kerosin pro Person und 100 Kilometer erreichten die deutschen Fluggesellschaften 2016 einen Top-Wert. „Die neuesten Zahlen belegen, dass die Maßnahmen der Luftverkehrsbranche zur Steigerung der Energieeffizienz greifen“, sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zur Vorstellung der neusten Kennzahlen im aktuellen BDL-Jahresreport zum Klimaschutz im Luftverkehr.

Der BDL legt einmal im Jahr auf Grundlage des tatsächlichen Kerosinverbrauchs und der zurückgelegten Personenkilometer die Zahlen zur Energieeffizienz und CO2-Emissionen vor. Der aktuelle Jahresbericht zeigt: Luftverkehr wird ökologisch immer effizienter, weil es gelingt, die Zunahme des Kerosinverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen geringer zu halten als das Verkehrswachstum. Der durchschnittliche Verbrauch der deutschen Flotte pro Person und 100 Kilometer ist seit 1990 um 42 Prozent gesunken. Schulte: „Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein Branchenerfolg, der auf den Maßnahmen vor allem der deutschen Fluggesellschaften, aber auch der Flughäfen und der Deutschen Flugsicherung beruht. Das bestätigt, dass die Branche bei der Erfüllung ihrer Klimaschutzstrategie auf dem richtigen Weg ist.“

Zur Erinnerung: Die internationale Klimaschutzstrategie der Luftfahrt beinhaltet drei wichtige Elemente:

  • Die Treibstoffeffizienz soll pro Jahr um 1,5 Prozent gesteigert werden,
  • ab 2020 soll das Wachstum des Luftverkehrs CO2-neutral erfolgen und
  • bis 2050 sollen gegenüber dem Jahr 2005 die netto-CO2-Emissionen der Luftfahrt um 50 Prozent sinken.

Da der weltweite Luftverkehr weiter um etwa 5 Prozent pro Jahr wachsen wird, reicht die Senkung des spezifischen Treibstoffverbrauchs nicht aus, um den Anstieg der CO2-Emissionen zu stoppen. Daher wurde 2016 auf UN-Ebene bei der staatlichen Luftfahrtorganisation ICAO das internationale Offsetting-System CORSIA beschlossen. Schulte: „Mit diesem globalen, marktbasierten Klimaschutzinstrument wächst der Luftverkehr ab 2020 CO2-neutral.“ Die Fluggesellschaften zahlen dann dafür, dass die wachstumsbedingten CO2-Emissionen in von der UN zertifizierten Projekten kompensiert werden. „Es gilt jetzt, das von der ICAO beschlossene Klimaschutzinstrument zügig auszugestalten und umzusetzen. Dabei ist entscheidend, dass CORSIA weltweit nach gleichen Regeln umgesetzt wird – ohne europäische Verschärfungen. Und: CORSIA muss ab 2020 das EU-ETS ablösen“, so BDL-Präsident Schulte.

  • Kernzahlen aus dem aktuellen Klimaschutzreport des BDL:
  • Investition in neue Technologie: Die deutschen Fluggesellschaften investieren in den nächsten Jahren in 214 verbrauchsärmere Flugzeuge zum Listenpreis von 37 Milliarden Euro. Technische Innovationen sorgen dafür, dass mit jeder Flugzeuggeneration der Treibstoffbedarf um rund 15 Prozent sinkt. Die Investitionen in neue Flugzeuge könnten höher ausfallen, wenn der Gesetzgeber wettbewerbsverzerrende Sonderbelastungen etwa bei der Luftverkehrsteuer abbauen würde.
  • Effizienz-Rekord bei der Frachtflotte: Deutsche Frachtflugzeuge fliegen so effizient wie nie zuvor: Auf Passagiere (je 100 kg inklusive Gepäck) umgerechnet verbrennt die Fracht-Flotte der Lufthansa Cargo nur 1,83 Liter auf 100 Kilometer.
  • Anhaltend niedriger Verbrauch: Im Jahr 2016 verbrauchten die Flugzeuge der deutschen Airlines durchschnittlich 3,64 Liter Kerosin pro 100 Personenkilometer.
  • Flughäfen senken CO2-Ausstoß weiter: Die Flughäfen konnten ihre spezifischen CO2-Emissionen zwischen 2010 und 2015 um mehr als 26 Prozent auf 2,28 kg CO2pro Verkehrseinheit senken.
  • Beitrag der Deutschen Flugsicherung: Weniger Umwege als je zuvor: Die durchschnittliche Abweichung von der Ideallinie einer Flugstrecke konnte in den vergangenen Jahren in Deutschland um 33 Prozent reduziert werden. 2016 wurden durch die Vermeidung von Umwegen rund 70.500 Tonnen weniger CO2ausgestoßen.

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Den Report finden Sie unter http://www.bdl.aero/download/2555/klimaschutz-report_2017.pdf

Quelle: BDL


 

Geschäftsführungswechsel bei der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik

Eckhard Breuer übernimmt Unternehmensführung von Thomas Brandt

 

Friedrichshafen, 03.Juli 2017: Wie bereits im April dieses Jahres angekündigt, hat Thomas Brandt, der bisherige Geschäftsführer der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik sowie der Deutschen Zeppelin-Reederei, am 1. Juli den Staffelstab an seinen Nachfolger Eckhard Breuer übergeben.

Zusammen mit seinem Team brachte Thomas Brandt in den 13 Jahren seines Wirkens die beiden Unternehmen zielgerichtet, kontinuierlich und erfolgreich voran. 2011 landete die ZLT den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte: Die Goodyear Tire & Rubber Company bestellte drei neue Zeppelin NT “made in Friedrichshafen”. Zwei dieser Luftschiffe wurden in den USA bereits in Betrieb genommen, das dritte ist momentan in der Endmontage und wird im Frühjahr 2018 zu seinem Erstflug abheben.

Der Zeppelin NT erfreut sich mit seinen einzigartigen Flugeigenschaften nicht nur bei Touristen großer Beliebtheit, sondern hat sich auch im Bereich der Wissenschafts- und Sondermissionen als Forschungsplattform erfolgreich etabliert. Aufgabe des neuen Geschäftsführers Eckhard Breuer wird es sein, an diese Erfolgsgeschichte anzuknüpfen. “Ich gratuliere Thomas Brandt und dem ganzen Team zu dieser erfolgreichen und soliden Aufbauarbeit. Darauf können Sie wirklich stolz sein. Auf die vor uns liegende Zusammenarbeit und den weiteren Ausbau unserer Unternehmen freue ich mich sehr. Ein großes Dankeschön an alle Passagiere, die in den 20 Jahren seit dem Erstflug des Zeppelin NT mit uns geflogen sind – und natürlich auch an alle Kunden aus Industrie und Wissenschaft sowie an alle Werbepartner, die unser Luftschiff als sympathischen und unübersehbaren Markenbotschafter für sich genutzt haben”, so Breuer bei der Übergabe des Staffelstabes. Der 53-jährige Diplom-Ingenieur ist ein langjähriger Vertriebsprofi und profilierter Nordamerika-Kenner. Sein gesamtes bisheriges Berufsleben hat Breuer in der Luftfahrtbranche verbracht und bringt somit eine enorm breite Branchenexpertise in sein neues Aufgabenfeld mit ein. Im Anschluss an sein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Bundeswehr-Universität München war er Zeitsoldat bei der Luftwaffe – unter anderem als Offizier im Einsatzführungsdienst und als AWACS-Besatzungsmitglied. Nach seiner Bundeswehrzeit war Breuer von 1995 bis 1998 Vertriebsingenieur bei der Aerodata AG und übernahm im Anschluss daran die Verantwortung für den Bereich Marketing und Vertrieb bei der CAE Elektronik GmbH. Beim kanadischen Flugzeugbauer Bombardier leitete er ab 2004 den Vertrieb von Geschäftsflugzeugen in Deutschland und Österreich. Seine Kunden waren neben Privatkunden auch die Flugbereitschaft des BMVg sowie Werk- und Charterflugbetriebe. Seit 2015 verantwortete Breuer bei Bombardier den Vertrieb von Special Mission-Flugzeugen an Regierungskunden und hat nun zum 1. Juli 2017 die Geschäftsführung der ZLT und DZR übernommen.

Thomas Brandt gibt Eckhard Breuer und den Mitarbeitern seinen Dank und gute Wünsche mit auf den Weg: “Ich bin dankbar für eine ereignisreiche unternehmerische Zeit mit dem Zeppelin NT und wünsche meinem Nachfolger, dem Mitarbeiter-Team und den Unternehmen eine glückliche und erfolgreiche Zukunft.”

Der Zeppelin NT (Neue Technologie) ist das größte und einzige für den kommerziellen Passagierbetrieb zugelassene Luftschiff der Welt und verfügt über eine starre Innenstruktur. Antriebe, Leitwerke und Kabine sind direkt an die Tragstruktur montiert und verleihen dem Zeppelin NT ein Höchstmaß an Sicherheit, Komfort, Leistung und Manövrierfähigkeit. Darüber hinaus ist der Zeppelin NT ein beispielhaft umweltverträgliches Luftfahrzeug.

Mit einer Länge von 75 m und einem Volumen von 8.425 m³ ist der Zeppelin NT das derzeit größte halbstarre Luftschiff. Die ZLT setzt auf die Kombination von bewährten Erfahrungswerten und modernster Technik. Der Zeppelin NT ist in der Bauart LZ N07-100 für den kommerziellen Flugbetrieb bis 13 Passagiere durch LBA, EASA, FAA und JCAB zugelassen – und in der neuen Version LZ N07-101 bis 15 Passagiere durch LBA, EASA und FAA.

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Thomas Brandt (rechts) übergibt den Staffelstab des Zeppelin-Geschäftsführers an seinen Nachfolger Eckhard Breuer
Foto: ZLT

Quelle: ZLT Zeppelin Luftschifftechnik / Deutsche Zeppelin-Reederei


 

Airbus-Team erhält „Innovationspreis der deutschen Luftfahrt”

Neues Konzept zum Drucken von elektrischen Leitungen

Hamburg / Berlin, 30. Juni 2017: Gedruckte Verbindungen aus leitfähiger Tinte statt schwerer Kabelbündel – so könnte die zukünftige Stromversorgung im Flugzeug für viele Kabinensysteme aussehen. Ein Airbus-Entwicklungsteam hat dieses Verfahren in mehreren Jahren für den Einsatz am Bord optimiert. Das Projekt wurde jetzt in Berlin mit dem „Innovationspreis der deutschen Luftfahrt“ ausgezeichnet.

„Wir freuen uns sehr über diese hochrangige Auszeichnung für unsere Forschungsteams. Verfahren wie der Druck von elektrischen Verbindungen sind elementarer Bestandteil von zukunftweisenden Technologien zur Gewichtsersparnis und Optimierung unserer Fertigungsabläufe“, sagte Andreas Fehring, Mitglied der Geschäftsführung von Airbus in Deutschland und Werkleiter Hamburg. „Wir forschen an zahlreichen Projekten zum Thema Industrie 4.0 – und dieses ist nur ein Beispiel, wie neue Verfahren unsere Flugzeuge und deren Herstellung noch effizienter machen und zugleich mehr Flexibilität für unsere Airline-Kunden ermöglichen.“

Die gedruckten Verbindungen werden mittels Tintenstrahldrucker auf eine Kunststofffolie aufgebracht. Die Spezialtinte ist mit Silberpartikeln versetzt und dadurch leitfähig. Eine zusätzliche Lackschicht schützt den elektrischen Leiter. Die Folie könnte in Zukunft auf Oberflächen in und außerhalb der Kabine genutzt werden: für Beleuchtung, Ventilatoren, Datenübertragung. Für die Entwicklung des neuen Verfahrens arbeiteten die Airbus-Entwickler im Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung ZAL in Hamburg unter anderem mit der Firma Altran sowie den Fraunhofer Instituten Bremen und Chemnitz zusammen.

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Die Gewinner der Kategorie Industrie 4.0, André Hubert, Dennis Hahn und Guido Kaiser (v. l.) mit Max Seißler (Altran) und Laudatorin Catrin Hinkel,
Vorstandsmitglied Accenture Dienstleistungen GmbH.
Foto: IDL / photothek

Quelle: Airbus


 

Bombardier – nachhaltige Entwicklungsperspektive für Deutschland

Einigung für die Neuausrichtung von Bombardier Transportation in Deutschland erzielt – Weichen für die Zukunft gestellt

29. Juni 2017

  • Spezialisierung der Standorte auf Entwicklung oder Produktion 
  • Perspektive für alle deutschen Standorte gegeben
  • Schrittweise Anpassung von Arbeitsplätzen bis 2020

Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter von Bombardier Transportation GmbH haben sich auf die Grundzüge für die Neuausrichtung und Sicherung der deutschen Standorte geeinigt. In der heutigen Aufsichtsratssitzung wurden entsprechende Eckpunkte einvernehmlich akzeptiert, die beschreiben, wie die Standorte innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre für die Entwicklung oder Produktion von Bahntechnologie spezialisiert werden. Dabei stehen Produktinnovation, Digitalisierung und der verstärkte Einsatz moderner Industrie 4.0-Produktion im Mittelpunkt. Die Neuausrichtung der deutschen Standorte ist Teil der globalen Transformation von Bombardier, die im Oktober 2016 angekündigt wurde.

„Es war wichtig, dass sich alle Beteiligten nach intensiven Verhandlungen auf die wesentlichen Eckpunkte für die nachhaltige Ausrichtung unserer Standorte verständigen konnten“, so Wolfgang Tölsner, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Bombardier Transportation in Deutschland. „Es wurde heute einvernehmlich ein überzeugendes inhaltliches Konzept akzeptiert, das die Weichen für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Bombardier in Deutschland stellt. Dieses Zukunftskonzept sieht Mittel in Höhe von bis zu 70 Millionen Euro vor, die wir bis 2019 in die deutschen Standorte investieren. Dabei bleiben alle deutschen Standorte erhalten.“

Nachhaltige Entwicklungsperspektive

Die Eckpunkte halten fest, dass fünf deutsche Standorte zu Kompetenzzentren mit globaler strategischer Bedeutung für den Gesamtkonzern ausgebaut werden. Dazu zählen die Standorte Bautzen, Hennigsdorf, Kassel, Mannheim und Siegen. Dem Standort Görlitz wird eine nachhaltige Entwicklungsperspektive eröffnet. Für den Standort Braunschweig und die Konzernzentrale sind inhaltlich keine Änderungen geplant.

Die Modernisierung und Spezialisierung der Standorte schließt personelle Anpassungen ein. Basierend auf aktuellen Annahmen werden je nach Marktentwicklung und Auftragseingang schrittweise bis 2020 in Deutschland maximal 2.200 Beschäftigte abgebaut, darunter 700 Leiharbeiter. Die Stellenreduktion wird sich über alle Standorte in Deutschland verteilen, jedoch mehrheitlich die Standorte Görlitz und Hennigsdorf betreffen.

Bei allen anstehenden Maßnahmen sollen die Arbeitnehmerinteressen durch die Einigung auf einen Sozialplan angemessen berücksichtigt werden. Alle tariflichen und betrieblichen Möglichkeiten werden in Betracht gezogen, um die Auswirkungen auf die von der Neuausrichtung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Zeitnah sollen ein Interessenausgleich und Sozialplan beschlossen werden. Der Aufsichtsrat erwartet von der Geschäftsführung, dass bis 2019 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

Über Bombardier Transportation

Bombardier Transportation ist ein weltweit führender Hersteller von Bahntechnik und verfügt über das breiteste Portfolio der Branche. Zur Produktpalette zählen das gesamte Spektrum schienengebundener Fahrzeuge, Fahrzeugkomponenten sowie Signal- und Steuerungstechnik. Zudem bietet das Unternehmen komplette Transportsysteme und ist erfolgreich in den Bereichen Bahndienstleistungen und Elektromobilität aktiv. Als innovativer Vorreiter setzt Bombardier Transportation kontinuierlich neue Standards für nachhaltige Mobilität und schafft mit integrierten Verkehrslösungen entscheidende Vorteile für Transportunternehmen, Fahrgäste und Umwelt. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen ist der Konzern in über 60 Ländern vertreten. Bombardier Transportation hat rund 37.150 Beschäftigte. Die Konzernzentrale befindet sich in Berlin.

Über Bombardier

Bombardier ist der weltweit führende Hersteller für Flugzeuge und Züge. Den Blick in die Zukunft gerichtet, fördert und entwickelt Bombardier weltweit effiziente, nachhaltige und bequeme Mobilitätslösungen. Es sind die Fahrzeuge, Dienstleistungen und vor allem die Mitarbeiter, die Bombardier zu einem weltweit führenden Unternehmen im Verkehrssektor machen. Neuigkeiten und Informationen sind unter bombardier.com abrufbar.

Quelle: Bombardier


 

Deutsche Flughäfen sind Branchenführer beim Klima- und Umweltschutz

Tag der Umwelt – Deutsche Flughäfen sind Branchenführer beim Klima- und Umweltschutz

 

  • Deutsche Flughäfen vermelden starke Fortschritte beim Klimaschutz.
  • Seit 2010 haben die deutschen Airports ihre CO2-Emissionen absolut um fünfzehn Prozent gesenkt.Und das, obwohl die Passagierzahlen im gleichen Zeitraum um knapp achtzehn Prozent gestiegen sind.

 

Hierzu erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: „Die deutschen Flughäfen nehmen beim Umwelt- und Klimaschutz eine Spitzenposition ein und gehören zu den Vorreitern einer ganzen Branche in Europa. Die freiwilligen Reduktionsziele der ADV-Flughäfen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die nationalen Vorgaben umzusetzen. Auch außerhalb ihres direkten Einflussbereiches engagieren sich die Flughäfen für den Klimaschutz: Über emissionsabhängige Start- und Landeentgelte setzen sie den Airlines Anreize für den Einsatz der saubersten Flugzeuge“.

Der Tag der Umwelt an diesem Pfingstmontag steht unter dem Motto „Umwelt macht natürlich glücklich“. Der Verlust der biologischen Vielfalt zählt neben dem Klimawandel zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Der Erhalt und die Förderung von Biodiversität ist längst zu einem gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Thema von internationaler Bedeutung geworden. Die ADV-Flughäfen realisieren, unterstützen und fördern seit Jahren zahlreiche naturschutzfachliche Maßnahmen in der Umgebung und an den Flughäfen.

Wie vielfältig der Lebensraum Flughafen ist und was die Flughäfen dafür tun, zeigt die ADV-Broschüre „Naturschutz im Blick“: http://www.adv.aero/fachbereiche/umwelt/naturschutz/

Seit 2016 unterstützen die ADV-Flughäfen die Dialogplattform Unternehmen Biologische Vielfalt 2020 des Bundesumweltministeriums. Im Rahmen von Unternehmen Biologische Vielfalt 2020 engagieren sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), Wirtschaftsverbänden und Naturschutzorganisationen für eine Trendwende beim Verlust der biologischen Vielfalt.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV)


 

Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas 2017

Erster Preis beim Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas 2017 für effektives Design eines privaten Staufachs für Passagiere

Toulouse, Frankreich (ots/PRNewswire) – Finalisten konnten ihren Ideen in Airbus-Labors den letzten Schliff geben

Das Team DAELead der Universität Hong Kong wurde von der Expertenjury als Sieger des internationalen Airbus-Studentenwettbewerbs Fly Your Ideas 2017 ausgewählt. Team DAELead musste sich gegen eine harte Konkurrenz durchsetzen, holte sich den mit 30.000 Euro dotierten ersten Preis schließlich aber mit seinem effektiven Design für ein privates Staufach im Fußraum der Passagiere.

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt

Airbus Fly Your Ideas 2017 Winners: Team DAELead from The University of Hong Kong (PRNewsfoto/Airbus)

Die letzte Runde des Wettbewerbs fand diese Woche in Toulouse statt. Fünf Studententeams – die Endauswahl aus 365 Anmeldungen in Runde 1 – erhielten die Gelegenheit, während einer Woche in der Airbus ProtoSpace-Einrichtung ihre Ideen mit modernster Ausrüstung zu visualisieren, prototypisch umzusetzen, zu testen und dann vor einem Gremium zu präsentieren, das sich aus Experten von Universitäten, Airbus und aus der Luft- und Raumfahrtbranche zusammensetzte.

Die Preisrichter waren beeindruckt von der Vision des Teams DAELead und der Kompetenz, mit der es eine einfache, aber effektive Lösung für ein besseres Reiseerlebnis der Passagiere konzipierte. Das neue Design für die Kabine nutzt den Platz zwischen Kabinenboden und Frachtraumdecke optimal aus, um für die Fluggäste persönliche Staufächer im Fußraum bereitzustellen.

Das zweitplatzierte Team Aquarius vom Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) in Australien erhielt 15.000 Euro für sein radikales Konzept, ein Verkehrsflugzeug für die Bekämpfung von Flächenbränden umzurüsten.

Der mittlerweile zum fünften Mal abgehaltene Airbus-Wettbewerb Fly Your Ideas wird in Zusammenarbeit mit der UNESCO organisiert, um weltweit die nächste Generation von Innovatoren zu inspirieren. Die Projektvorschläge der Studenten sollten sich auf eines von fünf Themen beziehen, die Airbus als zentrale Herausforderungen sieht – von einem verbesserten Reiseerlebnis für die Passagiere über innovative Konzepte für die Fertigung bis hin zu nachhaltigen Lösungen für die Zukunft des Fliegens.

Fast 5.500 Studenten aus der ganzen Welt hatten sich für Fly Your Ideas 2017 angemeldet und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Seit der ersten Auflage des Wettbewerbs im Jahr 2008 haben mehr als 20.000 Studenten aus über 600 Universitäten in mehr als 100 Ländern weltweit daran teilgenommen.

Vielfalt ist ein zentrales Element der Initiative: Die Teams sollen möglichst aus Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen und mit unterschiedlichem Hintergrund bestehen. Die Teams in der Endrunde 2017 repräsentierten so neun verschiedene Nationalitäten und acht Universitäten aus Afrika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.airbus-fyi.com.

Quelle: Airbus


 

Flughafen Stuttgart – Vorreiter bei Umstellung auf abgasfreien Vorfeldtransport

Neuer Gepäckschlepper in Hannover vorgestellt

Hannover, April 2017: Auf der Hannover Messe 2017 (24. bis 28. April) stellt der Flughafen Stuttgart den Einsatz von Elektrofahrzeugen auf dem Vorfeld vor, darunter den neusten Zuwachs – ein Elektro-Gepäckschlepper mit Lithium-Ionen-Batterie.
In Punkto Elektromobilität nimmt die Flughafen Stuttgart GmbH eine Vorreiterrolle unter den deutschen Airports ein. Noch 2017 wird der Passagier- und Gepäcktransport auf dem Vorfeld komplett auf leise und abgasfreie Elektroantriebe umgestellt. Bereits jetzt sind dort 25 Elektrofahrzeuge im Einsatz. In den nächsten drei Jahren soll die Elektroflotte um rund 40 weitere Abfertigungsfahrzeuge wie Passagierbusse, Gepäck- und Frachtschlepper, Förderbänder und Pushback-Fahrzeuge erweitert werden.
Dieses Ziel verfolgt der Flughafen in Zusammenarbeit mit dem Abfertigungsdienstleister Losch Airport Service GmbH und dem Öko-Institut e.V. im Rahmen des Projekts scale-up!. Dabei wird untersucht, wie sich die Beschaffung von Vorfeldfahrzeugen mit elektrischen Antrieben von ihrer Produktion über die Energieversorgung bis hin zur Entsorgung der Batterie auf Umwelt und Wirtschaftlichkeit auswirken.
nachhaltige Luftfahrt

In Stuttgart im Einsatz: Neuer Elektro-Gepäckschlepper mit Lithium-Ionen-Batterie

Quelle: Flughafen Stuttgart

ADV: Deutschen Flughäfen wollen ihre Vorreiterrolle beim Lärmschutz weiter ausbauen

Berlin, 26. April 2017: Der Schutz der Anwohner vor Fluglärm steht bei den Betreibern der deutschen Flughäfen ganz oben auf der Agenda. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten die Vorgaben des Fluglärmschutzgesetztes aus dem Jahr 2007.

Das Gesetz sieht zwei Tagschutzzonen und eine Nachtschutzzone mit Schutzzielen vor. Werden diese überschritten haben die Anwohner Anspruch auf Schutzmaßnahmen, etwa den Einbau von Lärmschutzfenstern.
Das Fluglärmschutzgesetz soll in diesem Jahr überprüft werden. Neuste Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung bestätigen das hohe Schutzniveau des bestehenden Fluglärmschutzgesetzes. Eine aktuelle Studie der Berliner Charité unterstreicht dies. Aus Anlass des 20. internationalen Tags gegen Lärm erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: „Einen Bedarf für eine gesetzliche Neuregelung des Fluglärmschutzgesetzes oder gar für eine Verschärfung der Grenzwerte ist nicht gegeben.“
Gleichzeitig möchten die deutschen Flughäfen ihre Vorreiterrolle in Europa beim Lärmschutz weiter ausbauen. „Die lärmabhängigen Landeentgelte der Flughäfen belohnen den Einsatz der leisesten Flugzeuge. Airlines, die noch lautere Flugzeugmodelle im Einsatz haben, müssen immer tiefer in die Tasche greifen, wenn sie an deutschen Flughäfen starten oder landen wollen“, so Beisel.
Auch von der Politik verlangen die Flughafenbetreiber Unterstützung. „Wirtschaftlich gesunde Airlines können sich moderne Flugzeuge leisten. Deshalb gilt es, fiskalische Belastungen wie die Luftverkehrsteuer zurückzunehmen und durch staatliche Förderprogramme einen weiteren finanziellen Anreiz zur Modernisierung der Flugzeugflotte zu schaffen. Der wirksamste Lärmschutz setzt an der Quelle an“, unterstreicht Verbandschef Beisel.
Quelle: ADV